Was wir aus Stuttgart21 gelernt haben…

Aus einem offen Brief an die verantwortlichen (http://www.parkschuetzer.de/statements/153625)

Offener Brief an die zurzeit dafür verantwortlichen Politiker: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Finanzminister Dr. Nils Schmid (per Brief).
Zur Kenntnis auch an Verkehrsminister Winfried Hermann, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart Fritz Kuhn, Bundespräsident Joachim Gauck (per Brief).
Per E-Mail an alle MdL Baden-Württemberg sowie an die Presse

Stuttgart, 22.3.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem ich mich bei Ihnen so oft beklagt habe über STUTTGART 21 und die negativen Folgen, die es vor allem für die Stadt Stuttgart bringt, will ich heute doch nicht unterschlagen, dass ich – und vermutlich viele andere Bürger ebenso – auch sehr viel dabei gelernt habe. Dafür möchte ich mich bei Ihnen allen herzlich bedanken, denn es geschieht nicht oft, dass man quasi am lebenden Objekt Einsichten erlangt, die einem sonst vielleicht entgangen wären! Meine Erkenntnisse sind folgende:
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Große und kleine Politik

 Stellen Sie sich mal vor, Sie arbeiteten bei einem bad.-württ. Maschinenbauer, Familienunternehmen, Weltmarktführer seines Zeichens. Es ist Frühjahr 2011, kurz vor der Landtagswahl. Bei einer Betriebsversammlung sagt der Inhaber-Chef mit Bezug auf die Wahl, „wer jetzt noch grün wählt, den werfe ich aus meinem Betrieb hinaus“ (Alle Zitate aus der StZ vom 8.3.13). Und er droht damit, seinen „Firmensitz ins Ausland zu verlegen, wenn die CDU nicht an der Macht bleibt“. Erinnert Sie das auch an überwunden geglaubte Zeiten des Feudalismus? Und nun stellen Sie sich auch noch vor, Sie wären der Chef dieser Grünen und wären tatsächlich durch die besagte Landtagswahl an die Macht gekommen und zum Ministerpräsidenten (MP) gewählt worden. Würden Sie dann ausgerechnet bei diesem Unternehmer (vor der Wahl auch noch Großspender für die CDU) eine Betriebsbesichtigung machen? Unser MP hat dies letzte Woche getan und auf die Frage, wie er bei der Firma Herrenknecht empfangen worden sei, geantwortet: „Sehr herzlich“. Aber vielleicht ist das die große Politik, in der moralische Grundsätze gelten, die wir einfachen Menschen nicht verstehen? Sie werden sich jetzt vielleicht fragen: was hat das denn mit unserer Gemeinde zu tun? Nun, Herr Herrenknecht bohrt die Tunnel für Stuttgart21. Und wir bezahlen diese Tunnel und die restlichen 6 bis 10 Milliarden Euro für den Kellerbahnhof mit unseren Steuergeldern. Unter anderem die Gemeinde Kernen mit einer Summe von insg. 600.000 Euro!
 

Unsere nächste Sitzung: heute, Mi, 27.3., 20 Uhr, Weinstube „Gugelhupf“ (HHO-Heim). Gäste herzlich willkommen.

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Das Drama um den Filderbahnhof

Ein wichtiges Argument der TunnelbahnhofbefürworterInnen ist die schnellere Verbindung vom Hauptbahnhof zum Flughafen durch einen fast 10 km langen Tunnel. Problem dabei: die Planungsunterlagen müssen bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Eisenbahnbundesamt, eingereicht und geprüft werden, das sog. Planfeststellungsverfahren. Die Deutsche Bahn (DB) versucht dies nun seit über 10 Jahren (!). Weil aber die von ihr eingereichten Unterlagen völlig untauglich sind, ist der Fildertunnel und auch der am Flughafen geplante Bahnhof bis heute nicht genehmigt. Vor 2 Jahren fand nun ein sog. Filderdialog mit den Betroffenen vor Ort statt, bei dem über den geplanten Flughafenbahnhof und die Trassenführung diskutiert wurde. Mit großer Mehrheit entschieden sich die Anwesenden für eine Alternative zur Planung der Bahn, u.a. mit Erhaltung der Panorama-Gäubahn. Die DB und die Regierung erklärten einfach die zweitbeste Lösung zum „Sieger“ des Filderdialogs. Und die Bahn verlangt nun ultimativ von der Stadt und Land, die angeblichen Mehrkosten für diese zweitbeste Lösung zu übernehmen, obwohl im Filderdialog was ganz anderes entschieden wurde und die ursprüngliche Planung der DB (die sog. Antragstrasse) noch gar nicht genehmigt ist und die Bahn mit ihrer üblichen Geheimhaltungsmanier die tatsächlichen Kosten ihrer Planung noch gar nicht rausgerückt hat. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die DB die hiesige Politik (und die BürgerInnen) an der Nase herumführt und für dumm verkauft. Wir fragen: Wie lange wollen Sie sich das noch gefallen lassen, Herr Kretschmann?
 

Unsere nächste Sitzung: Mi, 27.3., 20 Uhr, Weinstube Gugelhupf (HHO).

