Film „Stuttgart 21 – Das trojanische Pferd“ Film am 22.11.2022

K21 Kernen für Mitteilungsblatt 46-22 am 16.11.2022

Am Di, 22.11.22 um 19:30 Uhr in der Glockenkelter zeigen wir den Film: „Stuttgart 21 – Das Trojanische Pferd“.
Regisseur Klaus Gietinger, Jahrgang 1955 (s. Foto) ist zur Vorführung anwesend und erzählt, wie dieser Film zustande kam.
Als Filmemacher und Drehbuchautor wurde er durch die Filme „Lond it luck“ [Lass nicht locker] über den Allgäuer Bauernaufstand vor 500 Jahren und den Kultfilm „Daheim sterben die Leut“ sowie durch verschiedene „Tatort“-Folgen und die ZDF Kinderserie „Löwenzahn“ bekannt.
Gietinger schreibt auch Bücheru.a. über die Ermordung Rosa Luxemburgs und die Novemberrevolution von 1918. Sein Auto hat er vor Jahren abgeschafft, er fährt mit der Bahn.

Zur Erklärung des Filmtitels: S21 ist ein Trojanisches Pferd, weil es trotz der der vielen Argumente dagegen eine Flut von weiteren milliardenteuren Tunnelprojekten auslöste. Nicht nur in Stuttgart, auch in Frankfurt Hbf, auf der Strecke Frankfurt-Fulda und unter dem Fehmarn-Belt. Obwohl bekannt ist, dass der in den Tunneln verbaute Stahlbeton extrem klimaschädlich ist.
Im Film treten auch örtliche Akteure auf: der Römer Bahnexperte Hagen von Ortloff + die Klimaktivistin Judith Scheytt aus Beutelsbach. Er endet mit immer noch möglichen Alternativen und Ausstiegs-Szenarien. Eintritt: 6 €

Infostand beim Martinimarkt
Beim Markt am Do, 17.11. sind wir von 14-17 Uhr mit einem Infostand auf dem St. Pierre Platz vertreten.

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K21 Kernen im Mitteilungsblatt Nr. 45-22 vom 09.11.22

Film „Stuttgart 21 – Das Trojanische Pferd“ am 22.11. (2)
Wie letzte Woche schon angekündigt, zeigt K21 Kernen am Dienstag, 22.11.22 um 19:30 Uhr in der Glockenkelter den neuen Film von Klaus Gietinger: „Stuttgart 21 – Das Trojanische Pferd“. In Anwesenheit des Regisseurs.

Ab hier vom Bürgermeister von Kernen zensiert !!
Zum Inhalt:
Trotz der immer mehr zutage tretenden Mängel beim Projekt Stuttgart 21 halten die Regierenden in Baden-Württemberg, Grüne, CDU und die Opposition, sowie die Bundesregierung, die Führung der Deutschen Bahn und andere Tunnelbohrer daran fest. Es wird eine „Fahrt ins Desaster“, wie der (jetzige) grüne Verkehrsminister Winfried Hermann einstmals sagte, als er noch gegen das Projekt war. Seit er in der Regierung ist, hat er sich um 180 Grad gedreht.
Ebenso konsequent, wie das Projekt scheitern wird, zeigt der abendfüllende Dokumentarfilm, wie Immobilienspekulation, Betonmafia, Bahnchefs aus der Auto- und Flugzeugindustrie und weltweit führende Tunnelbohrer plus Kettensäger den bisher pünktlichsten Bahnhof Deutschlands (nämlich den aktuellen Kopfbahnhof) für teuerstes Geld ruinieren, unter der Erde einsperren, schieflegen und letztlich begraben wollen.
Während im Vorfeld des baden-württembergischen Volksabstimmung am 27. November 2011 hoch und heilig (und wider besseres Wissen) versprochen wurde, dass die Kosten bei maximal 4,5 Mrd Euro lägen, sind wir inzwischen bei 10 Mrd. angekommen. Und ein Ende ist nicht abzusehen. Wegen der (jetzt zugegebenen) fahrplantechnischen Unzulänglichkeiten von S21 sollen zu den inzwischen gebohrten 60 km Tunnel weitere 50 km dazugebaut werden. Eine klimatische Todsünde, wegen des massenhaft verwendeten Stahlbetons. Und eine Todesfalle, wenn in den Tunneln mal ein ICE brennen sollte. Der Brandschutz soll erst überprüft werden, wenn die Züge fahren. (Forts. folgt)

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Film das „Trojanische Pferd“ im November

Kernen21 für Mitteilungsblatt Kernen 44 am 03.11.2022

Filme über das Projekt Stuttgart21 gibt es schon einige – und zwei davon haben wir in Stetten auch schon gezeigt. Im Februar 2011 die Dokumentation „Oba bleiba“ von Vaclav Reischl, die vor allem die Polizeiübergriffe am „Schwarzen Donnerstag“, dem 30.9.2010 im Blick hatte. Sowie im November 2011 den Film „Alarm am Hauptbahnhof“ von „Böller und Brot“. Das sind die beiden Filmemacherinnen Sigrun Köhler und Wilfried Bayer, die zur Vorführung auch anwesend waren. Das besondere an diesem Film war, dass darin neben Heiner Geißler, Tanja Gönner und Stefan Mappus auch der (verstorbene) Stettener Wengerter Mathias Kurrle zu sehen war, mit einer erstaunlichen Vorwahlanalyse zur Landtagswahl 2011. Matthias bewirtschaftete früher den bekannten IHK-Wengert oberhalb des Hauptbahnhofs.

