ICE-Brand am 12.10. 2018 bei Montabaur

ICE Brand bei  Dierdorf und die Konsequenzen für Stuttgart 21 und die Bahn

 

Am 12.10.18 fing ein Intercityexpress des Typs ICE 3 auf der  Schnellbahn Strecke Köln Frankfurt

zwischen Bonn/Siegburg und Montabauer in Höhe Dierdorf  Feuer und in der Folge brannten 2 Waggons aus.

Laut Angaben der deutschen Bahn gab es seit 2008 insgesamt 39 Vorfälle von Branderscheinungen bei ICEs, von daher eigentlich nichts Ungewöhnliches, einer  von vier Brandfällen pro Jahr. Bei der Betrachtung der Brandursache ist das ARD Report Magazin aus Mainz, ich hatte letzten Montag auf die Sendung am 6.11.18 hingewiesen, allerdings auf eine mögliche Brandursache gestoßen, bei der nicht nur technisches Versagen in Frage käme, sondern auch ein bewusstes Ausschalten von Sicherheitseinrichtungen am ICE seitens der Bahn, das in diesem Fall mutmaßlich die Entstehung des Brandes mit verursacht haben könnte.

Nun kommt zum besseren Verständnis ein kleiner Ausflug in die Konstruktion und den Aufbau der ICE Züge. Die ersten beiden Baureihen des ICE, die 1991 erstmals in Betrieb genommen worden sind, waren aufgebaut wie ein klassischer Zug , vorne eine Lokomotive , wegen der hohen Geschwindigkeiten hier mit einer aerodynamischen Schnauze und hinten angehängte Waggons.

Mit der Einführung des ICE 3 änderte sich dies, es gab keine ziehende Lok mehr,  die Antriebseinheiten wurden unterflur auf die Waggons verteilt. Dies hat im Wesentlichen 2 Vorteile: bei gleicher Gesamtlänge können mehr Fahrgäste transportiert werden und der Zug hat eine höhere Traktion, ähnlich wie beim Allradantrieb im Auto. Diese Eigenschaft ist auf dieser Strecke besonders wichtig, denn sie weist Steigungen bis 40 Promille  auf, die in der gewünschten Geschwindigkeit von bis zu 300 Km/h nur vom ICE des Typs 3 bewältigt werden können.

Allerdings bedeutet dies  auch, anders als bei einer Lokomotive, dass Fahrgäste über den Antriebseinheiten sitzen. Kommt es hier zu Rauchentwicklung oder Bränden im Antriebsstrang, sind die Passagiere unmittelbar betroffen. Von daher müsste man also davon ausgehen, dass alles technisch Machbare unternommen wird um die Sicherheit der über den Komponenten sitzenden Reisenden zu garantieren.

Leider scheint dies nicht durchwegs der Fall zu sein. In nur einer der 3 Baureihen vom ICE 3 befinden sich Brandmelder , sodass der Lokführer während der Fahrt einen Brand nicht sofort erkennen kann und wie hier in Dierdorf der Sensor Namens Fahrgast den Brand entdeckt und die Notbremsung eingeleitet hat.

Nun stellt sich die Frage: was kann bei einem Elektro Antrieb eigentlich brennen?

Um möglichst viel Leistung verlustarm übertragen zu können, wird die Oberleitung mit einer Spannung von 15000 Volt betrieben, die Motoren Ihrerseits können aber nur mit einer Spannung von 1000 Volt arbeiten. Folglich muss die Spannung runter transformiert werden. Zur Isolation des Transformators und um die dabei entstehende Abwärme abführen zu können, ist der Trafo mit Öl befüllt,  beim ICE Trafo sind dies  satte  1500 Liter Öl, brennbares Öl. Bis in die 80 ziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden schwer entflammbare PCB haltige Öle verwendet. Diese  wurden aber wegen Ihrer Giftigkeit aus dem Verkehr gezogen. Das Gelände der ehemaligen Trafo Union in Canstatt musste aus diesem Grund langjährig dekontaminiert werden bevor das Carrée dort errichtet werden konnte.

Der Ausbreitungsherd des Brandes beim Unglückszug von Dierdorf deutet darauf  hin, dass eben jenes Öl Feuer gefangen haben kann. Denkbar wäre hier, dass die hohe Beanspruchung der steilen Strecke oder auch ein Kurzschluss im Transformator zu einer Überhitzung des Öles und somit zu einem Druckanstieg geführt haben könnte. Um diese Gefahr zu erkennen wird an solchen Trafos ein Schutzrelais verbaut, das nach seinem Erfinder Max Buchholz genannte Buchholzrelais.. Bei geringem Druckanstieg sendet es dem Lokomotivführer ein Signal, dass er die Leistung reduzieren soll, bei starkem Druckanstieg schaltet es den Trafo ganz ab.  Wird der Trafo nach einer Wartung mit frischem Öl befühlt , befindet sich am Anfang einfüllbedingt noch Luft in dem System, die In Folge einen Druckanstieg auslösen kann, ohne das der Trafo schon überhitzt ist, es käme also zu einer Abschaltung ,ohne dass ein Defekt vorliegt.  Dies  ist natürlich unerwünscht und der Verdacht liegt nahe, dass das Buchholzrelais nach einem Ölwechsel überbrückt wird , wobei damit billigend in Kauf genommen wird, das es im Falle einer tatsächlichen Überhitzung und Gefahr, diese nicht detektiert werden kann.

Sollte dies so zutreffen, setzt die Bahn hier das Leben Ihrer Fahrgäste aufs Spiel.

Report Mainz hat auf mehrfaches Nachfragen von der Bahn bestätigt bekommen, das bei den Baureichen ICE 1 Und ICE 2 nach Ölwechseln für 10 Tage das Buchholzrelais überbrückt wird. Die Bahn bestreitet jedoch, dass dies auch bei der Baureihe des ICE 3 geschieht. Report Mainz liegt hingegen die Aussage eines Lokführers vor, dass ihm auch beim ICE 3 überbrückte Buchholzrelais begegnet sind, weitere Lokführer bestätigen Ihm diesen Sachverhalt.

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfälle hat die Ermittlungen aufgenommen.  Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind und ein Prüfbericht veröffentlicht wird, kann es aber Jahre dauern

Bahn Personenverkehrsvorstand  Berthold Huber hat angekündigt, dass alle rund 60 ICE3 der Baureihe 403 einer Sonderprüfung unterzogen werden und danach auch alle ICEs der älteren Baureihen.

Das ist schön, kann uns allerdings aus mehren  Gründen  nicht beruhigen.

Zum Einen hat die Bahn nicht genügend rollendes Material, um den Ausfall der ICE 3 Flotte zur Nachrüstung von Sicherheitstechnik zu kompensieren,  wahrscheinlich fehlen auch geeignete Betriebshöfe für die Arbeiten, da die Bahn seit 1991 ein Bahnbetriebswerk nach dem Anderem schließt.

Viel entscheidender jedoch ist der Umstand, dass ein Großteil der Brandereignisse gar nicht durch technische Defekte ausgelöst wird, und somit also auch nicht durch technische Maßnahmen verhindert werden kann.

Wenn ich also einen Brand nicht immer verhindern kann, dann muss ich wenigstens verhindern, dass er Schaden anrichten kann und Schwupp die Wupp wären wir bei Stuttgart 21 und seinen Tunneln.

Die Sendung Report Mainz hat sich  allerdings nicht mit den Auswirkungen eines Brandes  im Tunnelsystem des Tiefbahnhofes beschäftigt, obwohl hier bedingt durch die starke Steigung im Filderaufstiegstunnel auch eine enorme Beanspruchung der Transformatoren mit der damit verbundenen Gefahr der Überhitzung besteht.