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Augen zu und durch – Bahn-Aufsichtsrat will weiterbauen

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn (DB) hat beschlossen, auf Teufel komm raus den Kellerbahnhof weiterzubauen. Obwohl das „bestgeplante Bauprojekt Europas“ nun statt 4,5 schon 6,5 Mrd. Euro kostet. Die Schuld für die Kostensteigerungen wird der rot-grünen Landesregierung zugeschoben. Dabei sind die Ursachen in der dilettantischen Planung der DB zu suchen, die wegen der unvollständig eingereichten Planungsunterlagen für viele Bauabschnitte noch gar keine Genehmigung hat. Erinnert sei nur an den unzureichenden Brandschutz, die mangelnden Fluchtwege und das fahrlässig geplante Grundwassermanagement. Großspurig kündigt Bahnchef Grube an, dass die Mehrkosten zunächst mal von der DB übernommen werden. Aber was heißt das? Obwohl die DB jedes Jahr verkündet, welch tollen Gewinn sie gemacht hat, ist das ein Taschenspielertrick. Der DB-Gewinn kommt aus dem operativen Geschäft der Fahrgastbeförderung (durch zu hohe Fahrpreise, zu hohe Preise für die Benutzung der Gleise, z.B. im Regionalverkehr Baden-Württemberg). Ihre Investitionskosten für neue Trassen und Bahnhöfe bekommt die DB von uns, also von den SteuerzahlerInnen. Kennen Sie einen Betrieb, der seine Produktionsmittel (z.B. Gebäude, Maschinen, Lastwagen) vom Staat kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt? Also da Gewinn zu machen, das kann (fast) jeder. Die S21-Mehrkosten zahlen letztendlich wir alle. Das Tarnen und Täuschen von Grube & Co geht also weiter. Unser Widerstand auch. Jeden Montag,18 Uhr, Kundgebung am Marktplatz Stuttgart. Unsere nächste Sitzung: Mi, 27.3., 20 Uhr (Cafe Gugelhupf).

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Die Absetzbewegungen verstärken sich

Erstaunliches war am 1.3. in der WKZ zu lesen. Die Zeitung interviewte Ulrich Witzlinger, CDU-Gemeinderat aus Weinstadt, neu im Vorstand der Kreis-CDU. Da stand über S21: „Wenn das Ding plötzlich 6,5 statt 4,5 Mrd. kosten soll, kann man dann einfach ‚hurrapatriotisch‘ so tun, als habe sich nichts verändert?“ Oder noch besser: „Die CDU muss aufpassen, dass sie ‚ihre Glaubwürdigkeit nicht an dieses Projekt verkauft‘“. Gottseidank halten unsere Rems-Murr SPD- und FDP-Führungen treu und fest zum Tunnelbahnhof. Oder gibt es da auch schon hehlinga Absetzbewegungen?
Egon Hopfenzitz am 12.3. in Winnenden
K21 Kernen ist Mitglied im Bündnis Rems-Murr gegen S 21, zusammen mit Gruppen aus Fellbach, WN, Weinstadt, Schorndorf, Winnenden, Backnang und Welzheim, die sich alle seit Jahren für Erhalt und Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofs einsetzen. Mit einer Veranstaltungsreihe möchte das Bündnis den BürgerInnen, den hiesigen Bürgermeistern sowie den GemeinderätInnen das Angebot machen, sich nochmals informieren zu können. Auch in Bezug auf den gegenwärtig schlecht funktionierenden S-Bahn Verkehr auf den Linien S2 und S3. Deshalb haben wir am Di, 12.3. um 19 Uhr den ehem. Bahnhofsvorsteher Egon Hopfenzitz zu einem Vortrag über die Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs eingeladen. Wo: Albrecht-Bengel-Haus, Bengelstr. 22 in Winnenden.

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2-Jahres-Feier im Sängerheim – ernst + fröhlich

 Am vergangenen Freitag feierten wir mit 25 Personen im Sängerheim unser 2-jähriges Jubiläum. Im offiziellen Teil berichtete der Vorstand über ein ereignisreiches Jahr, in dem wir uns 15 Mal zu Sitzungen trafen, 4 Veranstaltungen organisierten, 50 Beiträge fürs Mitteilungsblatt schrieben und regelmäßig mit 10-20 Personen aus Kernen an den wöchentlichen Montagsdemonstrationen in Stuttgart teilnahmen. 2 Mal wurde die Montagsdemo von unserem Vorsitzenden Jürgen Horan moderiert, 1 Mal hielt unser Pressesprecher Ebbe Kögel eine Rede dort. Doch neben unserem ernsthaften Anliegen, der Verhinderung des Tunnelbahnhofes, kommt auch der gesellige Teil nicht zu kurz: 2012 organisierten wir 2 Feste und 1 Wanderung und am Freitag folgte nach dem Vorstandsbericht noch Kabarett: „Bahnversteher“ Michael Becker hatte über das Internet ungefähr 25 verschiedene Werbegeschenke der Deutschen Bahn (DB) ersteigert, die er dem geneigten Publikum vorstellte. Wieso verschenkt die DB zum Beispiel ihren KundInnen und GeschäftspartnerInnen Eiskratzer? Wenn Sie eine schlüssige Antwort haben, schicken Sie uns doch bitte eine Mail an mail@kernen21.de. Die besten Antworten werden mit einem DB-Werbegeschenk belohnt! Wir sind überhaupt eine fröhliche Truppe, gar nicht so verbiestert, wie uns unsere GegnerInnen immer darstellen.
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So langsam wird es eng für S21

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern – es wird eng für den Tunnelbahnhof. Die Absetzbewegungen werden immer stärker – beim Aufsichtsrat der Deutschen Bahn (die könnten belangt werden), bei der Regierung in Berlin (ein ähnliches Desaster wie beim Berliner Flughafen könnte die Regierungsmacht kosten), bei einem großen Teil der veröffentlichten Meinung in den Massenmedien. Mal sehen, wie lange die Treueschwüre und Durchhalteparolen noch währen (im Sinne von: „Die Bundeskanzlerin hat vollstes Vertrauen in Frau Schavan“). Eine ausführliche Geschichte des Desasters können Sie nachlesen im neuen STERN, Ausgabe Nr. 8 vom 14.2.13
 