Nun gibt es nach über 10 Jahren einen neuen Film über Stuttgart21, das sich nicht nur zum teuersten, sondern auch zum gefährlichsten Bahnhofsprojekt aller Zeiten entwickelt. Titel: „Das Trojanische Pferd“. In der Vorankündigung heißt es: „Waren zu Beginn wenige Kilometer Tunnel und wenige Milliarden D-Mark geplant, läuft jetzt alles konsequent aus dem Ruder. Immer mehr klimaschädliche hochgefährliche Tunnel (insgesamt dann 100 km unter Stuttgart) und immer mehr Geld – praktisch ein S 21 2.0 – sollen das Projekt retten und verschlimmbessern es jedes Jahr weiter. Dabei wird immer deutlicher: die KritikerInnen hatten in allem Recht: Der Bahnhof ist viel zu klein, brandgefährlich, extrem klimaschädlich, völlig untauglich für den Deutschlandtakt und führt zu mehr Autoverkehr. Doch beharrlich halten die Regierenden in Baden-Württemberg, Grüne, CDU und die Opposition, sowie die Bundesregierung, die Führung der Deutschen Bahn und andere Tunnelbohrer daran fest“. (Forts. folgt)
Bitte Termin vormerken: Di, 22.11.22, 19:30 Uhr.

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Bürgerbeteiligung Radschnellweg

Mitteilungsblatt Kernen Nr. 43 vom 26.10.2022 – wurde wieder teilweise zensiert.

Schon verschiedene Male haben wir über den geplanten Radschnellweg RS5 zwischen Schorndorf und Stuttgart berichtet, der die nächsten Jahre gebaut werden sollen. Er soll auch über die Kernener Markung geführt werden. Inzwischen haben alle Gemeinden (außer Fellbach und Stuttgart) die Trassenführung festgelegt.

Im Landratsamt Rems-Murr gibt es nun schon seit einiger Zeit eine Stabsstelle Radwege, die diesen Sommer eine BürgerInnen-Anhörung zu den Trassenführungen veranstaltet hat. Wie des Landratsamt mitteilte, haben sich bis Anfang September rund 300 BürgerInnen daran beteiligt und Vorschläge oder Verbesserungsmöglichkeiten eingereicht. Diese werden gegenwärtig ausgewertet und sollen in die im Herbst beginnende Entwurfsplanung einfließen.

Auch K21 Kernen hat verschiedene Vorschläge gemacht, die sich vor allem mit der Anbindung des RS5 von der Gemarkung Rom und der Weiterführung durch Fellbach durch beschäftigten. (In Fellbach wird eine eigene BürgerInnen-Anhörung durchgeführt. Auch nicht so sinnvoll).

Ab hier zensiert:

Eigentlich ist es widersinnig, dass wir jetzt die Trasse bis an die Markungsgrenze Fellbach festlegen, ohne überhaupt zu wissen, wie sie dann durch Fellbach durch bzw. nach Stuttgart weitergeführt wird. Eventuell wäre es auch notwendig, zwei verschiedene Trassen durch Fellbach bzw. Richtung Stuttgart anzulegen. Weil es ist ja ein großer Unterschied, ob ich von Kernen aus mit dem Rad Richtung Feuerbach/Zuffenhausen fahren will oder Richtung Cannstatt bzw. in die Stuttgarter Innenstadt.

Wir haben das Gefühl, dass die Gesamtplanung für den RS5 kein herausragendes Beispiel für eine interkommunale Zusammenarbeit ist.

Und warten nun darauf, dass die Ergebnisse der BürgerInnen-Anhörungen für den Rems-Murr-Kreis und für Fellbach bekanntgegeben werden.

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100 Jahre Hauptbahnhof – Mitteilungsblatt Kernen 42 vom 19.10.2022

Aus aktuellem Anlass unterbrechen wir unseren Rückblick zur Geschichte der Bahnsteigerhöhung in Rom. K21 Kernen beteiligt sich nämlich in der kommenden Woche an den Feierlichkeiten zu „100 Jahre Hauptbahnhof Stuttgart“.
Unter diesem Titel wird am Do, 20.10.22 um 18 Uhr im Stuttgarter Rathaus gefeiert. Den Festvortrag hält Hans-Peter Münzenmayer, früher beim Landesdenkmalamt für technische Baudenkmäler zuständig. Münzenmayer war im Jahr 2007 des öfteren in Stetten zu Gast, als die Allmende die Mahl-Technik der Seemühle für die Nachwelt dokumentierte. In Stuttgart spricht er zum Thema: „Ingenieurbauwerke als Markenzeichen der Württembergischen Staatseisenbahnen“. Zu dieser tollen Ingenieurskunst gehören übrigens auch das Eisenbahnviadukt in Endersbach und natürlich die Brückenbauten von Rudersberg nach Welzheim.

Nach der Präsentation historischer Filme folgt ein Vortrag von Norbert Bongartz „Der Kopfbahnhof – ein epochaler Wurf“.

Des weiteren gibt es am 22. + 23.10. zahlreiche Sonderfahrten mit historischen Dampf-, Diesel- und Elektroloks. Weitere Infos unter https://100-jahre-hauptbahnhof-stuttgart.vk21.de, Fahrkarten unter www.uef-dampf.de.

Ab hier vom Rathaus Kernen zensiert, auch das Foto:

Unser Foto vom März 2012 zeigt die Zerstörung des Südflügels des Stuttgarter Bahnhofs durch die Deutsche Bahn. Obwohl das von dem bekannten Architekten Paul Bonatz geplante Gebäude unter Denkmalschutz stand. Das Denkmalamt hielt allerdings auf Weisung von oben still.

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Spatenstich am S-Bahnhof Rommelshausen (1)

Mitteilungsblatt Kernen 40 – 2022 v0m 06.10.2022

Sie kennen das wahrscheinlich von Presse, Funk und Fernsehen: wenn
irgendwo der Baubeginn für ein großes Projekt ansteht, dann gibt es
einen Spatenstich, zu dem sich viele wichtige Menschen versammeln: die,
die tatsächlich zum Gelingen des Projekts beitrugen, sowie die anderen,
die meinen, dazu etwas beigetragen zu haben.
So war es auch am Montag vergangener Woche, als morgens um 9 Uhr der
Spatenstich für den Beginn der Bauarbeiten für die Erhöhung der
Bahnsteige am S-Bahnhof in Rom über die Bühne ging. Die anwesende
Prominenz versammelte sich hinter einem Sandhaufen und warf mit den von
der Deutschen Bahn (DB) zur Verfügung gestellten Spaten mehrere Male
dekorativ Sand in die Luft. (Siehe Foto). Auf die sonst bei diesen
Anlässen üblichen dekorativen und fotogenen Schutzhelme wurde
bedauerlicherweise verzichtet.
In den Reden der werten Herren wurden natürlich alle erwähnt, die dazu
beigetragen haben, dass die Bahnsteige nun endlich umgebaut werden. Die
verunfallten Betroffenen, die Organisationen und die BürgerInnen, die
sich an die Öffentlichkeit wandten, um auf die gefährlichen Zustände
(und die vielen Unfälle) beim Ein- und Aussteigen aufmerksam zu machen,
waren zum Spatenstich nicht eingeladen. Nur BM Paulowitsch erwähnte kurz
die Bürger, die sich für das Projekt engagiert und eingebracht hatten.
Wie lange es dauerte bis zum Spatenstich und was alles unternommen
wurde, erfahren Sie nächste Woche.