Nach einem Brand im Eurotunnel 1996 musste eine  Röhre für 7Monate gesperrt werden,  träte dieser Fall auch bei Stuttgart 21 ein,  Oje.

Auf die generelle Unzulänglichkeit des Brandschutzes bei Stuttgart 21 haben wir ja schon mehrfach hingewiesen,  zuletzt bei einer Infoveranstaltung im Stuttgarter Rathaus am 29.10.18, wo die Risiken sehr eindrücklich beschrieben worden sind. Insbesondere sollte sich jeder Verantwortlich der Bahn die Rauchausbreitung in einer verengten Tunnelröhre anschauen wie sie Frau Dr, Grewoll aufgezeigt hat, schon nach wenigen Minuten befindet sich der giftige Rauch in Kopfhöhe der in Panik flüchtenden

Am 12.12.18,  wenn die Aufsichtsratssitzung der Bahn stattfindet, werden wir das aktuelle Brandschutzgutachten in Berlin dem Pressesprecher der Bahn übergeben.

Der Brand in Dierdorf hat gezeigt wie real die Gefahr eines Zugbrandes ist und das sich ein solches Szenario im Tunnelsystem 21 nicht beherrschen ließe. Und wenn man etwas nicht beherrscht, darf man es eben nicht tun!

Deshalb lassen wir nicht locker und kämpfen im Interesse aller BahnfahrerInnen  dafür,  dass wir ewig, safety first, Oben Bleiben

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Gartenschau (1)

ÖPNV-Konzept für die Gartenschau (1)

Vergangene Woche waren 2 VertreterInnen von K21 und BUND zu einem Termin bei der ÖPNV-Referentin der Gartenschau GmbH in Schorndorf. Zur Erinnerung: Wir hatten vor 4 Jahren an Schorndorf ein Konzept übermittelt, das vorsah, für den Transport der BesucherInnen der IKG weitgehend auf Busse und Bahn zu setzen und nicht auf den Individualverkehr. Dabei sollte die S2 (bzw. weiterführend die Lokalbahnen bis Schwäbisch Hall) zur zentralen Transportachse werden. Leider fiel dieser Vorschlag nicht auf fruchtbaren Boden. Hier wurde eine große Chance vertan.

Immerhin gibt es „kleine“ Verbesserungen. So kann während der Gartenschau (IKG) im gesamten Gartenschaugebiet mit einem einheitlichen Ticket gefahren werden. Mit dem VVS und OstalbMobil gibt es nämlich 2 verschiedene Verkehrsverbünde. Seither waren für eine Fahrt z.B. von Rom nach Böbingen a.d. Rems verschiedene Tickets notwendig. (Wir hatten ein einheitliches Ticket von 2,50 € für den gesamten IKG-Bereich vorgeschlagen).

Nach wie vor unbefriedigend ist die Situation für Menschen mit Behinderungen und für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Denken Sie nur an die Situation am Bahnhof in Rom (und an weiteren Bahnhöfen) mit der 30 cm hohen Einstiegshürde und dem großen Spalt. Viele Haltestellen haben keinen Aufzug. Oder diese sind ständig kaputt, wie gerade wieder in WN auf dem Murr-Bahnsteig. Während der IKG müsste die Bahn eigentlich einen 24-Stunden-Service stellen, wo die Fahrstühle sofort reparieren kann.

Hier soll dadurch Abhilfe geschaffen werden, dass an den Höhepunkt-Wochenenden in den jeweiligen Gemeinden HelferInnen am Bahnsteig stehen, die den Fahrgästen beim Ein- und Ausstieg behilflich sein sollen. Unzureichend, aber besser wie nichts. (Forts. folgt)

Unsere nächste Sitzung

Montag (!), 19.11., 20 Uhr, TV-Heim. Gäste herzlich willkommen.

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Nr. 3 – Rundgang Barrierefreiheit

In den letzten Wochen berichteten wir über unseren Rundgang zur Barrierefreiheit in Stetten. Dabei haben wir uns die wichtigsten Übergänge und Zugänge zu Gebäuden angeguckt. Unter dem Gesichtspunkt, wo es gut ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, insbesondere für Menschen, die mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind. Hier der Schluss (in Auszügen):

Eingang Volksbank
gut
Klosterstraße – Querung Bachstraße
Hier ist abzuwarten, wie die Situation sich nach Fertigstellung der Baumaßnahme darstellt. Insbesondere auch die Führung für Blinde und Sehbehinderte, die von der Diakonie/aus der Seedammstraße kommen und die Klosterstraße überqueren wollen.
Eingang Apotheke
gut
Querung Klosterstraße vor (renoviertem) Haus Wilhelm
gut.
Fußgängerweg (FGÜ) Klosterstraße (vor Pizzabäcker)
gut
FGÜ Jugendzentrum (Klosterstr. 20)
Nullabsenkung fehlt
Querung Grüntorstraße an Klosterstraße
Fast Null. Unübersichtliche Situation für FußgängerInnen, wenn Autos von der Diakonie her kommen und mit höherer Geschwindigkeit in die Pommerstraße einbiegen. Auch wegen der dort befindlichen Hecke
FGÜ Haltestelle Diakonie
Nullabsenkung fehlt. Haltestelle soll umgebaut werden, dann evtl. Verbesserung.
Fußgängerfurt bei Haltestelle Diakonie
Mittelinsel auf Null, an den beidseitigen Gehwegen fehlt Nullabsenkung
Querung Gartenstraße oberhalb Haltestelle Diakonie
Auf südlicher Seite (oberhalb Haltestelle) hoher Bordstein mit Wasserrinne. Ganz schwierig für RollstuhlfahrerInnen.

Sie sehen: viel hat sich schon getan, einiges ist noch zu tun. Wir haben unsere Beobachtungen und Vorschläge an die Gemeindeverwaltung übermittelt, als Grundlage für einen noch zu erstellenden Wegeplan. Wir hoffen, dass sie bei der nächsten Sitzung des AK Barrierefreiheit im Januar 2019 diskutiert werden.

 

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Rundgang Barrierefreiheit

Vor 2 Wochen berichteten wir erstmals über unseren Rundgang zur Barrierefreiheit in Stetten. Dabei haben wir uns die wichtigsten Übergänge und Zugänge zu Gebäuden angeguckt. Unter dem Gesichtspunkt, wo es gut ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, insbesondere für Menschen, die mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind. Hier die Fortsetzung (in Auszügen):

Fußgängerüberweg (FGÜ) in Frauenländerstraße Höhe Naturbad. Dieser FGÜ ist stark frequentiert. Sowohl von Behinderten, die ins Naturbad oder zu einem Spaziergang gehen, als auch von BewohnerInnen der Tannäcker (viele Rollatoren) auf dem Weg ins Dorf. Nullabsenkung erforderlich.

Ausgang Weg Diakonie auf Tannäckerstraße, Höhe Rosenstraße
Dieser Weg wird von vielen Behinderten benutzt, die von der Werkstatt Mercedesstraße über die Rosenstraße in Richtung Haltestelle „Diakonie“ gehen. Hier ist eine steile Rampe angeteert, die mit Rollstühlen und Rollatoren nur mit großer Mühe überwunden werden kann. Nullabsenkung erforderlich.