Wir feiern am Freitag, 22. Februar

 Nein, wir feiern noch nicht das Ende des unsinnigsten Bahnprojektes Europas. Schließlich wissen wir nicht, ob sich nicht letzten Endes doch die Betonfraktion und das „Augen zu und durch“ durchsetzt. Wäre leider nicht das erste Mal. Nein, wir feiern 2 Jahre K21-Kernen im Sängerheim, oben am Kammerforst. (Sie erinnern sich: „Oba bleiba“). Beginn ist um 19.30 Uhr. Das Sängerheim ist bewirtschaftet. Mit Diaschau über die Ereignisse in 2012, eine kabarettistische Einlage von Bahnversteher Becker mit DB-Eiskratzer und Regenjacken und jede Menge gutgelaunte WiderständlerInnen. Gäste herzlich willkommen. Um 19 Uhr ist unsere Jahreshauptversammlung mit den Vereins-Regularien: Bericht des Vorstandes und Entlastung. Neuwahlen stehen keine an.
Anfahrtskizze zum Sängerheim

Anfahrtskizze zum Sängerheim

 

Großdemo, Sa, 23.2.: Endstation S21 –bitte alles aussteigen

Zur Beschleunigung des Endes von S21. 13.30 Uhr, Kundgebung Schlossplatz Stuttgart. SprecherInnen u.a.: Franz Alt, Brigitte Dahlbender, Hannes Rockenbauch, Joe Bauer. Anschließend Demozug zum Hbf. Wir fahren gemeinsam hin, 1. Wagen S-Bahn: 12:34 Uhr Stetten-Beinstein, 12.37 Uhr Rom.

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Wie findet ein Blinder die Einstiegstür der S-Bahn?

 Seit fast 2 Jahren gibt es in der Diakonie Stetten einen Initiativkreis für Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr im Remstal (kurz IK), in dem auch unsere Gruppe K21 Kernen mitarbeitet. Der IK war entstanden, weil durch den Umzug in Außenwohngruppen (Inklusion) immer mehr Behinderte und RollstuhlfahrerInnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und dort z.T. auf massive Probleme stoßen. Vorbildlich ist hier nur die Fa. Schlienz, die fast ausschließlich Niederflurbusse einsetzt, die am Einstieg so abgesenkt werden können, dass ein Rollstuhl mit oder ohne Hilfe reinfahren kann. Aber schon bei der S-Bahn hört die Vorbildlichkeit auf. Um darauf aufmerksam zu machen, unternahm der IK am 11.1.13 mit Rolli-Fahrern und Sehbehinderten eine Probefahrt mit der S-Bahn von Grunbach nach Schorndorf. Das Ergebnis: katastrophal. Z.T. war der Bahnsteig nicht erreichbar bzw. die Einstiegshürde der S-Bahn zu hoch. Zwischen Bahnsteig und Einstiegkante des Zuges gibt es einen Höhenunterschied von 20 cm, den kein Rollstuhl überwinden kann. Wenn der Zug keine Rampe mitführt, um diese Hürde zu überwinden, müssen Rolli-FahrerInnen eine Rampe mitbringen, wenn sie mitgenommen werden wollen. Oder wie soll ein Blinder, der alleine auf dem Bahnsteig steht, den Knopf zum Öffnen der Eingangstüre finden? Sie denken, das geht Sie nichts an? Ein Trugschluss. Es gibt immer mehr Menschen, die behindert oder aufgrund ihres Alters auf Bewegungs-Hilfsmittel angewiesen sind. Durch einen Unfall oder eine Krankheit können Sie da ganz schnell dazugehören. Zur Verbesserung der Situation besteht dringender Handlungsbedarf. Wenn S21 nicht kommt, hat die Bahn dann vielleicht Geld für solche Investitionen, statt ständiger leerer Versprechungen!
 

Termine: Fr, 22.2., 19 Uhr: Vereinsvollversammlung K21 Kernen. 19.30 Uhr: Wir feiern 2-jähriges Jubiläum, mit Dias, Sketchen, Kabarett. Gäste willkommen.

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S-Bahn: unpünktlich wie nie

Seit dem Jahr 2003 ermittelt der Verband Region Stuttgart (VRS), der mit der Deutschen Bahn (DB) einen Vertrag für den S-Bahn Verkehr in der Region Stuttgart abgeschlossen hat (und dafür sehr viel Geld bezahlt), die jährlichen Pünktlichkeitszahlen für dieses wichtige Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs in unserer Region. Das Ergebnis: noch nie wurden so niedrige Werte gemessen wie 2012. Nur 87% aller Züge waren pünktlich oder wenigstens weniger als 3 Minuten verspätet. Der vertraglich vereinbarte Zielwert liegt bei 94,5%. Und bei diesem Wert ist der VRS der DB sehr entgegengekommen. Besonders schlimm war es im Monat Oktober, wo nur 56,7% aller S-Bahnen einigermaßen pünktlich waren. Schlechter als der Durchschnitt waren auch die Rems- und Murrschiene mit den Bahnen S2 oder S3. Das hat 2 Gründe: Diese beiden Strecken gehören zu den längsten im VVS-Gebiet. Außerdem handelt es sich um Mischverkehrstrassen, neben der S-Bahn fahren dort noch andere Züge. Das ist dann immer die Ansage: „unvorhergesehener Halt wegen eines vorausfahrenden Zuges“. Gar nicht mit eingerechnet in der Verspätungs-Statistik sind die komplett ausgefallenen Züge. Ein alter Trick der Bahn, um die Statistik zu schönen. 2012 sind ungefähr 127.000 Zugkilometer ausgefallen. Dafür bietet die DB nun allen Kunden, die ein sog. Smartphone besitzen (StZ vom 24.1.13) die Möglichkeit, dass sie übers Internet sehen können, wo sich ihr verspäteter Zug gerade befindet. Ein toller Fortschritt!