Dierser Beitrag wurde von deer Gemeindeverwaltung vollständig zensiert!

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Spatenstich Bahnsteig / MB 39-22

Klimastreik und Verkehrswende

Am vergangenen Freitag fanden in Waiblingen, Stuttgart und Hunderten von Städten weltweit wieder Kundgebungen der Bewegung „Fridays for Future“ [Freitage für die Zukunft] statt. Hunderttausende nahmen daran teil. Sie demonstrierten für sofortige Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung und für eine Verkehrswende, die diesen Namen auch verdient.
Unter den 4.000 DemonstrantInnen in Stuttgart waren gut ein Dutzend Engagierte von K21, Allmende + Nachhaltiges Kernen, die mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV dorthin fuhren. (Einige waren auch in WN). Das waren jetzt – zugegeben – nicht besonders viel. Aber auch nicht Nichts.
Unser Foto zeigt die jungen OrganisatorInnen der Stuttgarter Veranstaltung am Karlsplatz, die sich am Schluss der Kundgebung auf der Bühne versammelten. Ein beeindruckendes Bild.
Petition gegen übermäßigen Auto- und Motorradlärm
Auf der Plattform change.org gibt es seit einigen Wochen eine Aktion gegen die immer mehr um sich greifenden modernen Auspuffklappensysteme. Sie ermöglichen es Fahrern von Autos + Motorrädern, damit möglichst viel Lärm zu erzeugen. Wir kennen das von der Esslingerstraße. Ein Genuss für die sog. „Poser“ [Zurschausteller], aber große gesundheitliche Belästigungen für alle Menschen drumherum. Die Petition, die auch die Zulassung von Lärmblitzern fordert, kann unter folgendem Link unterzeichnet werden: www.change.org/p/lärm-macht-krank-wir-fordern-ein-klares-gesetz-gegen-poser

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Jubiläum Ampel verschoben / MB 38 – 22

1-jähriges Jubiläum Fußgängerampel jetzt am 24. September
Eigentlich wollte die Bürgerinitiative (BI) „Sicherer Schulweg L1201“ am
17.9. das 1-jährige Jubiläum der Fußgängerampel an der L1201 feiern. Nun
war es aber an diesem Tag so regnerisch, dass beschlossen wurde, die
geplante Fahrradausfahrt zur Ampel (mit anschließendem Eis-Essen in
Endersbach) auf Sa, 24.9.22 zu verschieben. Treffpunkt: 11 Uhr,
Parkplatz Getränkemarkt Drechsel, Seemühle. Die Bevölkerung ist dazu
herzlich eingeladen. Kontakt: Tanya Kasa, Tel. 0178.9018 222
Vor 12 Jahren: Schwarzer Donnerstag
Wieder einmal jährt sich der „Schwarze Donnerstag“, als die damalige
Landesregierung unter Stefan Mappus im Stuttgarter Schlosspark mehrere
Hundertschaften Polizei und Wasserwerfer auf friedliche
DemonstrantInnen, darunter viele Jugendliche, losließ und schwere
Verletzungen verursachte bzw. riskierte. Damals waren auch aus Kernen
drei Dutzend DemonstrantInnen im Park, einige erhielten Tränengas in die
Augen bzw. wurden von den Wasserwerfern „getauft“.
Inzwischen stellte sich heraus, dass der damalige Einsatz von der
Landesregierung orchestriert wurde und Mappus im nachfolgenden
Untersuchungsausschuss über seine Rolle die Unwahrheit sagte. Dies
ergeben bisher geheimgehaltene Protokolle und Unterlagen der Regierung,
die jetzt herausgegeben werden mussten. Dies erreichte der ehem. Richter
Dieter Reicherter. Er war 2012 zu einem Vortrag in Stetten und
berichtete über seine erste Klage auf Herausgabe, die letztlich bis zum
Europäischen Gerichtshof führte. Jetzt haben wir zwar schwarz auf weiß
alles, was wir damals schon vermuteten. Aber durch die jahrelange
Verzögerungstaktik von Kretschmanns grünem Staatsministerium sind
Mappus‘ Lügen und das damalige massive Hintergehen der Öffentlichkeit
inzwischen verjährt. Kundgebung zum Jahrestag: Fr, 30.9., 18 Uhr,
Hauptbahnhof Stgt.

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Brandschutzplanung bei Stuttgart21