FGÜ in Kirchstraße am Sportplatz
Inzwischen gut

Eingang REWE
Inzwischen gut

Kreisverkehr beim „Idler“
Gute Lösung für FGÜ auf Südseite. Östlich einigermaßen befriedigend (Übergang vom Gasthaus „Linde“ zur Bäckerei). Gänzlich unbefriedigend ist die Situation auf der Südseite (Querung der Kirchstraße zum Schreibwarenladen). Stark frequentiert. Nullabsenkung erforderlich

Querung Kirchstraße vor Ev. Kirche
Die jetzige Pflasterung vor der Ev. Kirche und hoch Richtung Obergaß/Hindenburgstraße ist für Rollstühle und Rollatoren äußerst ungeeignet. Genauso wie auch die Pflasterung vor Kirche auf dem Weg zum Alten Rathaus (Verwaltungsstelle Stetten).

Eingang Verwaltungsstelle Stetten + Bücherei
Hier ist direkt vor der Türe ein halbrunder Absatz, der für Rollstuhlfahrer zu hoch ist. Dies sollte dringend geändert werden. (Forts. folgt).

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ICEs können brennen?

Brennende ICEs

Vor 2 Wochen brannte bei Montabaur der ICE 511 zwischen Köln und Frankfurt. Gottseidank fand der Brand auf offener Strecke statt und die Evakuierung der 500 Fahrgäste ging ohne größere Probleme und ohne Verletzte vonstatten.

Damit fand etwas statt, was die Brandschutzexperten den Deutschen Bahn bei der Schlichtung zu Stuttgart 21 im Jahre 2010 immer ausgeschlossen hatten: nämlich ein technischer Defekt, der zum Vollbrand eines ICE-Zuges führt. Was wäre, wenn ein derartiger Brand in den 60 km Zulauftunneln zum Kellerbahnhof in Stuttgart stattfände? Dort sollen ab 2025 täglich Hunderte von Zügen rollen.

Bei der Schlichtung hatte Klaus-Jürgen Bieger, der Brandschutzexperte der DB, gesagt „dass es bei den ICEs nicht zu einem Brand kommen kann, aufgrund der Werkstoffauswahl und wegen der Kapselung der Anlagen“. Ja, Pustekuchen, der ICE 511 brannte lichterloh. Die spektakulären Fotos dazu finden Sie ohne Probleme im Internet.

Da es sich dabei um einen Metallbrand handelte, konnte dieser nicht mit Wasser gelöscht werden, sondern die Feuerwehr musste Löschschaum einsetzen. Im Stuttgarter Fildertunnel, mit 9,5 Kilometern längster S 21-Tunnel, ist eine „nasse“ Löschleitung vorgesehen – also mit Wasser gefüllt. Vor dem Löschen muss der Zug bzw. die Strecke spannungsfrei gemacht werden. (Sie erinnern sich – das war auch beim Brand im Römer Industriegebiet direkt neben den Bahngleisen der Fall). Eine Notfallerdung bei einem Vollbrand in einem Tunnel ist so gut wie ausgeschlossen. Stellen Sie sich vor, Sie säßen im Tunnel in einem brennenden Zug.

Am Mo, 29.10., 19:30 Uhr findet dazu unter dem Titel „Scheitert S 21 am Brandschutz?“ eine Veranstaltung im Rathaus Stuttgart statt. U.a. mit Hans-Joachim Keim, Brandschutzexperte der Tunnelkatastrophe von Kaprun.

Unsere nächste Sitzung

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Barrierefreiheit

Vorbildgemeinde Barrierefreiheit

In den letzten Jahren hat sich Kernen immer mehr in Richtung Mustergemeinde Barrierefreiheit entwickelt. Ein wichtiger Teilbereich dabei sind die Nullabsenkungen an Überwegen. Von allen Menschen mit Behinderungen, Rollstuhl- und RollatorfahrerInnen, Menschen, die mit Kinderwagen oder mit Gepäck unterwegs sind, wird diese Entwicklung sehr gelobt. Doch die Situation ist verbesserungsfähig.

Deshalb hat K21 Kernen einen Rundgang in Stetten gemacht, um die noch zu verbessernden Stellen aufzulisten. Diese Liste wird nun der Gemeinde übermittelt, damit sie bei der nächsten Sitzung des „Arbeitskreis Barrierefreiheit“ diskutiert werden kann.

Wir veröffentlichen Auszüge aus dieser Aufstellung

Begonnen haben wir den Rundgang bei der Werkstatt der Remstalwerkstätten in der Mercedesstraße. Dort arbeiten über 100 Menschen mit Behinderungen. Viele gehen zu Fuß zur Arbeit und wieder zurück. Für diese FußgängerInnen gibt es eine gefährliche Stelle direkt vor der Werkstatt. Hier müssen sie die Frauenländerstraße überqueren. Es kam dort bereits zu einem Beinahe-Unfall. Hier sollte ein Fußgängerüberweg (FGÜ) angelegt werden. Nun heißt es seither, dass in Tempo 30 Zonen keine FGÜs angelegt werden dürfen. Aber es gibt eine Sonderregelung. Wir zitieren aus einem Vortrag von Gerhard Scholl von der Obersten Straßenverkehrsbehörde Baden-Württemberg: „ FGÜ kommen in Tempo-30 Zonen bei Gefährdung besonders schutzbedürftiger Personen, die eine Straße regelmäßig an einer bestimmten Stelle überqueren, unabhängig von der Anzahl der schutzbedürftigen Personen und bei Haltestellen grundsätzlich in Betracht, wenn anders ein Schutz nicht erreichbar ist.“

Siehe Webseite des Verkehrsministeriums www.vm.baden-württemberg.de, Suchbegriff „Fußgängerfreundlich über die Straße“ eingeben.

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Stuttgart 21 -Debatte“Kombibahnhof“ versus „Umstieg 21“

 

  1.  Ein Auszug von einer Stellungnahme von Winfried Wolf auf einen Leserbrief auf den Artikel Winfried Wolfs „Schienenverkehrsverhinderungspolitik“. Die ganze Stellungnahme ist zu lesen unter www.nachdenkseiten.de, erschienen am 08.10.2018
  2. Sunk costs
    Oder: Haste Scheiße am Bein, haste Scheiße am Bein.

    Die klassische Betriebswirtschaft kennt den Begriff der sunk costs; der versenkten oder verlorenen Kosten: Bei einem Projekt, das als grundsätzlich unwirtschaftlich identifiziert wird, darf der Unternehmer nicht argumentieren „Aber ich hab doch bereits so und so viel in die Sache investiert“. Beim BUND „Es wurden doch so und so viele Tunnelkilometer gebohrt“. Es müssen dann vielmehr die Kosten der Fehlinvestition komplett abgeschrieben und die Entscheidung eines Ausstiegs ohne Berücksichtigung dieser Kosten getroffen werden.

    Just so verhält es sich bei S21. Wenn das Projekt als unwirtschaftlich erkannt wird, muss es gestoppt werden – ohne Rücksicht auf bereits getätigte Investitionen. Wenn das Projekt zusätzlich als extrem riskant beurteilt wird, muss es erst recht umgehend beendet werden – weil es unwirtschaftlich und weil es zu riskant ist.
    Eine Umweltorganisation müsste noch ergänzend die Frage stellen: Ist das Projekt S21 schädlich für die Umwelt, für das allgemeine Klima und für das Stadtklima? Da all dies zutrifft, wäre auch von dieser dritten Seite aus ein klares „Nein“ zum Projekt und ein deutliches „Ja“ zum Ausstieg zu formulieren.
    Tut man dies nicht, dann gilt: Haste Scheiße am Bein, haste Scheiße am Bein. Ein oberirdischer Bahnhof mit acht Kopfbahnhofgleisen verknüpft mit 100 Prozent (oder 95 Prozent) S21-Tiefbahnhof minimiert höchstens unwesentlich die Unwirtschaftlichkeit des S21-Bahnhofs und reduziert nicht die Risiken, die mit S21 verbunden sind. Da ein solcher Bahnhof laut BUND sogar nochmals „etwas teurer“ wird, könnte er sich am Ende als noch unwirtschaftlicher erweisen.