Termine

Sa, 9.2., 14.30 Uhr, Laufdemo vom Hbf Stgt. zum Nordbahnhofareal. Fr., 22.2, ab 19 Uhr: wir feiern 2 Jahre K21 Kernen im Sängerheim.

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Was sagen die Modelleisenbahner zu S21?

Der ModellEisenBahner ist eine Monatszeitschrift zum Thema Eisen- und Modellbahn, die mit einer Auflage von 55.000 Ex. erscheint, siehe www.modelleisenbahner.de. In einem Kommentar zu S21 in der Ausgabe 2/13 schreiben diese Bahnenthusiasten u.a.: „Jetzt ist die Katze aus dem Sack und zu vermuten ist, dass noch einige Kater darin schlummern. Das bestgeplante Projekt aller Zeiten generiert [erweist] sich als Planungskatastrophe. Das Adjektiv „bestgeplant“ dürfte im Bahnkonzern längst ein Unwort sein. Im Dezember vermeldete der Stahlkonzern Thyssen-Krupp einen Rekordverlust von rund 5 Mrd. Euro vor allem wegen schlecht geplanter Stahlwerke in Übersee. Der halbe Vorstand wurde mit Schimpf und Schande davongejagt. Den Schaden tragen in solchen Fällen die Aktionäre, deren Wertpapiere in den Keller fallen. Hier liegt jedoch der entscheidende Unterschied: Die Thyssen-Krupp-Aktionäre haben zumindest die Freiheit, sich von ihren Papieren zu trennen. Anders liegt der Fall bei der Deutschen Bahn AG. Aktionäre sind die Steuerzahler, aber ein wirkliches Mitspracherecht haben sie nicht. Nur für die Verluste dürfen sie geradestehen. Die berühmte „Schwäbische Hausfrau“ hätte S21 bei der letzten Kehrwoche längst davongefegt. Aber S21 ist offensichtlich kein Projekt, das sich wirtschaftlichen Kriterien stellen muss, sondern ein Politikum. Deutschland bricht jedenfalls kein Zacken aus der Krone, wenn S21 nicht gebaut wird. Die Aufgabe anderer Großprojekte wie des Schnellen Brüters, der Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf oder des Transrapid haben dem Wirtschaftsstandort nicht geschadet. Noch sind die Ausstiegskosten überschaubar, die Kosten eines Weiterbaus kann niemand glaubwürdig voraussagen.“

 Termine
 Unsere nächste Sitzung: Di, 5.2., 20 Uhr bei Fam. Ruff, Langgaß 66, Auskunft Tel. 42927. Sa, 9.2., 14.30 Uhr, Laufdemo vom Hbf Stgt. zum Nordbahnhofareal. Fr., 22.2, ab 19 Uhr: wir feiern 2 Jahre K21 Kernen.
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Umdenken bei der SPD?

Hermann-Josef Pelgrim ist OB von Schwäbisch Hall, studierter Betriebswirt und Sozialdemokrat. Er hat seither zur SPD-Unterstützerriege für Stuttgart 21 gehört. Das hat sich geändert. Im Dezember 2012 schrieb er einen Offenen Brief an seine Parteioberen in Stuttgart, sie sollten endlich von dem „toten Gaul“ S21 absteigen. Was war geschehen? Pilgrim hat angefangen, sich mit den Gutachten zum Tunnelbau und Grundwasser zu beschäftigen. Und merkte: die GegnerInnen haben Recht. Außerdem ist er stinksauer auf die Bahn: Schwäbisch Hall hat die verkommensten Bahnhöfe in der Region. Seit Jahrzehnten! Trotz zahlreicher Versprechungen der Deutschen Bahn (DB) tut sich nichts. Deshalb ist ihm der Kragen geplatzt. Es bleibt zu wünschen, dass sich noch weitere Bürgermeister und GemeinderätInnen unvoreingenommen mit der S21-Problematik auseinandersetzen und zu Wort melden. Der Vortrag des ehem. Stuttgarter Bahnhof-Chefs Egon Hopfenzitz am Di, 29.1.13 in Schorndorf bietet dazu Informationen aus erster Hand. 19 Uhr, Karlsstift, Burgstr. 26. (Der Herr Hopfenzitz versteht wirklich was von Bahnhof!).

Wohlfühlbahnhöfe im Remstal

2019 soll im Remstal das Interkommunale Grünprojekt (oft nicht ganz korrekt als Gartenschau bezeichnet) stattfinden. Zur Vorbereitung gibt es eine AG unter der Leitung des Schorndorfers Baubürgermeisters mit der DB, die sich mit der S-Bahn beschäftigt. Die Bahn-Vertreter wollen im Remstal „Wohlfühlbahnhöfe“ schaffen. Das Wort müssen Sie sich auf der Zunge zergehen lassen, wenn Sie morgens bei Schneetreiben am Römer Bahnsteig auf Ihre verspätete S-Bahn nach Stuttgart warten. Zur Unterstützung dieser AG fand letzte Woche eine S-Bahn-Fahrt des „Initiativkreises barrierefreier ÖPNV“ der Diakonie Stetten statt, in dem auch K21 Kernen mitarbeitet, mit Sehbehinderten und Rolli-Fahrern. Fazit: katastrophal! (Mehr dazu im nächsten MB).