Bahn setzt untaugliche S21-Brandschutzplanung fort
Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und die Gemeinderatsfraktion „DieFrAKTION“ laden zu einer Veranstaltung am Montag, 12. September 2022, um 19 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses ein. Dort sollen vertiefte Erkenntnisse über den nicht funktionierenden Brandschutz im S21-Tiefbahnhof vorgestellt werden.
Unter anderem wird der hochkompetente Dipl. Ing. Hans Heydemann Ergebnisse vorstellen, die Ingenieure22 mittels einer eigenen professionellen Simulationssoftware gewonnen haben.
Demnach sind sowohl die Annahmen der Bahn zur Ausbreitung eines Zugbrandes als auch zur
Zeitdauer der Entfluchtung der Fahrgäste viel zu optimistisch und damit untauglich.
In seiner Präsentation wird Heydemann darüber hinaus aufzeigen, wie die Bahn auch in der
„Ausführungsplanung“ ihre bisherige fehlerhafte Planung fortsetzt (siehe Zusammenfassung
des Vortrags in der Anlage). Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hatte der Bahn aufgetragen, Ein-zelheiten des Brandschutzes bei der Planung der „technischen Ausrüstung“ zu konkretisieren, obwohl das in der Tunnelrichtlinie der Bahn bereits für das grundsätzliche Planfeststellungsverfahren gefordert wird. Dass ihr genau diese Konkretisierung auch in diesem letzten Planungsschritt dennoch nicht gelungen ist, soll an diesem Abend deutlich werden. Insbesondere wurden in der Mobilität eingeschränkte Personen nicht berücksichtigt. Aus finanziellen Gründen riskiert man ihr Leben.
Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D. und einer der Sprecher des Aktionsbündnisses, wird ergänzend die rechtliche Seite der zu versagenden Brandschutz-Genehmigung erläutern. Und der Liedermacher Pit Bäuml sorgt für den passenden musikalischen Rahmen, nachdem er zuvor um 18 Uhr bereits sein Können zur 628. Montagsdemo beigesteuert hat. Vertreter von Bahn, EBA, Brandschutzbehörde und Planungsbüros sind zwar zu der Veranstal-tung eingeladen worden, haben aber entweder abgesagt oder gar nicht reagiert. Martin Poguntke, ebenfalls Sprecher des Aktionsbündnisses, sieht die Verantwortung zu han- deln beim zuständigen Brandschutzdirektor der Stadt Stuttgart: „Die S21-Brandschutzplanungen der Bahn sind von geradezu zynischer Oberflächlichkeit. Wir können nur hoffen, dass der
Stuttgarter Brandschutzdirektor Dr. Belge dem Druck von OB Nopper und der Immobilien-Lobby widerstehen kann und das Brandschutzkonzept dieses Immobilienprojekts als völlig untauglich ablehnt. Denn er trägt die Verantwortung für Leib und Leben der Fahrgäste und seiner Feuerwehrleute.“
Kontakt: Martin Poguntke, 0151 403 602 56
Dieter Reicherter, 07192 930 522 oder 0151 263 711 31
… Pressemitteilung … Pressemitteilung … Pressemitteilung …

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1jähriges Jubiläum Fußgängerampel

Kernen21 MB 37 vom 14.09.2022

Wie letzte Woche schon angekündigt, veranstaltet die Bürgerinitiative (BI) „Sicherer Schulweg L 1201“, eine Fahrradausfahrt zum einjährigen Jubiläum der Fußgängerampel an der L 1201, und zwar am Samstag, 17.09.2022. Treffpunkt: 11 Uhr, Parkplatz Getränkemarkte Drechsel, Seemühle. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen. Kontakt: Tanya Kasa, Tel. 0178-9018 222

Aus diesem Anlass ein kleiner Rückblick auf die Geschichte dieser Ampel:

Seit Jahren nimmt die Zahl der Stettener SchülerInnen zu, die die Schulen des Bildungszentrums Benzach besuchen. Viele fahren mit dem Fahrrad und müssen nach der Seemühle die L1201 (Strümpfelbach-Endersbach) überqueren. An der früheren Querungsstelle in Höhe des Mühlkanals wurde sehr schnell gefahren, es entstanden immer wieder gefährliche Situationen. Auf Initiative von Tanya Kasa, einer betroffenen Mutter, fand im Herbst 2018 ein Gespräch vor Ort mit Vertretern von Regierungspräsidium (RP), Landratsamt, Weinstadt und Betroffenen statt. Die anschließend getroffenen Maßnahmen (z.B. 50 km Beschränkung) waren weitgehend wirkungslos. Am 9.4.2019 gründeten 15 betroffene Eltern daraufhin die BI „Sicherer Schulweg L1201“, die in der Folge mit vielen Aktionen (z.B. Verkehrszählung, Demo, Unterschriftensammlung, Zeitungsartikel) an die Öffentlichkeit trat.

Und tatsächlich: Im Herbst 2019 schwenkte das RP überraschend auf den Vorschlag der BI ein und befürwortete den Bau einer Druckknopfampel zur Überquerung, kurz vor der Haldenbachbrücke. Trotz einer Corona-bedingten Verzögerung in Planung und Bauausführung wurde die Ampel in „Rekordzeit“ erstellt und am 9.9.2021 offiziell eingeweiht.mso-fareast-language:EN-US;mso-bidi-language:AR-SA“ lang=“DE“>Und sie wird rege genutzt, von SchülerInnen, JakobspilgerInnen und RadfahrerInnen auf dem Weinstädter Radrundweg. Ein schönes Beispiel eines erfolgreichen bürgerschaftlichen Engagements

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Fest Ampel

Kernen21 MB 36 vom 07.09.2022

Fest zum einjährigen Jubiläum der Fußgängerampel an der L 1201
Gerne veröffentlichen wir einen Hinweis der Bürgerinitiative „Sicherer
Schulweg L 1201″, zum einjährigen Jubiläum der im September 2021
eingeweihten Fußgängerampel. (Siehe Foto)
Die BI schreibt u.a.: „So können nun Stettener Schulkinder, aber auch
RentnerInnen, SpaziergängerInnen, JakobspilgerInnen und andere Menschen
aus den umliegenden Gemeinden auf ihrem Weg von oder nach Stetten und
Endersbach die Landesstraße sicher überqueren.
Es gab viele glückliche und zufriedene Rückmeldungen. Ohne die tolle
Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wäre dies sicherlich nicht möglich
gewesen. Deshalb blicken wir dankbar auf den gesamten Werdeprozess und
das Ergebnis zurück.
Aus diesem Anlass veranstalten wir am Samstag, den 17.09.2022 eine
kleine Feier. Wir möchten gemeinsam mit allen Interessierten eine
Fahrradausfahrt in die Eisdiele nach Endersbach machen. Dort gibt es
Gelegenheit für Gespräche. Alle Kinder erhalten ein Eis.
Treffpunkt um 11 Uhr am Parkplatz des Getränkemarktes Drechsel an der
Seemühle. Selbstverständlich wird die Ampel ein herausragender Punkt auf
unserem Weg sein. Sie alle sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns über
jeden, ob groß oder klein! Bei strömendem Regen wird die Veranstaltung
verschoben.“
Kontakt zur BI über Tanya Kasa, Mobil: 0178-9018222, E-Mail:
sichererschulweg-kernen@gmx.de. Facebook: Bürgerinitiative“Sicherer
Schulweg L1201“