    Ein Beispiel aus der Privatwirtschaft. Der Konzern ThyssenKrupp hat jüngst festgestellt, dass die Investitionen des Konzerns in Stahlwerke in den USA und in Brasilien Fehlinvestitionen sind. Diese Anlagen werden auf Dauer unwirtschaftlich sein. Die Konzernleitung beschloss 2017 den kompletten Ausstieg. Dabei ging es um mehr als acht Milliarden Euro (!), die derart in den Sand gesetzt wurden. Wobei hinzuzufügen ist: Die Konzernführung rang mit dieser Entscheidung ein knappes Jahrzehnt lang. Natürlich auch – ähnlich wie im Fall S21 – weil das Argument der bereits getätigten gigantischen Investitionen diese Entscheidung erschwerte. Doch die ThyssenKrupp-Konzernführung konnte sich am Ende zu diesem Schritt durchringen – und die „sunk costs“ als solche erkennen und in Gänze abschreiben.

    Inzwischen (seit April 2018) haben wir – und dies ist erstmals, seit Stuttgart21 im April 1994 vorgestellt wurde, der Fall! – das offizielle Eingeständnis seitens des Bahn-Managements: S21 ist unwirtschaftlich. Wir wissen (seit Juni 2018), dass die Wiederaufnahme des S21-Projekts unter Mehdorn dadurch zustande kam, dass der Bahn ein 15-Jahres-Nahverkehrsvertrag zugeschanzt wurde, mit dem sie einen Sondergewinn in Höhe von rund einer Milliarde Euro einfuhr. Wir haben die Erkenntnis, dass die S21-Kosten sich auf einer nach oben offenen Skala bewegen. Und wir haben die Erkenntnis, dass S21 mit enormen Risiken (Anhydrit; Überflutungsgefahr) verbunden ist.

    Es gebietet da die Vernunft, Klartext zu reden: Baustopp und ein optimierter Kopfbahnhof sind angesagt. Das Mindeste ist, die Konzeption Umstieg21 muss ernsthaft geprüft werden.

    Wenn dies der BUND nicht tut, wenn dieser seit mehr als vier Jahren immer wieder aufs Neue und entgegen den eigenen Einsichten denen in den Rücken fällt, die die sachlichen Argumente gegen S21 weiter vortragen und diese weiter auf die Straße tragen, dann spielen hier andere Motive eine Rolle. Letzten Endes schadet die Führung des BUND damit den Interessen der BUND-Mitgliedschaft. Auf diese Weise trägt man zur Demoralisierung der Mitgliedschaft und zum Verlust von Engagement bei.

    Denn natürlich muss alles getan werden, damit die wichtige Umweltorganisation BUND erhalten und gestärkt wird. Doch das Verhalten der Führung des BUND Baden-Württemberg in Sachen Stuttgart21 schwächt seit 2014 diese Organisation immer wieder aufs Neue.[8]

    Der neue Appell zum Ausstieg aus Stuttgart 21 wurde erstmals auf den NachDenkSeiten am 31. Juli vorgestellt. Dort wurde auch mitgeteilt, dass dieser an den Bundestag gerichtete Appell in der Frankfurter Allgemeinen Zeitungveröffentlicht werden würde. Es sprach viel dafür, dass die S21-Betreiber zeitnah einen Entlastungsangriff fahren würden, um vom eigentlichen Kern der Sache – der prinzipiellen Kritik am Monsterprojekt Stuttgart 21 – abzulenken.
    Die Präsentation des Altmodells Kombibahnhof exakt zehn Tage vor der Veröffentlichung des Appells zum S21-Ausstieg in der FAZ wirkte dann wie dieser zu erwartende Entlastungsangriff. Die Deutsche Bahn AG befindet sich beim Thema Stuttgart 21 erheblich in der Defensive. Das demonstrierte sie auch dadurch, dass am 29. September 2018 die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die als Standard in den ICE-Abteilen der Ersten Klasse ausliegt, nicht verfügbar war. In dieser Ausgabe war der Appell zum Ausstieg aus Stuttgart21 abgedruckt.

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Neues vom VVS

Neue Mobilitätsnummer des VVS

Seit 1.10.18 bietet der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) eine neue, regionale Mobilitätsnummer. Diese Telefonauskunft wurde im Rahmen des Programmes RegioWIN geschaffen. Ziel ist es, in verschiedenen Kommunen der Region regionale Mobilitätspunkte aufzubauen, die klassische und neue Mobilitätsformen im Umweltverbund verknüpfen sollen und eine Drehscheibe zwischen Bus und Bahn, Fahrradverkehr und Angeboten wie Auto- und Fahrrad-Teilen bieten.

Unter der Telefonnummer 0711.320 66 222 erhalten Sie Auskunft über Fahrpläne oder Tarife von Bus und Bahn. Informiert wird auch über Park+Ride Plätze und Anschluss-Taxis.

Und zwar rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche. Wir haben es ausprobiert und nachts um 2 Uhr dort angerufen. Es ging tatsächlich jemand ans Telefon. Allerdings hatte der gute Mann schon geschlafen. In der Nacht gibt es nämlich einen Bereitschaftsdienst von zuhause aus. Wenn niemand anruft, können die KollegInnen sich durchaus auch aufs Sofa legen und schlafen. Aber die meisten Anrufe dürften sicherlich tagsüber kommen. Probieren Sie es halt mal aus. Ansonsten gibt es für alle Arten von Fahrplanauskünften die Webseite www.vvs.de

Bahnchef Lutz: Fahrt in die Pleite

Vorletzte Woche waren wir – wie jedes Mal – bei der Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn (DB) in Berlin. Bahnchef Lutz hatte kurz davor eine „qualifizierte Ausgabensteuerung“ ankündigen müssen. Sprich: Ausgabensperre. Die DB-AG steht kurz vor der Verschuldungsobergrenze von 20 Mrd. € (= Pleite). Im Gründungsjahr 1994 hatte sie mit Null angefangen. Eine reife Leistung der seitherigen DB-Bosse. Einer so unfähig wie der andere. Die Rede unseres Mitstreiters Michael Becker bei der 435. Montagsdemo über die Berlin-Fahrt gibt es im Internet: www.youtube.com/watch?v=vUBtIiUPiXc

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Wer den Deutschland Takt will muß Stuttgart 21 aufgeben

Der neue „Deutschlandtakt“ der Bahn kann nicht funktionieren, solange am Projekt Stuttgart21 festgehalten wird – zumindest nicht für die täglich Hunderttausenden Fahrgäste im Raum Stuttgart und in der gesamten Südwestregion. Ein offener Brief an den Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer. Von Winfried Wolf.

Sehr geehrter Herr Minister Scheuer,

mit großem Interesse nehmen wir zur Kenntnis, dass Sie nunmehr die Konzeption eines Integralen Taktfahrplans zu Ihrer Sache machen und den „Deutschlandtakt“ im Schienenverkehr des Landes umsetzen wollen. Und mit Freude stellen wir fest, dass Sie dafür einen recht ambitionierten Zeitplan aufstellten, indem nach Ihren Vorstellungen mit den Investitionen für das Projekt bereits 2020 begonnen werden und der gesamte Deutschlandtakt dann 2030 verwirklicht sein soll. Bei den Streckenführungen und Zeiteinsparungen, die mit dem Deutschlandtakt verbunden sein sollen, sagten Sie unter anderem, dass „die Fahrtzeiten zwischen Stuttgart und Hamburg von derzeit 5:10 Stunden auf 4:27 Stunden reduziert“ würden.