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parkschuetzer.de Statement zum Abstellbahnhof Untertürkheim

Leider wird immer noch erzählt, dass man mit K21 fast genauso viel Parkfläche freibekommt wie bei S21, in dem man auch bei der K-Lösung den Abstellbahnhof nach Untertürkheim verlegt. Man hat damit versucht, dem Argument der Projektbefürworter von der städtischen Flächenerweiterung nachzueifern. Je konkreter aber die Pläne von der Weiternutzung der Gleise durch die SNAG werden, desto schwächer wird dieses Argument.Herr Hopfenzitz und Herr Prof. Bodack werden nicht müde, dieses Vorhaben als bahntechnischen Unsinn zu bezeichnen: Für jede noch so kleine Zugveränderung oder Wartung müsste extra Energieaufwand betrieben werden, jedes Mal würden Trassenentgelte anfallen. Die Entfernung beträgt immerhin gut 5 km. Das summiert sich!Für den Halbtiefschrägbahnhof wäre die Verlegung unerlässlich, weil die Züge ja immer so schnell wie möglich aus dem Bahnhof raus müssen, auch wenn man sie kurze Zeit später wieder braucht; einerseits wegen der zu geringen Kapazität des Tiefbahnhöfles, andererseits wegen des unzulässigen Gefälles der unterirdischen Haltestelle, das keinerlei Manöver mit Zügen zulässt.Der bestehende Abstellbahnhof könnte laut Prof. Bodack auf ein Drittel seiner Fläche verkleinert werden, ohne dass sich Nachteile ergeben. Der Abstellbahnhof befindet sich heute in einem unzugänglichen Zwickel des Rosensteinparks. Warum sollte man ihn in einen Wohnort verlegen?Für den Abstellbahnhof in Untertürkheim möchte sich die Bahn Schallemissionen von bis zu 107 dbA genehmigen lassen, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. In einem Lärmgutachten versucht die Bahn mit Rechentricks nachzuweisen, dass es in Untertürkheim zukünftig leiser werde als bisher, nach dem Prinzip: Wenn man in der Nacht 20 Mal wach geworden ist, hat man von 8 Stunden trotzdem im Schnitt 5 Stunden gut geschlafen! Was bedeutet das für die Menschen, die direkt an den Bahnanlagen wohnen, ohne eine Lobby oder einen Fürsprecher? Ihr Lebensstandard steht und fällt mit der Veränderung der Bahnanlagen vor ihrer Haustür!Untertürkheim droht schon heute zu verelenden. Es gibt nur noch ganz wenigeGeschäfte, dafür immer mehr Spielhallen und Wettbüros. Im denkmalgeschützten Untertürkheimer Bahnhof werden seit Jahren sämtliche Denkmalschutzrichtlinien mit Füssen getreten. Vor kurzem wurde nur mit Mühe die Ansiedlung eines Bordells in Bahnhofsnähe verhindert. Dass sich auch die weiterführenden Schulen in Bahnhofsnähe befinden, scheint man zu vergessen.Untertürkheim wird in absehbarere Zeit nicht zum schnieken Vorort werden, denn dass die Güterzugstrecke durchs Neckartal erhalten bleiben wird, wissen wir alle.In Untertürkheim auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs ein soziales Wohngebiet zu schaffen mit revolutionärer Energietechnik und einem modernen Sozial-, Jugend und Kulturangebot, das wäre allerdings wirklich eine stadtplanerische Herausforderung! Sie könnte Modellcharakter entwickeln.Immerhin ist die Bahnstrecke Cannstatt-Untertürkheim die erste in Württemberg gewesen, ehemals eine beliebte Ausflugsstrecke zu den Neckarauen in Untertürkheim.Der PFA 1.6b, der #Abstellbahnhof in Untertürkheim, ist einer der beiden Abschnitte von S21, für die es noch keinen Planfeststellungsbeschluss gibt. Seit der Auslegung der Unterlagen und der Abgabe der Einwendungen im Sommer 2010 ruht das Verfahren. Eine geplante Lärmsimulation, um die o.g. geplante Lärmbelastung erfahrbar zu machen, wurde im September 2012 kurzfristig von den Behörden untersagt mit Hinweis auf den Schutz des Schlafes, der Gesundheit und des Sonntags.!Zweifellos gibt es energiepolitische und verkehrstechnische Herausforderungen, die zum Wohle der Allgemeinheit bewältigt werden müssen. Auf einzelne Gruppen können dabei Verschlechterungen zukommen, die durch die Verbesserung des Allgemeinwohls zu rechtfertigen sind.Zu Recht legen wir diese Maßstäbe an ein zukunftweisendes Bahnprojekt an. Dieunnötige Verschlechterung der Lebensumstände zahlreicher Menschen durch ein Projekt, das definitiv nicht dem Allgemeinwohl dient, darf aber nicht in Kauf genommen werden!Die Alternativen zu Stuttgart 21 sind zahlreich und gut – auch ohne die Verlegung des Abstell- und Wartungsbahnhofs nach Untertürkheim!

via parkschuetzer.de Statements.

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Chaostage bei der Deutschen Bahn