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9-Euro Ticket beendet

K21-Kernnen MB 35 vom 31.08.2022

Heute, am 31. August, ging die dreimonatige Periode zu Ende, in der für den einmaligen Preis von 9 €/Monat alle öffentlichen Verkehrsmittel – Bus, Straßenbahn, Zug (außer ICE) – benutzt werden konnten. Leider ist die Bilanz durchwachsen. Auf der einen Seite viele Menschen, die das Angebot nutzten – auch welche, die z.T. schon Jahrzehnte nicht mehr öffentlich gefahren waren – auf der anderen Seite eine völlig überforderte Deutsche Bahn, deren Mängel (und die Unfähigkeit der Verantwortlichen im DB-Vorstand) ob des Fahrgastansturms deutlich zu Tage traten. Leider hat es die Politik versäumt, eine unmittelbare Anschlusslösung zu finden, z.B. in Form einer Jahres-Fahrkarte für 365 € (also 1 € pro Tag).

BürgerInnenbeteiligung Radschnellweg
Vor der Sommerpause wiesen wir auf die Möglichkeit hin, dass sich BürgerInnen am Planungsprozess für den RS5 Schorndorf-Stuttgart beteiligen können. Wir haben den Verantwortlichen u.a. geschrieben: „Bereits mehrere Male hatten wir (sowohl den Verantwortlichen in Fellbach wie auch beim Rems-Murr-Kreis) vorgeschlagen, in Fellbach und weiter bis Stgt. (zusätzlich) eine südliche Wegführung zu prüfen (Keiferle, Rommelshäuserstr. und/oder Eugenstraße/Pfarrstr./Schillerstr.). Weiterführung über die Felder bis in die Rommelshauser Str. (Cannstatt), Knapp Gymnasium, Remstalstraße, links über die Bahngleise in die Oberschlesische Str., an den Bahngleisen/Schrebergärten entlang in Deckerstraße bis zum CANN-Kreisel und unter Bahngleisen durch bis zur König-Karls-Brücke.
Wenn Sie diese Strecke in den Hauptverkehrszeiten abfahren, dann begegnen Ihnen gegenwärtig Hunderte von „BerufsradlerInnen“ (Menschen, die mit dem Fahrrad täglich zur Arbeit fahren), die diese Alternative wählen, weil die Strecke wesentlich angenehmer ist wie die jetzt geplante Route über Nürnbergerstr. und Wilhelmsplatz.

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Bilanz 9-Euro Ticket (2) (32-22)

Die Fortsetzung unserer Bilanz zum 9-€-Ticket: Dieses (kriegsbedingte!) Experiment im Zusammenhang läuft noch bis Ende August. Letzte Gelegenheit zum Ausprobieren. Einfach beim Fahrer im Schlienz-Bus oder am Fahrkartenautomat am Bahnhof kaufen und losfahren. Im Ort herum oder auch weiters weg.

Es ist schon erstaunlich, wenn mensch sich im Bekannten- und Freundeskreis umhört, wer diesen günstigen Fahrschein getestet hat. Selbst Menschen, die schon 30 oder 40 Jahre den ÖPNV nicht mehr benutzten. Und alle können Geschichten erzählen von überlasteten oder ausgefallenen Zügen, von unverständlichen Durchsagen am Bahnsteig, aber auch von tollen Strecken oder interessanten Gesprächen mit Mitreisenden (und SchicksalsgenossInnen). Viele haben festgestellt, dass Stetten und Rom mit den Linien X20 (Der blaue Bus), 211, 212 und 219 und der S-Bahn in Rom und Stetten-Beinstein hervorragend an die Nachbargemeinden angebunden sind. Was nicht heißt, dass es keine Verbesserungsmöglichkeiten gäbe!

Die Bilanz auf Bundesebene ist überwiegend positiv. Die Frage ist, wie es weitergeht. Unsere Forderung wäre ein kostenloser ÖPNV, aber es gibt auch Vorschläge für ein 365-€-Jahresticket (also 1 € am Tag) für alle Busse und Bahnen. Auf jeden Fall braucht es ein einfaches System, nicht so eine komplizierte Tarifstruktur wie seither, die stundenlanges Suchen erfordert, um die günstigste Verbindung zu finden.

Radschnellweg RS5 Schorndorf-Stuttgart
Wir berichteten an dieser Stelle des öfteren über den geplanten Radschnellweg RS5, der auch über die Römer Gemarkung führen wird. Im Moment läuft gerade die Entwurfsplanung und genaue Linienfindung. Und eine BürgerInnenbeteiligung bis zum 28. August 22. Auf der Webseite www.radfahren-im-rmk.de gibt es eine interaktive Karte mit Trassenverlauf, wo Sie auch einen Kommentar abgeben können.

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9-Euro Ticket (MB 31-22)

Schon mehrere Male berichteten wir an dieser Stelle über das seit Juni gültige 9-€-Ticket. Dieser spezielle Fahrschein ist ein Riesenerfolg. Er kann in jedem Bus bzw. bzw. am VVS-Fahrkartenautomaten (oder übers Internet) gekauft werden kann. Einen Monat lang können dann alle Busse und Bahnen in ganz Deutschland (außer ICE-Zügen) benutzt werden. Aber nur noch bis Ende August!
Sie können damit mit dem Bus 211 nach WN, Bus 212 nach Fellbach, Bus 219 nach Endersbach oder mit dem blauen X20 nach WN und ES fahren. Und dann weiter nach Stuttgart, Schorndorf, Tübingen, Reutlingen, LB – oder sogar bis Sylt. (Mit 4 Mal umsteigen soll das in 14 Stunden zu schaffen sein). Sie können auch mit dem X20 zum Katzenbühl hoch fahren und von dort zum Kernen oder Jägerhaus wandern. Oder Sie fahren einfach von der Kelter bis in die Klosterstraße, um beim REWE einzukaufen. Oder von Rom bis zur Haltestelle Diakonie und dann mit 5 Min. Fußmarsch ins Freibad.