Wir müssen Sie darauf aufmerksam machen, dass das zumindest für die täglich Hunderttausende Fahrgäste im Raum Stuttgart und in der gesamten Südwestregion dann nicht klappen kann, solange Sie am Projekt Stuttgart21 festhalten. Der damit geplante Tiefbahnhof verkleinert die Kapazität des Knotenbahnhofs Stuttgart um gut 30 Prozent. Für einen Betrieb nach Deutschlandtakt werden ihm mindestens sechs Gleise fehlen. Damit würde ein Deutschlandtakt im gesamten Südwesten verunmöglicht. Das wurde jüngst vom Vertreter des VCD Baden-Württemberg, Matthias Lieb, in der Anhörung des Bundestagsverkehrsausschusses zum Ausstieg aus S21 am 11. Juni 2018 bestätigt. Das bestätigte auch die Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg, Brigitte Dahlbender, in einer Pressemitteilung am 18. September 2018. Beide argumentierten, dass deshalb ein Teil des Kopfbahnhofs bestehen bleiben müsse.

Wir gehen einen Schritt weiter und fordern einen Ausstieg aus S21 und die Prüfung der Konzeption „Umstieg21“. Wir übermittelten in diesem Sinn dem Bundestag am 29. September 2018 einen Appell (abgedruckt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am gleichen Tag), in dem wir die notwendige Aufgabe von Stuttgart21 direkt mit Ihrem Ziel Deutschlandtakt verbanden und schrieben: „Das sinnvollste Schienenprojekt, ein bundesweiter Taktfahrplan („Deutschlandtakt“), würde in der Region mit dem Flaschenhals S21 unmöglich gemacht. Damit werden die klimapolitischen Verpflichtungen im Südwesten massiv verfehlt.“

Wir fordern Sie dazu auf, die Konsequenz aus Ihrer begrüßenswerten Parteinahme für den Deutschlandtakt zu ziehen und den Ausstieg aus Stuttgart21 zu verfügen. Mit den damit eingesparten 4 bis 5 Milliarden Euro ließe sich bereits ein Teil der Investitionen für einen Deutschlandtakt realisieren.

Hochachtungsvoll – und stellvertretend für die 2600 Personen, die den Appell „Ausstieg aus Stuttgart21“ unterzeichneten (siehe FAZ vom 29. September 2018):

Prof. Karl-Dieter Bodack (Gröbenzell) / Dr. Christoph Engelhardt (München) / Klaus Gebhard (Stuttgart) / Klaus Gietinger (Saarbrücken) / Johannes Hauber (Mannheim) / Prof. Wolfgang Hesse (München) / Dr. Bernhard Knierim (Werder) / Prof. Dr. Hermann Knoflacher (Wien) / Sabine Leidig (Kassel) / Peter Lenk (Bodman, Ludwigshafen) / Volker Lösch (Berlin) / Albrecht Müller (Pleisweiler) / Dr. Eisenhart von Loeper (Nagold) / Prof. Dr. Heiner Monheim (Malente) / Christine Prayon (Stuttgart) / Dr. Werner Sauerborn (Stuttgart) / Walter Sittler (Stuttgart) / Dr. Winfried Wolf (Wilhelmshorst)

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Luftreinhalteplan und Verbot von Euro 4 Diesel

Am So, 23.9. fand am Neckartor eine Demo für einen Autofreien Sonntag statt. Dort hielt Joseph Michl vom Landesnaturschutzverband eine Rede, aus der wir Auszüge veröffentlichen: „Wegen der hohen Schadstoffwerte  hat die Landesregierung einen Prozess nach dem anderen gegenüber klagenden BürgerInnen verloren. Die Luft in Stuttgart ist schlechter als es das Gesetz erlaubt. Nur wegen des gerichtlichen Zwanges hat das Land einen neuen Luftreinhalteplan entworfen. Diesen können Sie unter www.stuttgart.de/luftreinhalteplan nachlesen. Bis zum 12.10. können Sie unter luftreinhaltung@rps.bwl.de auch Stellung dazu nehmen.
Der Luftschadstoff, der am meisten Probleme verursacht, ist Stickstoffdioxid. Die wesentliche Maßnahme des nun vorliegenden Entwurfs ist das Fahrverbot für alle Diesel-Fahrzeuge mit Abgasnorm kleiner Euro 5. Vereinfacht können Sie davon ausgehen, dass etwa die Hälfte der Fahrleistung in Stuttgart durch Diesel-Fahrzeuge erbracht wird. Nun muss man aber wissen, dass die Grenze zwischen Euro 4 und 5 recht willkürlich gezogen ist. Ein sauberer Euro 4 Diesel stößt weniger Stickoxide aus als ein dreckiger Euro 5. Nutznießer einer solchen Unterscheidung wäre zudem ausgerechnet die Autoindustrie, die im Stil des organisierten Verbrechens diesen Betrug auf Kosten unserer Gesundheit begangen hat. Stattdessen müsste sie den AutobesitzerInnen eigentlich Schadensersatz zahlen und auf eigene Kosten Nachbesserungen vornehmen.
Eine wirksame Verringerung der Schadstoffe und eine wirkliche Verkehrswende gibt es allerdings nur durch eine Entschleunigung des motorisierten Individual-Verkehrs. Der Kfz-Verkehr würde dadurch leiser, sicherer und bräuchte weniger Platz. Fußgehen, Radfahren + ÖPNV würden gegenüber dem Auto an Attraktivität gewinnen“.
Unsere nächste Sitzung
Mi, 10.10., 20.30 Uhr, TV-Heim
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Einfach gut – UNSER X20!

Fahrplanänderungen beim X20
Im letzten MB vor der Sommerpause hatten wir über die erfreulichen Fahrgastzahlen auf der Expressbuslinie X20 berichtet, die Anfang Juli im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart (VRS) vorgestellt wurden.
Bei dieser Sitzung wurde auch beschlossen, zum Fahrplanwechsel am 1.12.2018 am Nachmittag früher im Halbstundentakt zu fahren bzw. diesen abends zu verlängern. Dieser beginnt nun bereits um 14 Uhr und endet um 19 Uhr. (Danach wieder Stundentakt).
Auch die Abfahrtszeiten in Waiblingen bzw. Esslingen ändern sich. So fährt ab Dezember der X20 zur Minute  .06 (in der Hauptverkehrszeit HVZ auch Minute  .36) in WN Bahnhof ab (seither Minute  .52 und Minute  .22 in HVZ), und wird auf die S2 von Stuttgart getaktet, die zur Minute  .59 bzw.  .29 aus Stgt ankommt).
Eine interessante Verbindung ergibt sich dabei um Mitternacht (für alle, wo abends in Stuttgart ausgehen). Ab Stgt Hbf um 23.45 (Ankunft WN um 23.59) wird mit 7 Minuten Übergang um 0.06 der X20 nach Rom, Stetten und ES erreicht. Die seitherige Rennerei entfällt damit. Und die Gesamtfahrzeit von Hbf nach Stetten beträgt somit 31 Minuten. Das kann mit dem Auto mithalten!
Einen bequemen und attraktiven Übergang auf den X20 gibt es auch von der S3, die um die Minute  .59 bzw.  .29 von Backnang bzw. Winnenden in WN ankommt.
Ein großes Lob an dieser Stelle an den VRS und die Fa. Schlienz, wo diese Verbesserungen ermöglicht haben!
Sitzung und Feschd
Unsere nächste Sitzung findet am Mi, 29.8. um 20 Uhr statt. Diesmal auf den Heidenäcker 1. (Oberhalb Pommergaß). Wir treffen uns schon vorher um 18 Uhr, zum gemütlichen Beisammensein. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Gäste sind herzlich willkommen. Wer’s nicht findet: kurz anrufen unter 42866. 
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Erfreuliches zum X20