Da hatten wir doch letzte Woche die Deutsche Bahn (DB) gelobt, weil sie den kaputten Aufzug beim Bahnhof Rom so schnell repariert hat. Wir dachten uns, wir können doch die DB nicht dauernd kritisieren, wir wollen doch, dass die Menschen mit der Bahn statt mit dem Auto fahren. Und was passiert? An demselben Tag, an dem wir unser Lob veröffentlichten, berichtete die WKZ unter der Überschrift „Bahnkunden sehen rot“ über ein beispielloses Chaos im Waiblinger Bahnhof am Mo, 7. Januar. 4½ Stunden ging gar nichts mehr zwischen WN und Cannstatt, das relaisgesteuerte Stellwerk in WN war kaputt. Gut, ein technischer Defekt kann mal eintreten. Aber das Problem liegt darin, dass DB nicht in der Lage ist, das daraus folgende Chaos in den Griff zu kriegen: verschiedene S-Bahnen stehen über 2 Stunden(!) auf freier Strecke, ohne dass die Fahrgäste informiert werden, sie können nicht auf die Toilette, können auch nicht aussteigen. Stellen Sie sich mal vor, sowas passiert Ihnen in einem Tunnel. Beim Tunnelbahnhof S21 will die DB insg. 60 km Tunnel bauen(!). Das andere Problem ist, dass die Bahnmanager in den letzten Jahren, um auf dem Papier den Profit der Bahn zu erhöhen, damit sie börsenfähig wird, systematisch den Unterhalt und die Erneuerung der technischen Anlagen vernachlässigt haben, die alten, erfahrenen Eisenbahner in den Ruhestand geschickt und unfähige Manager eingestellt haben. Und diese Manager sollen in der Lage sein, einen technisch hochkomplizierten Tiefbahnhof zu planen und zu bauen?
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Lieschen Müller und die Urlaubsreise auf die Malediven

Lieschen Müller und ihr Mann Michel erhalten eine Nachricht, dass sie bei einem Preisausschreiben 1 Woche im Vier-Sterne-Hotel auf den Malediven im Wert von 2.500 Euro gewonnen haben. Sie müssten nur die Flüge für 1.500 Euro bezahlen. Eigentlich wollten die beiden 2 Wochen in den Bayrischen Wald für 800 Euro. Aber sie waren noch nie auf den Malediven. Also zahlen sie. 2 Wochen vor der Abreise kommt ein Brief vom Veranstalter, dass eine weitere Vorauszahlung von 1.500 Euro zu leisten sei, sonst verfiele das gesamte Angebot. Sie zahlen wieder. Was denken sonst die Nachbarn, denen sie schon von den Malediven erzählt haben. 1 Woche vor dem Abflug kommt ein weiterer Brief….

Genauso ist es mit Stuttgart 21. Da wird von der Bahn versprochen, einen Hightech-Vorzeigebahnhof zu bauen, der Stuttgart ans europ. Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen soll. Dabei gibt es schon einen hervorragend funktionierenden Bahnhof mit internationalen Anschlüssen (z.B. 4 x pro Tag TGV nach Paris). Obwohl die Bahn den Hightech-Kellerbahnhof finanzieren müsste, zahlen Stadt und Land 1,5 Mrd. Euro. Im Voraus. Doch nichts passiert. 2 Jahre später kommt eine weitere Forderung der Bahn von 1,5 Mrd. Sonst könne nicht weitergeplant werden. Und so wird es endlos weitergehen. Solange Lieschen Müller und ihr Michel bezahlen.

Kaputter Aufzug beim Bahnhof Rom

An Neujahr stellten wir fest, dass der Aufzug am S-Bahnhof in Rom kaputt ist. Wir riefen daraufhin die Notrufnummer der DB an, Tel. 0711.2029-1055, die 24 Stunden besetzt ist. Dort wurde versprochen, dass der Aufzug so schnell wie möglich repariert wird. Was tatsächlich geschah. Mal ein guter Zug der Bahn.

Unsere nächste Sitzung: Di, 15.1., 20 Uhr, TV-Heim Stetten.

Hier gehts zur Langfassung von Lieschen Müller:

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Jahresrückblick 2012

K21 Kernen blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Allen Befürchtungen zum Trotz blieb unsere Truppe nach der verlorenen Volksabstimmung im Nov. 11 zusammen. Regelmäßig gehen 20-25 Leute aus Kernen zu den Montagsdemos nach Stuttgart, bei Großereignissen (2. Jahrestag „Blutiger Donnerstag“ + 150. Montagsdemo) waren es sogar noch mehr. Insgesamt 16 Mal trafen wir uns zu Sitzungen, hinzu kamen 5 Treffen des Zusammenschlusses Rems-Murr-gegen-S21. Außerdem organisierten wir 3 Veranstaltungen: 24.1.: Alexander Käck – Grüne Chronologie des Nichtstuns. 24.4.: Annette Ohme-Reinicke – Das große Unbehagen. 23.10.: Prov. Lebenswege mit dem ehem. Richter Dieter Reicherter. 3 Mal trafen wir uns mit Landtagsabgeordneten: 20.5. Jochen Haußmann (FDP), 1.6. Petra Häffner (Grüne), 15.11. Uli Sckerl (Grüne) Obmann des Innenausschusses des Landtags. Wir hatten ein Gespräch mit Omnibus Schlienz, arbeiteten mit im „Initiativkreis für Barrierefreiheit im ÖPNV“ der Diakonie und machten den Vorschlag einer S-Ringbahn um Stuttgart zur Entlastung des Nadelöhrs im Hbf. Wir organisierten ein Sommerfest, eine Wanderung auf die Alb und unser Jahresabschlussfest. WKZ, FZ, StZ, WoZ Zürich und SWR 4 berichteten über unsere Aktivitäten, unser Pressesprecher Ebbe Kögel sprach auf der 134. Montagsdemo, unser Vorsitzender Jürgen Horan moderierte die Nr. 149.
Sie sehen, bei uns ist jede Menge los.
Neue MitstreiterInnen sind herzlich willkommen.