Es ist schon verrückt, dass dies alles durch einen russischen Angriffskrieg in der fernen Ukraine möglich wurde – nachdem die verantwortlichen PolitikerInnen jahrelang alle Forderungen nach Fahrpreissenkungen oder gar einen Nulltarif im ÖPNV kategorisch abgelehnt haben.

Immer mehr Menschen nutzten seit Juni diesen günstigen Fahrschein: allerdings oft mit dem Ergebnis, dass es insb. auf den Strecken der Deutschen Bahn (DB) zu teilweise chaotischen Zuständen kam. Hier rächte sich, dass die DB-Chefs der letzten Jahrzehnte (die i.d.R. vom Bahnfahren keine Ahnung haben) Infrastruktur und Personal bei der Bahn systematisch heruntergefahren haben. Immer mit dem Ziel, Kosten zu senken, um die Bahn bei einem Börsengang zu privatisieren.

Wir sagen: unser Transportsystem muss bei der Öffentlichen Hand verbleiben. Das 9-€-Ticket (oder ähnliche Programme) müssen fortgesetzt werden. (Forts. folgt).

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Kinder Fahrraddemo 2 (MB 30-22)

Am vergangenen Samstag, 23. Juli, fand auf Initiative der Pro-Rad-Gruppe im Verein Nachhaltiges Kernen die erste Kinder-Fahrrad-Demo in unserer Gemeinde statt. Bei herrlichem Sonnenwetter fanden sich 140 Menschen auf der Wiese neben dem Bürgerhaus ein, darunter zahlreiche Kinder. Nach der Verlesung der vom Landratsamt verfügten Auflagen durch Andreas Colosi setzte sich der Demonstrationszug mit allen Arten von Fahrrädern kurz nach 11 Uhr in Bewegung, begleitet von Polizei und örtlicher Feuerwehr. Es ging durch den ganzen Ort, unser Foto zeigt den Anfang des Corsos in der Karlstraße.
Mit der Demo sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass Kinder gerne Fahrrad fahren, aber im Straßenverkehr besonders gefährdet sind und deshalb sichere Wege brauchen.
Rom ist damit Teil einer weltweiten Initiative, die unter dem Namen „Kidical Mass“ bekannt ist und in allen Ländern (und vor allem Städten) dieser Welt regelmäßig diese Art von Demonstrationen veranstaltet.

Die Teilnahme hat Spaß gemacht und wir hoffen, dass es den OrganisatorInnen damit gelungen ist, auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.
Weitere Infos unter https://nachhaltiges-kernen.de/prorad-kernen.

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Kennen Sie Knieschleifen? (MB 28-2022)

Letzte Woche berichteten wir über das „Knieschleifen“ von Motorrad-„Akrobaten“ in der Esslinger Straße. Dabei wird eine Kurve in 45 Grad Schräglage durchfahren und eine auf dem Knie befestigtes Hartplastikteil schlägt Funken auf dem Straßenbelag. Spektakulär, gefährlich – und mit viel Lärm verbunden, der an vielen Stellen im Dorf gehört wird.

Vor einigen Wochen wurde ober- und unterhalb des „Tor zum Remstal“ auf 500 Metern eine 40-er Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt, da es dort in den letzten Monaten zu schweren Motorradunfällen gekommen war. Diese Schilder interessieren die „Akrobaten“ allerdings nicht, da so gut wie keine Kontrollen stattfinden bzw. technisch schwierig sind.
Im Grund hülfen nur Schwellen oder Rüttelstreifen auf der Fahrbahn. Wie das aussehen könnte, sehen Sie auf unserem Foto, das bei der „Applaus-Kurve“ im Taunus aufgenommen wurde. Diese befindet sich an der Landesstraße 3004 (die „Kanonenstraße“) zwischen Oberursel und dem „Sandplacken“-Abzweig zum Feldberg. „Applauskurve“ deshalb, weil sich auf dem nahe gelegenen Parkplatz (inzwischen gesperrt) immer Motorradfahrer versammelten, um besonders waghalsigen Kurvenfahrern zu applaudieren. Ober- und unterhalb der „Applauskurve“ bremsen nun 5 rote Rüttelstreifen den Verkehr. Sie sind aus Kunststoff, jeweils 50 cm breit und nicht mehr als 1,5 cm hoch. Und sehr wirkungsvoll. Warum nicht auch bei uns?

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Sondersitzung des S21-Lenkungskreises zum Gäubahndrama

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen S21

Schildbürgerstreich als Klimaverbrechen

„Heillos verfangen haben sich die Verantwortlichen im Gestrüpp der chaotischen S21-Planungen, so Bündnissprecher Dieter Reicherter vor der Sondersitzung des S21-Lenkungskreises zur drohenden Stilllegung des Panoramaabschnitts der Gäubahn. Seit gut 20 Jahren scheitern die Bahn und die „S21-Verbesserungspolitiker*innen“ daran, eine genehmigungsfähige Planung für die Gäubahnanbindung des Flughafens vorzulegen. Nun warten die Verantwortlichen mit zwei neuen Zumutungen auf

Als neue rettende Idee zaubert die Politik jetzt den „Pfaffensteigtunnel“ aus dem Hut. Zwei Röhren mit jeweils ca. 11,5 km Länge sollen die Gäubahn an Böblingen vorbei unterirdisch zum Flughafen führen.

·         Während die öffentlichen Haushalte aus allen Nähten platzen, sollen dafür weitere gutachterlich bestätigte 2,7 Mrd.€ ausgegeben werden

·         Während die Welt sich immer mehr dem Klimakollaps nähert, soll hier erneut die Emission Hunderttausender Tonnen Treibhausgase in Kauf genommen werden für den CO2-intensiven Tunnelbau und z.B. für errechnete 266 000 zusätzlicher LKW-Fahren für Tunnelaushub

·         Während die Klimapolitik auf die Reduzierung des Flugreisens drängt, soll mit der Bahnanbindung des
 Stuttgarter Flughafens das Fliegen attraktiver gemacht werden

·         Während weltweit immer mehr Menschen verhungern, würden auf den Fildern 30 ha fruchtbarster Ackerböden allein für die Baustelleneinrichtung nördlich des Flughafens geopfert.