Fahrgastzahlen beim X20
Am 4.7. fand eine Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region Stuttgart (VRS) statt. Mit dem TOP „Evaluation Expressbusse“. (Evaluation = Bewertung, Begutachtung). Die 3 Expressbuslinien X10 (Kirchheim-Flughafen), X20 (WN-ES) und X60 (Leo-Flughafen) wurden im Dez. 2016 eingeführt und die Fahrgastzahlen wurden nun erstmals für das komplette Kalenderjahr 2017 überprüft. Sowohl von Schlienz-Tours wie auch vom Verkehrsverbund Stuttgart (VVS). Dabei zeigte sich, dass die Betriebsqualität trotz Beeinträchtigungen durch Stau und hohe Verkehrsdichte durchweg hoch war. (Von den Staus sind vor allem die über die Autobahn führenden Linien X10 und X60 betroffen).
„Unser“ X20 hatte ursprünglich die schlechtesten Voraussagen in Bezug auf die Fahrgastzahlen und kam nur durch erhebliche Lobbyarbeit im Hintergrund zum Zug. So hatte der VVS nur 200 Fahrgäste/Tag prognostiziert. (700 für den X10 und 600 für den X60). Bei einer Zählung im Herbst 2017 kam der X20 dagegen auf 635 Fahrgäste (X10 auf 580, X60 auf 440). Der VRS schreibt dazu: „Die Ergebnisse des ersten Betriebsjahres können für den X20 als überaus positiv bewertet werden, überraschend für alle Beteiligten“. (Hört, hört!)
Beim X20 liegt der stärkste Abschnitt zwischen WN und Stetten, zwischen Stetten und ES ist er schwächer nachgefragt. Die besten Zahlen gibt es in der Hauptverkehrszeit zwischen 6:30 und 8:30 Uhr, wo der X20 halbstündlich verkehrt. Aber auch zwischen 13 und 15 Uhr und von 15:30 bis 19 Uhr ist ein erhöhtes Fahrgastaufkommen festzustellen. Allerdings gibt es Fahrten, wo niemand mitfährt.
Trotz des guten Zahlen sehen wir noch Verbesserungsbedarf und wir müssen unsere Bemühungen verstärken, dass mehr Menschen den Bus benutzen. Ab Dez. 2018 gibt es auch veränderte Abfahrtszeiten. (Mehr im nächsten MB).
K21 Sommerfest
Bitte Termin vormerken: Sa, 25.8.
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Aktuelles zu unseren Buslinien

Großes Lob für Bürgermeister
Ein großes Lob müssen wir unserem Bürgermeister Altenberger aussprechen. Unter der Überschrift „Freude bei Kernener Busnutzern“ meldete die WKZ am 26.7., dass es ab August 2019 eine Verbesserung der bestehenden Busverbindungen 211 + 212 und zusätzliche neue Verbindungen für Stetten und Rom gäbe. Sie zitiert den BM aus seiner Pressekonferenz vom Tag davor: „Es ist den jahrelangen Gesprächen zwischen Rathaus und dem Römer Busunternehmen Schlienz-Tours geschuldet, dass Anregungen und Wünsche Kernener Bürger in das vielfältig optimierte Verkehrsangebot mit eingeflossen sind.“
Neue Linien
Für Kernen wird es folgende neue Verbindungen geben: 1) Linie 224 von Rom über Waiblingen Süd (Remspark) zum Bhf Fellbach. Inklusive Ringverkehr in Rom. 2) Ein Rufbus, das „Römerle“, der bei Bedarf innerhalb Roms verkehrt und vor allem die südlichen Ortsteile anschließt. 3) Linie 226. Diese verkehrt stündlich von 7 bis 18 Uhr zwischen Stetten und der „Haldschdell“ Stetten-Beinstein und der Einkaufsstraße bzw. dem S-Bahnhof Endersbach. Sie schafft dadurch eine schnelle Verbindung von Stetten zur S-Bahn. (Und die Chance, dort morgens einen Sitzplatz in der S2 Richtung Stgt. zu bekommen).
Schulbus
Nun wird es an unserem Bürgermeister liegen, dass er in Zusammenarbeit mit der Fa. Schlienz und dem BM in Weinstadt eine Lösung für die SchülerInnen findet, die morgens zum Schulzentrum in Benzach bzw. weiterführend zur Waldorfschule Engelberg fahren. Z.B. dadurch, dass der 7-Uhr-Bus nach dem Halt am Bhf Endersbach noch einen Schlenker fährt, um die SchülerInnen in Benzach auszuladen. Wir sind überzeugt davon, dass unser BM dies auch noch schaffen wird. Andere Gemeinden würden sich die Finger danach lecken, wenn sie solch einen ÖPNV-Bürgermeister hätten
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Barrierefreiheit

Bericht über AK Barrierefreiheit (2)
Letzte Woche berichteten wir, dass es bei der Sitzung des „Arbeitskreises Barrierefreiheit“ der Gemeinde Kernen viel Lob gab für die bisher vom Bauamt durchgeführten Maßnahmen zur Nullabsenkung bei wichtigen Straßen-Übergängen.
Das heißt aber durchaus auch, dass es noch Verbesserungsbedarf gibt. So hätten z.B. beim Umbau des Adler-Kreisels in Rom gleich auch Nullabsenkungen und Orientierungsstreifen für Blinde angebracht werden können. Oder der Straßenbelag hätte so hochgeteert werden können, dass ein stufenloser Übergang von Gehweg zur Straße möglich ist. Auch die fehlenden Behindertentoiletten bei Festen (z.B. Sommerfest der Gemeinde) wurden angesprochen. Mit der Bitte, die VeranstalterInnen doch darauf hinzuweisen.
Es wurde beschlossen, in kleinen Arbeitsgruppen einen „Masterplan“ für Rom und Stetten zu erarbeiten: wo befinden sich die wichtigsten Ort im Dorf (Rathaus, Apotheke, Ärzte, Einkauf, Friedhof). Und wie sind diese barrierefrei zu erreichen. Wenn Sie dazu Vorschläge und Ideen haben, können Sie uns gerne schreiben (ebbe.kogel@talk21.com) oder anrufen, Tel. 42866
Bei der nächsten Sitzung des AK (möglichst im Herbst) soll auch dringend über die Gartenschauprojekte des nächsten Jahres gesprochen werden. Und inwieweit die einzelnen Attraktionen für Menschen mit Einschränkungen erreicht werden können. Hierzu gibt es einen Fragebogen, den die Gartenschau GmbH in Schorndorf an alle Gemeinden verschickt hat und der die wichtigsten Punkte auflistet.
Zur Barrierefreiheit gehört übrigens auch, dass die Webseite der Gemeinde (und eventuell auszufüllende Formulare) in „Leichter Sprache“ abgefasst sind. So dass sie für Menschen les- und ausfüllbar sind, die das komplizierte (Behörden-)Deutsch nicht so gut beherrschen.
Unsere nächste Sitzung
Mi, 1.8.18, 20 Uhr, TV-Heim. Gäste immer willkommen.
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Ganz aktuell! „Tunneldurchstich?“ nach Feuerbach