Nächste Sitzung: heute, Mi, 19.12., 20 Uhr, „Traube“ Rom. www.kernen21.de

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„Luagabeidl“ – Kostensteigerungen und kein Ende

Donnerstag, 13.12.2013

Ein Kommentar des K21-Kernen Pressesprechers Ebbe Kögel:

Nach der Sitzung des Bahnvorstandes am Mi, 12.12.12 kommen nun die neuesten Kostenberechnungen auf den Tisch. Ob sie dieses Mal stimmen? Die Stuttgarter Zeitung brachte am Do, 13.12.2012 eine aufschlussreiche Zusammenstellung auf S. 19:  „Der Tiefbahnhof: Chronik einer Kostenexplosion„.
Darin sind die ganzen Lügen und Täuschungsmanöver der letzten Jahre von Grube und Co aufgelistet. Für diese Herren fällt mir ein schönes schwäbisches Wort ein: Luagabeidl. Wenn die Verantwortlichen der Bahn Schwäbisch verstünden, könnte man umgangssprachlich zu ihnen sagen: Ihr liaged, wenner d’Gosch uffmached!
Noch schlimmer ist allerdings, dass sich unsere PolitikerInnen das alles gefallen lassen und von der Bahn wie Zirkusbären am Nasenring durch die Manege gezogen werden. Unabhängig davon, wie unsere VolksvertreterInnen zum verkehrspolitischen Nutzen dieses Projektes stehen, müssten sie eigentlich sagen: jetzt reichts, wir lassen uns doch von diesen Bahnmanagern nicht länger verarschen.
Stattdessen gibt es nur Durchhalteparolen, gespielte Empörung und weitere Lügen (z.B. SPD-Schmiedel: „Ausstiegskosten bei 3 Milliarden Euro“). Ein unwürdiges Schauspiel. Man fühlt sich an eine Bananenrepublik erinnert.

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Pleiten, Pech und Pannen (5): Jetzt sind es 6 Milliarden!

Immer offensichtlicher werden die Planungsfehler und Fehlkalkulationen des „bestgeplanten Bauprojekts Europas“. Inzwischen gibt die Deutsche Bahn (DB) zu, dass die Baukosten bei mind. 6 Mrd. Euro liegen. Und das wird noch nicht das Ende sein. Wetten? Unser K21 Aktivist Thomas Bezler hat dazu einen Leserbrief geschrieben (in Auszügen): „Den Kritikern und Gegnern von S21 wurde in der Vergangenheit von Seiten der Politik als auch von Seiten der Medien massiv unrecht getan. Jetzt, wo bekannt wird, dass die DB AG die Mehrkosten, die zur Sprengung des Kostendeckels führten, vorsätzlich bis vor einigen Tagen zurück hielt (u.a. um den Volksentscheid zu beeinflussen), jetzt, wo bekannt ist, dass die Gewalt am ‚Schwarzen Donnerstag‘ nicht von den Demonstranten ausging und der unrechtmäßige Polizeieinsatz politisch gewollt war, jetzt, wo bekannt ist, dass der unterirdische S21 Bahnhof eine geringere Leistungsfähigkeit aufweist als der vorhandene Kopfbahnhof und brandgefährlich ist, … sollten sich alle fragen, ob es nicht an der Zeit ist, Vernunft und Gemeinwohl in den Vordergrund zu stellen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass Ehrlichkeit in der Politik und Unabhängigkeit in Justiz und Berichterstattung zur Normalität wird? Wollen wir wirklich einen unterirdischen Bahnhof, der ohne den weiteren Betrieb des Kopfbahnhofes das jetzige und zukünftige Verkehrsaufkommen gar nicht bewältigen könnte? Also 2 Bahnhöfe parallel betreiben? Wer kann das verantworten, wer kann das bezahlen und wer kann das wirklich wollen?“
Termine: K21-Jahresabschlussfeier, Sa, 15.12., 19 Uhr, Besenwirtschaft Beck beim Neuen Friedhof. (Siehe extra Anzeige im Vorderteil). Nächste K21-Sitzung: Mi, 19.12., 20 Uhr, Gaststätte Traube Rom.

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Unrecht gegenüber S21 Kritikern. Hohe Ausstiegskosten wurden von Anfang an in Kauf genommen.

Leserbrief zu S21 Berichterstattung in der Stz vom
07. und 08.12.2012
-Spekulationen über immer höhere Kosten
-Unangenehme Fragen an Technikvorstand Kefer
-Aufarbeitung des 30.09.2012

Den Kritikern und Gegnern von S21 wurde in der Vergangenheit von Seiten der Politik als auch von Seiten der Medien massiv unrecht getan. Jetzt, wo bekannt wird, dass die DB AG Mehrkosten, die zur Sprengung des Kostendeckels führen, vorsätzlich bis vor einigen Tagen zurück hielt (U.a. um den Volksentscheid zu beeinflussen und die Ausstiegskosten noch weiter ansteigen zu lassen und S21 unumkehrbar machen zu wollen?), jetzt, wo bekannt ist, dass die Gewalt am Schwarzen Donnerstag nicht von den Demonstranten ausging und der unrechtmäßige, fehlgeplante und völlig überzogene Polizeieinsatz politisch gewollt war, jetzt, wo bekannt ist, dass der unterirdische S21 Bahnhof eine geringere Leistungsfähigkeit aufweist als der vorhandene Kopfbahnhof und brandgefährlich ist, … sollten sich alle Fragen, ob es nicht an der Zeit ist, Vernunft und Gemeinwohl in den Vordergrund zu stellen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass Ehrlichkeit in der Politik und Unabhängigkeit in Justiz und Berichterstattung zur Normalität wird? An CDU und SPD gerichtet: Es ist doch eine Tatsache, dass S21 jederzeit beendet werden kann und sogar muss, z.B. falls die Mineralwässer gefährdet werden. Oder ist dieses K.-o.-Kriterium noch eine weitere Täuschung der Politiker und Parteien? Wenn die Ausstiegskosten wirklich eine Rolle spielen würden, dann müssten zuerst die Bahnhofsgrube S21 und die Zugangsstrecken durch die mineralwassergefährdeten Gebieten planfestgestellt und tatsächlich fertiggebaut werden und erst nach deren erfolgreichem Gelingen all die anderen Bauvorhaben, oder? Wollen wir wirlich einen unterirdischen Bahnhof, der ohne den weiteren Betrieb des Kopfbahnhofes gar nicht in der Lage ist den jetzigen und zukünftigen Bedarf zu bewältigen? Wollen wir tatsächlich zwei Bahnhöfe parallel betreiben? Zumal S21 für sich alleine ja schon unwirtschaftlich (Rüdiger Grube) und unökologischer ist als der Kopfbahnhof. Wer kann das verantworten, wer kann das bezahlen und wer kann das wirklich wollen?