„Das ist nicht nur ein Schildbürgerstreich, das ist ein Klimaverbrechen“, so Reicherter.

Die zweite Zumutung folgt aus der ersten. Weil die Flughafenanbindung bis auf Weiteres gescheitert ist, Stuttgart21 aber Ende 2025 teileröffnet werden soll, plant die Bahn die Kappung der Gäubahnzufahrt zum Bahnknoten Stuttgart bis eine S21-kompatible Lösung für die Flughafenanbindung gefunden sei, also eher bis zum St.-Nimmerleinstag. Pendler*innen und Fahrgäste auf der Fernverbindung von Zürich über Stuttgart nach Norden müssten irgendwo im Vorfeld umsteigen, um zum Hauptbahnhof zu gelangen. Viele Reisende würden auf das Auto umsteigen. Verkehrswende rückwärts! Die wichtigste Ausweichstrecke bei den häufigen Störungen auf der S-Bahn-Stammstrecke wäre blockiert. Nach Ansicht der Verantwortlichen sei die direkte Zufahrt nicht mehr möglich, weil sie den geplanten Städtebau auf dem Gleisvorfeld, der wichtigsten Stuttgarter Frischluftschneise, behindere – ein weiterer klimapolitischer Frevel!

Während die S21-Planerei immer neue Blüten treibt, nehmen Unpünktlichkeit, Fahrlässigkeiten und Beinahe-Katastrophen fast täglich zu. Es ist Zeit, sich mit dem Gedanken des endgültigen Scheiterns des Projekts anzufreunden und das Nachdenken über klimagerechte Alternativen zuzulassen. Dies fordert das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 als Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung. Ein sofortiger Planungsstopp für den Pfaffensteigtunnel sowie umgehende Schritte zum Erhalt der oberirdischen Zuführung zum Stuttgarter Hauptbahnhof sind das Mindeste, was der Lenkungskreis am Montag beschließen sollte.

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Kinder-Fahrrad-Demo

Kinder-Fahrrad-Demo am Sonntag, 23. Juli
Anfang März 2021 gründete sich der Verein Nachhaltiges Kernen. Seine Ziele: Förderung von Klima- und Umweltschutz sowie Umweltbildung. Innerhalb des Vereins gibt es die Gruppe ProRad zur Förderung des Radverkehrs. Diese veranstaltet nun am 23.7. eine Fahrrad-Kinder-Demo, unter dem Motto „Platz da für die nächste Generation“. Die Initiative hat dafür (etwas unglücklich) den englischen Titel „Kidical Mass“ gewählt. Das ist eine Verballhornung aus zwei englischen Wörtern: Zum einen „Critical Mass“ [= kritische Masse]. Damit werden weltweit Fahrraddemos bezeichnet, mit denen Fahrradfahrende ihr Recht als gleichberechtigte VerkehrsteilnehmerInnern einfordern. In Stuttgart gibt es diese Art von Demos schon seit vielen Jahren. Das zweite im Titel enthaltene Wort ist „kids“, engl. für „Kinder“.
Es handelt sich also um eine Fahrrad-Demo für Kinder. Bei dieser Fahrt sollen folglich auch möglichst viele Kinder und Jugendliche mitfahren, entweder mit eigenem Rad, Laufrad oder Roller, aber auch als Passagiere in Fahrradanhängern und Lastenrädern. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Kinder gerne Fahrrad fahren, aber im Straßenverkehr besonders gefährdet sind und deshalb sichere Wege brauchen.
Die Demonstration startet am Samstag, den 23. Juli um 11 Uhr beim Rathaus in Rom und führt dann auf einer gesicherten (und von der Polizei begleiteten) Route durchs Dorf. Es besteht also keine Gefahr für mitradelnde Kinder.
Weitere Infos unter https://nachhaltiges-kernen.de/prorad-kernen.
K21 Kernen unterstützt diese Demo, genauso wie wir die Initiative „Sicherer Schulweg L1201“ unterstützt haben, die erreichte, dass es jetzt auf dem Weg von der Seemühle nach Endersbach eine Druckknopfampel gibt, die Kindern (und auch älteren) einen sicheren Überweg über diese vielbefahrene Landesstraße ermöglicht.

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Thema Motorradlärm: Knieschleifen

Kennen Sie „Knieschleifen“?
Bei unserem letzten Arbeitstreffen am vergangenen Samstag – wir saßen wegen des schönen Wetters auf der Terrasse – steigerte sich der ständige Motorradlärm, der von der Esslinger Straße zu uns rüberschallte, so gegen 20 Uhr zu einem Höhepunkt. Wir beschlossen daraufhin, uns die Sache vor Ort genauer anzugucken. Und tatsächlich: Dort waren ca. 10 Motorradfahrer zu Gange, die mit ihren Maschinen die Esslinger Straße ständig rauf und runter fuhren, um den sog. Knieschleifer zu praktizieren.
Dabei wird in der Kurve das innenliegende Knie ausgestellt und das Motorrad in ca. 45 Grad Schräglage gebracht. Vorne auf der Kniescheibe ist ein Hartplastikteil befestigt, das bei Berührung mit dem Straßenbelag Funken schlägt.
Spektakulär ist die langgestreckte Kurve bei der Abzweigung zum Schützenhaus. Siehe unser Foto (allerdings ohne Funken, hat nicht ganz geklappt). Während der halben Stunde, wo wir oben waren, fuhren die Motorräder Dutzende Mal hoch und runter. Vom „Tor zum Remstal“ kommend mit ca. 100 km/h – 40 km/h Geschwindigkeitsbeschränkung, wen interessierts? – um dann mit 70 – 80 km/h in die Kurve zu liegen. Wir sahen eine Frau im Auto Richtung ES, die total erschrak, als ihr plötzlich ein Motorrad in Schräglage entgegenkam. Die Ausfahrt aus der Straße zum Schützenhaus ist gefährlich, weil die Motorräder so schnell daherkommen, dass sie (trotz Spiegel) erst sehr spät wahrgenommen werden. (Forts. folgt)