Zur sogenannten „Tunneldurchstichfeier“ am 17.07.2018 beim Hauptbahnhof an der Jägerstraße schrieb Herr Peter Müller am 18.07.2018 einen Brief an die BW-Wirtschaftsministerin Frau Hofmeister-Kraut. Hier der Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Hoffmeister Kraut,
erwartungsgemäß haben Sie nun doch an den Feierlichkeiten zum sogenannten „Durchstich“ des Feuerbacher Tunnels teilgenommen. Abgesehen davon, dass diese Feier den Steuerzahler zigtausende Euro gekostet haben dürfte, wissen Sie ja nicht einmal, was Sie überhaupt gefeiert haben.
Es ging bei diesem Spektakel lediglich um den Durchstich des Tunnels zwischen dem Nordkopf der zukünftigen Haltestelle Stuttgart 21 und dem Zwischenangriff Prag.
Wäre der Tunnel zwischen Jägerstraße und Bahnhof Feuerbach wirklich durchgebrochen, dann sollte ja in Feuerbach auch ein Tunnelportal zu sehen sein.
Aber das ist nicht der Fall.
Also sind auch Sie auf eine weitere Betrügerei der DB hereingefallen.
Allerdings bleibt Ihnen ein Trost: Wenn der Tunnel nach Feuerbach wirklich irgendwann durchbrochen wird und durchgehend begeh- bzw. befahrbar sein wird, werden Sie sicher zu noch einer weiteren Feier eingeladen.
Billiger wird Stuttgart 21 dadurch aber auch nicht.
Aber das interessiert außer den Befürwortern eines modernen Kopfbahnhofs sowieso niemanden.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Müller
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Stuttgart 21 – Demokratisch legitimiert?

Nachfolgend ein offener Brief am MP Kretschmann von Herrn Peter Müller:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
Sie werden nicht müde immer wieder mantrahaft zu wiederholen, dass „Stuttgart 21“ durch die Volksabstimmung demokratisch legitimiert sei. Da frage ich mich schon, welches Interesse Sie überhaupt an der Statd Stuttgart und dem Land haben.
Längst pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass das Immobilienprojekt „Stuttgart 21“ kriminell und mafiös ist aber Sie kennen anscheinend nur die Volksabstimmung.
Dass „Stuttgart 21“ von Anfang an als Immobilienprojekt geplant war und auch von Anfang an als höchst unwirtschaftlich deklariert wurde, ist Ihnen anscheinend egal.
Sie haben in Ihrem Amtseid geschworen, Schaden vom Land und seinen Bewohnern abzuwenden und tun jetzt das Gegenteil.
Wie kann ein „Landesvater“ ein Projekt unterstützen, das auf Jahrzehnte hinaus dem Land schaden wird, finanziell und verkehrstechnisch.
„Stuttgart 21“ war von Anfang an unwirtschaftlich, was auch den beteiligten Politikern und Bahnverantwortlichen längst vor Baubeginn bekannt war.
Spätestens seit der öffentlichen Anhörung vor dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur am 11. Juni 2018 im Paul-Löbe-Haus in Berlin sollte selbst dem letzten Befürworter klar geworden sein, dass „Stuttgart 21“ ein kriminelles Projekt ist.
Einen eindeutigen Beweis dafür liefert die Aussage von Dr. Thilo Sarrazin, der als Sachverständiger zu dieser Anhörung geladen worden war. Dr. Sarrazin war von März 2000 bis Dezember 2001 leitender Mitarbeiter der DB AG, zunächst Leiter der Konzernrevision und später Vorstand für Netzmanagement in der DB AG.
Dr. Sarrazin sagte wörtlich: „Als ich im März 2001 zur DB AG kam, fand ich ein Projekt „Stuttgart 21“ mit fortgeschrittenem Planungsstand vor, das aber praktisch eingefroren war, weil es als besonders unrentabel galt. Im Auftrag des damaligen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn … brachte ich damals alle großen Infrastrukturprojekte der Bahn in eine Rentabilitätsrangordnung und bemühte mich in diesem Zusammenhang um realistische Erkenntnisse zu ihren voraussichtlichen Kosten. Dabei nahm unter den großen Projekten „Stuttgart 21″ mit Abstand den hintersten Rangplatz ein.“
Weiterhin erklärte er: „Ich war deshalb erstaunt, als Mehdorn mir im Herbst 2000 erklärte, dass er die Planungen für das Projekt wiederbeleben wolle und mich beauftragte, die entsprechenden Verhandlungen mit dem Land und der Stadt zu führen. Nach seinen Bekundungen spielte dabei eine maßgebliche Rolle die Zusage des Landes Baden-Württemberg, im Falle einer Einigung die Nahverkehrsleistungen im Land pauschal an die DB zu vergeben.“
Soviel zu Dr. Sarrazin. Das komplette Wortprotokoll der Ausschusssitzung vom 11.06.2018 können Sie im Anhang verfolgen.
Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass das Land BW für diesen Nahverkehrsvertrag ca. 1 Mrd. € zuviel entrichtete. Man kann diese Summe getrost auch als Schmiergeld bezeichnen.
Um es noch einmal mit den Worten von Herta Däubler-Gmelin zu sagen, die es auf der Demo vom 07.07.2018 auf den Punkt brachte: „Alle, die damals (bei der Volksabstimmung) für S 21 waren, sehen sich heute getäuscht. Denn die Prognosen und Versprechungen sind ja nicht eingetroffen.“
Weiterhin sagte sie: „Seit der Anhörung im Deutschen Bundestag am 11.06.2018 kennen alle, auch die Verantwortlichen im Ländle die traurige Wahrheit. Deshalb kann sich heute niemand mehr darauf berufen, die Volksabstimmung im Ländle könne die Grundlage oder auch nur ein politisches Mäntelchen für irgendeinen Auftrag sein. Die ganze Abstimmung damals beruhte auf falschen Angaben, die entweder mit der Absicht der Täuschung von Anfang an verfälscht wurden oder die jedenfalls, wenn später doch nicht einkalkulierte relevante Veränderungen hinzugekommen sein sollten, der damaligen Volksabstimmung die Grundlage enzogen haben. Die Grundlage für eine Berufung auf die Volksabstimmung ist in jedem Fall längst weggefallen.“
So, und nun sind Sie als „Landesvater“ wieder am Zug. Nehmen Sie endlich Ihren Amtseid ernst und wenden Sie Schaden vom Land ab.
Lösen Sie sich endlich von den dummen Vorstellungen, dass „Stuttgart 21“ irgendetwas verbessern könnte. Da widerspricht Ihnen ja selbst die Deutsche Bahn mittlerweile.
Wollen sie wirklich der sprichwörtlich Letzte sein, der im „Loch 21“ das Licht ausmacht?
Mit freundlichen Grüßen
Peter Müller
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Barrierefreiheit

Bericht über AK Barrierefreiheit
Letzte Woche fand im Bürgerhaus in Rom eine Sitzung des „Arbeitskreises Barrierefreiheit“ der Gemeinde Kernen statt. Dieser AK wurde 2017 eingerichtet, mit dem Ziel, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen zu schaffen. Und zwar für Menschen mit allen Arten von (körperlichen) Einschränkungen, die sich im öffentlichen Raum bewegen. Seien es Menschen im Rollstuhl, solche, die mit dem Rollator (oder mit dem Kinderwagen) unterwegs sind. Oder Menschen, die schlecht hören oder sehen.
Der K21-Pressesprecher Ebbe Kögel nahm in seiner Eigenschaft als Gemeinderat an dieser Sitzung teil. Er berichtet: „Neben MitarbeiterInnen der Verwaltung und Mitgliedern aller Gemeinderatsfraktionen waren zu der Sitzung auch VertreterInnen verschiedener Verbände und Organisationen gekommen: Sozialverband VdK, AMSEL (Multiple Sklerose Erkrankte), Seniorenrat, Diakonie, Rollstuhlfahrer und der Kreisbehindertenbeauftrage Roland Noller.
In unserer Gemeinde hat sich in Sachen Barrierefreiheit einiges getan. So wurden im Laufe der letzten 3 Jahre an wichtigen Übergängen sog. Nullabsenkungen vorgenommen. „Nullabsenkung“ heißt, dass der Bordstein auf das Niveau der Straße abgesenkt wird, so dass er mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator ohne Mühe überfahren werden kann. Beispiele sind die Nullabsenkungen vor dem REWE in Stetten oder beim westlichen Gehweg in der Beinsteiner Straße in Rom. Weitere sollen im Zuge der anstehenden Baumaßnahmen folgen. Auch unsere Bushaltestellen werden nach und nach auf sog. „Hochbords“ mit 16 cm Höhe umgebaut, so dass niveaugleich in den Bus eingestiegen werden kann. Es kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass sich Kernen auf dem Weg zu einer „Mustergemeinde der Barrierefreiheit“ befindet. Dies wurde in der Sitzung von den Teilnehmenden auch lobend erwähnt. (Forts. folgt)
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Verkehrswende jetzt!