Thomas Bezler, Kernen

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Keine langen Speisewagen mehr nach Stuttgart

05.12.12 von http://railomotive.com/
Zum Fahrplanwechsel am 9.12. erhöht die Deutsche Bahn die Preise. Nach ZDF-Recherchen sind die Preise für Bahnreisen seit 2003 um 35 % gestiegen – bei einer Inflation von 16 %. Die immer gleichen, frei erfundenen Begründungen – Strompreise und manchmal auch Löhne – werden vom ZDF als Kostenlüge bezeichnet. Tatsächlich geht es um Profitmaximierung zu Lasten der Kunden. Das Interview mit Pro-Bahn-Sprecher Oomen macht außerdem deutlich, dass die DB AG hart am Rande ihrer Kapazitäten operiert. Was mich nicht überrascht.

Service ist bei der Deutsche Bahn Glückssache, manchmal hat man Glück und alles geht glatt. Zur Bahnhofsruine Stuttgart Hbf würde ich jedoch unter keinen Umständen fahren, denn dort steht man unter einem zugigen, einsturzgefährdeten Dach, durch das Schnee und Regen bis auf die Bahnsteige mit ihren Pfützen fällt. Als Weltkrieg-II-Kulisse muss Stuttgart aber erst noch entdeckt werden.

Und nun fahren ab dem Fahrplanwechsel (und bisher auch schon) keine langen IC-Speisewagen der Bauart WRmz mehr nach Stuttgart, melden Bahninsider auf Drehscheibe online. Nachdem die überlangen (27,5 m) Wagen dreimal auf Weiche 227 wegen Überpufferung entgleist sind, schafft DB Fernverkehr lieber die Wagen ab.

Ach ja, und Stuttgart 21 soll auch etwa eine Milliarde teurer werden als geplant, haben DB-Vorstand Kefer und zuerst der Spiegel herausgefunden. Die Stuttgarter Medien nehmen es völlig überrascht zur Kenntnis und haben den Propagandaverantwortlichen Dietrich gefragt. Es sei nur eine Prognose über zehn Jahre, soll der gesagt haben. Die Qualität der DB-Prognosen ist hinreichend bekannt.

Verkehrsminister Hermann hat übrigens die DB wieder nach den Kosten von Stuttgart 21 gefragt. Vielleicht kritzelt ihm Dr. Kefer, der auf der Abschussliste steht, ein paar Zahlen auf die Serviette.

Gestern hat sich die Landesregierung Baden-Württemberg vehement für einen Brandschutz in Ställen ausgesprochen, um Schweine zu schützen. Mit dem Schutz von Menschen hat sie’s nicht so, der fehlende Brandschutz bei Stuttgart 21 ist ihr weiter egal. Vielleicht schreibt Herr Kretschmann mal wieder einen Brief an Grube, dass er empört sei. Warum auch immer.

PS: Stuttgart 21 wird nur eine Milliarde Euro teurer? Entschuldigen Sie, wenn ich lache. Zehn Milliarden kommt eher hin!

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Stuttgart 21: Immer wütend, immer gut drauf

Zeitungsartikel aus der Waiblinger Kreiszeitung vom 22.11.2012
http://www.zvw.de/inhalt.stuttgart-21-s-21-immer-wuetend-immer-gut-drauf.2b6cd473-8100-49df-9458-84edfbbf67b3.html
Hier als PDF:
WKZ 12-11-22 Froehlicher Rems-Murr Widerstand
Hier noch ein Artikel aus der Fellbacher Zeitung:
K21 auf der 150. Montagsdemo
Peter Schwarz, vom 22.11.2012 00:00 Uhr

Waiblingen. Dem Widerstand gegen S 21 geht’s dufte, auch ein Jahr nach dem Volksentscheid. Der wutmuntere Protest hat sich zu einem regelrechten gegenkulturellen Sinnstiftungsprojekt ausgewachsen. Eine Zwischenbilanz vor der nächste Woche stattfindenden einhundertfünfzigsten Montags-Demo.

Was steht ihr Idioten immer noch da rum? Könnt ihr nicht endlich Ruhe geben! So was bekamen die S-21-Gegner oft zu hören, als sie Ende 2011 auch nach dem Volksentscheid einfach weitermachten. Aber dann ging der Frühling ins Land, der Sommer kam, jetzt ist es Herbst – und „das Bild hat sich deutlich gewandelt“, sagt der Schorndorfer Andreas Falk, „die Nachdenklichkeit ist größer geworden“: Leute, die früher bruddelnd an den Infoständen vorbeigingen, bleiben plötzlich stehen. Stellen Fragen. Manche sagen: Macht weiter so. Denn in diesem Jahr „haben sich ständig Dinge herausgestellt, die nicht funktionieren“, sagt der Waiblinger Klaus Riedel, „Dinge, die haarsträubend sind“, schiebt der Stettener Eberhard Kögel nach. Nur ein besonders irres Beispiel: Ein von der Bahn selbst bestelltes Gutachten ergab, dass der Brandschutz hinten und vorne nicht passt. Die Gegner hatten das schon immer gesagt.

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