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Brief eines besorgten Bürgers an den Bundesverkehrsminister Wissing zu Zukunft der Deutschen Bahn

Sehr geehrter Herr Dr. Wissing, 

mit großem Interesse habe ich in den letzten Tagen verfolgt, mit welchen Maßnahmen Bahn und Politik die Bahn attraktiver und leistungsfähiger machen wollen.Falls man es damit wirklich ernst meint, dann fehlt allerdings ein ganz wichtiger Punkt:Seit Jahren investiert die DB AG horrende Summen in windige, meist verlustreiche Auslandsgeschäfte (Busverkehr auf Malta, Tren Maya in Mexiko, …). Da die Bahn selbst hoch verschuldet ist und keine Gewinne erwirtschaftet, zahlt diese Geschäfte der Staat und damit auch ich als Steuerzahler.Weder die Aufsichtsräte, noch die Politik unternehmen etwas gegen diese Verschwendung von Steuergeldern.Selbst innerhalb von Deutschland zahlt die DB für Leistungen, die nicht zu ihren Aufgaben gehören. Warum zum Beispiel muss ein Bus (IC-Bus) von Berlin nach Hamburg fahren und warum ist Prag von Nürnberg aus nicht direkt mit der Bahn erreichbar? Auch hier muss ich mich in einen von der DB betriebenen Reisebus quetschen, obwohl eine Bahnfahrt viel angenehmer und kundenfreundlicher wäre.Und warum verkehren auf der „Sachsen-Magistrale“ über die Großstadt Chemnitz keine Fernzüge mehr? Chemnitz ist übrigens 2025 Kulturhauptstadt Europas und bis dahin hoffentlich wieder ans Fernverkehrsnetz angeschlossen.Die Probleme der Deutschen Bahn AG hat man offensichtlich zumindest teilweise erkannt. Was ich vermisse sind allerdings Aussagen zu geplanten und derzeit im Bau befindlichen Großprojekten, die Milliarden Euro binden, die anderswo dringend gebraucht würden. Allein STUTTGART 21 wird am Ende wohl 15 Mrd. € oder mehr kosten und dennoch zu einem Engpass im Südwesten führen. Französische TGV können den Tiefbahnhof aus technischen Gründen nicht anfahren und werden daher wohl über Würzburg nach München fahren. Die SBB ist gerade dabei, ihre Fahrten nach Stuttgart dauerhaft einzustellen.Außerdem ist noch nicht geklärt, ob STUTTGART 21 nach seiner Fertigstellung (wann auch immer!) eine Betriebserlaubnis erhält. Ich erinnere nur an den BER, der erst 7 Jahre nach dem ursprünglich geplanten Eröffnungstermin seinen Betrieb aufnehmen konnte. Dort allerdings waren Nachbesserungen möglich. In Stuttgart dürfte es jedoch weitaus schwieriger werden, zum Beispiel breitere Fluchtwege in den Tunneln anzulegen. Hierfür müsste man im Prinzip alle Tunnel neu und damit größer bauen. Finanziell hieße das, nochmals mindestens 15 MRD. € in das Projekt fließen zu lassen.Aber auch das würde die Leistungsfähigkeit von S21 nicht erhöhen. Wärend die SBB zum Beispiel den Bahnhof erweitert und mehr Gleise anlegt, wird die Zahl der Gleise in Stuttgart dauerhaft um mehr als die Hälfte reduziert.“Der Fisch stinkt vom Kopf her“ heißt ein altes Sprichwort. Dies trifft auch auf die Probleme der DB AG zu. Es ist schwer zu glauben, dass die gleichen Personen im Vorstand und Aufsichtsrat die Bahn retten sollen, die sie jahrelang gegen die Wand gefahren haben.Auch unter Bahnchef Richard Lutz wurde das Schienenetz der DB AG weiter zurückgebaut und somit anfälliger gemacht. Noch 2021 wurden Strecken stillgelegt und Weichen demontiert.Wie soll man dann glauben, dass Richard Lutz, Berthold Huber, Martin Seiler und all die anderen, die Ihnen ja bestens bekannt sein sollten, ausgerechnet jetzt die Bahn retten könnten?Wenn man diesen Leuten Geld in die Hand gibt, so besteht die große Gefahr, dass sie es wieder im Ausland anlegen, anstatt das deutsche Schienenetz zu sanieren und auszubauen.Es geht also weniger darum, wieviel Geld die Bahn vom Bund bekommt sondern darum, was sie mit dem Geld macht.Zum Abschluss möchte ich noch einige Zugbegleiter zitieren, die ihren Unmut über die Verhältnisse bei der DB nicht verschweigen:“Heute geht es wieder drunter und drüber, fragen sie uns deshalb lieber nicht. Wir haben auch nicht mehr Infos als sie.““Das Chaos-Team der Deutschen Bahn verabschiedet sich. Wir hoffen, wir konnten den schlechten Eindruck festigen, den sie von uns haben.“Mit derartigen Zugdurchsagen wurden mittlerweile ganze Bücher gefüllt, die im Handel erhältlich sind.Wenn sich daran etwas ändern soll, dann brauchen wir Eisenbahner mit Sachverstand im Vorstand der Bahn.Allein, dass die Vorgänder von Herrn Lutz alle aus dem Hause Daimler kamen, lässt tief blicken. Auch dass Ex-Bahnchef Rüdiger Grube heute einen hoch bezahlten Beratervertrag bei Herrenknecht hat, hat ein „G’schmäckle“, wie der Schwabe sagt. Von Roland Pofalla möchte ich erst gar nicht sprechen.Zusammenfassend möchte ich erhebliche Zweifel darüber äußern, dass derzeit tätige Bahnvorstände und Politiker die Lage der DB in den Griff bekommen. Solange Bahnvorstände ihre Bonuszahlungen (wofür eigentlich?) mehr interessieren als ein intaktes und leistungsfähiges Schienenetz, habe ich keine Hoffnung auf Verbesserungen.Vielleicht überzeugen Sie mich vom Gegenteil?

 Mit besorgten GrüßenPeter Müller (begeisterter Bahnfahrer – wenn sie denn fährt) ________________________

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