Sie erinnern sich: 2017 entschied das Stuttgarter Verwaltungsgerichts, dass die Landesregierung zum Schutz der Bevölkerung vor Feinstaub Diesel-Fahrverbote verhängen müsse. Passiert ist: nichts. Außer dass die Regierung Revision gegen das Urteil beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einlegte. Dort hat sie wieder verloren. Passiert ist: nichts. Außer dass die Regierung Kretschmann für den 20.7. zu einem weiteren „Autogipfel“ eingeladen hat. Mit Managern der Autoindustrie (soweit sie nicht im Gefängnis sitzen), aber ohne Arbeitnehmervertreter und ohne Umweltgruppen, die zum Thema Autoverkehr arbeiten. Wir wagen eine Prognose: auch dabei wird wieder nix rauskommen.
Doch es gibt Alternativen. In Zusammenarbeit von Baden-Württemberg-Stiftung und BUND entstand eine Studie „Mobiles Baden-Württemberg“. Sie wird am Fr, 13.7. um 18 Uhr im DGB-Haus in Stuttgart vorgestellt. Darin werden 3 Wege in die Zukunft skizziert: a) es bleibt alles so, halt mit mehr Elektromobilität. b) Autoteilen und selbstständiges Fahren nehmen zu, die Bedeutung des „Heilix Blechle“ geht a bissle zurück. c) ein neues, flexibles öffentliches Verkehrssystem (ÖV) wird zum Rückgrat einer Mobilität, die für alle Generationen, Kulturen und sozialen Gruppen nutz- und bezahlbar ist. Im ÖV gibt es hochleistungsfähige Hauptachsen (S-Bahn). Daneben aber eine flexible Flächenbedienung mit kleineren Fahrzeugen (6-Sitzer) für kleinere Ortsteile. Die ausführliche Studie unter: www.bwstiftung.de/mobiles-bw.
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Junggebliebene Rocker Stones

Rolling Stones + S 21
Vergangenen Samstag spielten die Rolling Stones im „Neckarstadion/Daimler-Stadion/Mercedes-Benz-Arena“. So eine lustige Bemerkung von Mick Jagger, darauf anspielend, dass sie zum 3. Mal hier spielten und das Stadion jedes Mal anders hieße. Doch nicht nur das. Jagger sagte auch: „Ich liebe diese Stadt, ich wünschte, ich wäre im Baugewerbe“. Die Stones logierten nämlich im Hotel Le Meridien, direkt neben der Riesen-Baugrube. Und, selber ein gewiefter Unternehmer, weiß Jagger natürlich, wieviel Reibach bei einem so riesigen Projekt für die beteiligte Baubranche zu machen ist.
Großdemo am 7. Juli
Wie der Spruch von Jagger zeigt, ist S 21 und seine Skandale inzwischen weltweit bekannt. Damit dies so bleibt, findet am Sa, 7.7. um 14 Uhr vor dem Hbf in Stuttgart die nächste Großdemo statt. Es sprechen u.a. Joe Bauer, Volker Lösch und Herta Däubler-Gmelin. Und es spielt die Remstäler Gruppe „Chain of Fools“. Ein weiterer Grund, zur Demo zu gehen.
Buswartehäuschen
In Kernen sollen in den nächsten Jahren einheitliche Buswartehäuschen aufgestellt werden. Wir finden, dass diese nicht nur schön aussehen, sondern auch praktisch sein sollten. Z.B. durch einen ausreichenden Wetterschutz an den Seitenwänden. Wer schon mal bei Schnee und Regen auf den Bus gewartet hat, weiß, wovon wir reden. Des weiteren sollten die Fahrpläne so angebracht sein, dass sie auch von Menschen im Rollstuhl gelesen werden könnte. Wichtig wäre auch eine Beleuchtung der Fahrpläne. Dies könnte über Photovoltaik-Kollektoren auf dem Dach gewährleistet werden. Wichtig fänden wir auch eine akustische Ansage für Sehbehinderte. So wie am Bushalt Lutherkirche in Fellbach. (Endhaltestelle U1). Dort befindet sich ein blaues Gehäuse. Wenn Sie da drauf drücken, werden Ihnen die Abfahrtszeiten der nächsten Busse angesagt. Probieren Sie es mal aus, eine tolle Sache.
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Barrierefreiheit

Leichte Sprache – Teil der Barrierefreiheit
Wenn wir seither über die Barrierefreiheit berichtet haben, dann bezog sich dies auf Nullabsenkungen und der der Beseitigung von Hindernissen für Rollstuhl- und RollatorfahrerInnen. Oder auf ebene Einstiegmöglichkeiten in Busse und Bahnen. Es gibt aber noch einen weiteren Gesichtspunkt der Barrierefreiheit: die Leichte Sprache.
Gemeint ist damit eine Sprache, die komplizierte Ausdrücke und Schachtelsätze vermeidet. So ist sie auch für Menschen mit Lernbehinderungen verständlich. Oder für Menschen, die noch nicht so gut Deutsch können.
Auf der Webseite diakonie-stetten.de/leichte-sprache wird dies so erklärt: „Leichte Sprache heißt: Wir benutzen kurze Wörter. Wir benutzen einfache Wörter. Wir benutzen keine Abkürzungen. Wir erklären schwere Wörter. Wir benutzen kurze Sätze. Woher kommt der Name Diakonie Stetten? Das Wort Di-a-ko-nie kommt aus der griechischen Sprache. Das Wort Diakonie bedeutet: Dienst. Dienst für hilfe-bedürftige Menschen. Das Wort bedeutet auch: Nächsten-Liebe. Stetten ist ein Ort. Stetten gehört zur Gemeinde Kernen. Was macht die Diakonie Stetten? In der Diakonie Stetten arbeiten viele Menschen. Diese Menschen helfen anderen Menschen.“
Nach diesem Vorbild könnten auch auf der Webseite der Gemeinde Kernen die wichtigsten Informationen über den Ort und die Kommunalpolitik in einfacher Sprache angeboten werden. Auch amtliche Formulare sollten in Leichter Sprache gestaltet sein. Oder ist es Ihnen nicht mal schon so gegangen, dass Sie ein Formular 3 Mal lesen mussten, bis Sie verstanden haben, was gemeint ist. Grundsätzlich sollte gelten: „Wenn Sie etwas nicht verstehen, dann ist der Text nicht gut.“
Wir wollen auf der nächsten Sitzung des „Arbeitskreises Barrierefreiheit“ der Gemeinde auch diesen Gesichtspunkt zur Sprache bringen.
K21 Sitzung
Heute, Mi, 27.6., 20 Uhr, TV-Heim
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