#Aufschrei21

Was haben wir? Den Zeit-Artikel, der endlich die grösste Blamage der deutschen Baugeschichte sieht. http://mobil.zeit.de/2013/31/stuttgart-21-gutachten Die Bahn hat nicht mal die Leitungsverlegungen vor Aushub der Baugruben im Griff. Sie hat nicht nur technisch keine Lösungen, sie hat auch Zeit und Kosten dafür nicht kalkuliert. Sie hat weiterhin die Aufträge so kalkuliert und vergeben, dass die Firmen für jedes unerwartete und ungeplante Geschehen Nachträge stellen können. Zeit und Kosten dafür hat sie nicht kalkuliert. Was das bedeutet, sieht man an der Elbphilharmonie. Das alles bedeutet, dass wir uns bei Bauzeit und Kosten der Wahrheit noch lange nicht nahegekommen sind. Und auch die jetzt noch gering angegebenen Kosten sind nicht finanziert und laufen auf einen Rechtsstreit um Milliarden zwischen Bahn, Land und Stadt hinaus.

Was haben wir noch? Ramsauer wusste schon zur Schlichtung, dass S21 deutlich mehr als 4,5 Mrd. kostet. Geißler wusste es auch. Das beweist das FAZ-Interview http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/teures-bahnhofsprojekt-geissler-stellt-stuttgart-21-in-zweifel-11992085.html mit dem Satz „Die Bahn hätte über die Kosten schon bei der Schlichtung offen reden müssen, das hat aber Verkehrsminister Ramsauer vom Tisch gewischt.“ Schlichtung und Volksabstimmung, das Heiligtum der baden-württembergischen Koalition, basieren auf absichtlichen Wählertäuschungen.

Was haben wir noch? S21 bringt keinen nennenswerten Vorteil gegenüber K21, worunter „die zweigleisige Anbindung der Neckartalroute über die Wendlinger Kurve an die Schnellbahnstrecke nach Ulm und Spuroptimierungen in den Bahnhöfen“ verstanden wird. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-gutachten-k-21-schneidet-bei-reisezeit-gut-ab.49ea5c25-f48e-4992-b974-656877ee9f11.html Auch dieses Gutachten wurde von den Projektbefürwortern bei der Schlichtung und vor der VA unter Verschluss gehalten. Das Ergebnis erstaunt keinen, der sich auskennt. S21 ist kein Infrastrukturprojekt. S21 ist kein Bahnprojekt.

Was haben wir noch? Wir wissen inzwischen, dass das Regierungspräsidium keine neutrale Behörde ist. Wen’s gewundert hat, wie die Abwägung öffentlicher Interessen wie Schutz der Natur- und Baudenkmäler und des Mineralwassers und der bahntechnischen Lösungsvarianten in der Planfeststellung stets zugunsten des gewünschten Projekts ausgehen konnte, dem klärt sich alles auf, wenn er erfährt, dass der als nicht neutral erkannte Joachim Henrichsmeyer schon an den Planfeststellungsbeschlüssen beteiligt war.

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Die Zukunft unserer S-Bahn (Teil 4)

Im Mai veröffentlichte die WKZ eine Serie über die Geschichte unserer S-Bahn. Als letzter Artikel am 10.6.: „Man wird ja wohl mal träumen dürfen“, ein Gespräch mit Bahnexperten aus dem S21-Widerstand zur Zukunft der S-Bahn. Zur Vorbereitung des Treffens hatten wir ein Positionspapier erarbeitet, aus dem wir heute den 4. Auszug veröffentlichen:Überlastung der Rems-BahnFür einen leistungsfähigeren Nahverkehr bräuchten wir für die S-Bahn den Viertelstunden- und für Regionalzüge grundsätzlich einen Halbstundentakt, nicht nur in der Hauptverkehrszeit. Das geht aber nicht auf der Rems-Bahn, da sie bereits zu 70% ausgelastet ist (ohne Güterverkehr!). Das Problem hier ist der sog. Mischverkehr, d.h. S-Bahn, Fern- und Güterverkehr fahren auf demselben Gleis. Eine Lösung wäre die Schaffung von zusätzlichen Überholmöglichkeiten bzw. der Bau eines 3. bzw. 4. Gleises. Aber: die DB hat in den letzten Jahrzehnten aus Kostengründen Weichen und Überholmöglichkeiten abgebaut und die Flächen, die für ein 3. Gleis benötigt würden, wurden verscherbelt und zugebaut. Ein weiteres Problem der Remsstrecke: ab Aalen-Goldshöfe wird sie eingleisig. Deshalb hülfe eine Beschleunigung bis Schorndorf nur bedingt, da es regelmäßig vor Aalen zum Zugstau käme. (Fortsetzung folgt).

Termine

Do, 25.7., 20 Uhr, Kulturhaus Schwanen WN: SPD-Streitgespräch zwischen dem S21-Gegner Frank Distel von den Fildern und dem S21-Hardliner Harald Raß aus Fellbach. Das wird sicher spannend! Mo, 29.7., 18 Uhr, Kulturhaus Schwanen, WN: Vortrag von Prof. Heiner Monheim – Verkehrswende in Stadt und Land (zu den Themen aus dem o.a. Positionspapier).

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Edward Snowden

Snowden

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Die Zukunft unserer S-Bahn (Teil 3)

Im Mai veröffentlichte die WKZ eine Serie über die Geschichte unserer S-Bahn. Als letzter Artikel am 10.6.: „Man wird ja wohl mal träumen dürfen“, ein Gespräch mit Bahnexperten aus dem S21-Widerstand zur Zukunft der S-Bahn. Zur Vorbereitung des Treffens hatten wir ein Positionspapier erarbeitet, aus dem wir heute den 3. Auszug veröffentlichen:
Verkürzung Zugfrequenz im Hauptbahnhof
Der wichtigste Hinderungsgrund für eine Taktverkürzung bei der S-Bahn (z.B. durchgehender 15-Minuten Takt auf allen Linien) ist das Nadelöhr Hauptbahnhof tief. Mit der gegenwärtigen Signaltechnik schafft der VVS eine Taktfrequenz von 2,5 Minuten. Die S-Bahn in München schafft eine Taktfrequenz von 2 Minuten (also 30 Züge pro Stunde statt nur 24 wie in Stuttgart). Voraussetzung für eine geringere Taktfrequenz wäre die Einführung des ETCS [European Train Control System – eigentlich seit 2001 für neue Strecken vorgeschrieben, bisher aber nur in CH und I in Betrieb]. Allerdings würde dieses neue System 100-200 Mio Euro für die Umrüstung kosten, pro Zug liefen Kosten von ca. 300.000 Euro auf. Es ist weitgehend unbekannt, dass viele neue Züge das ETCS schon haben, aber es nicht einsetzen, weil die Strecken nicht darauf ausgerichtet sind. Hinzu kommen die Probleme mit dem störanfälligen Türsystem der neuen Züge vom Typ ET 430, die nun alle wieder aus dem Verkehr gezogen wurden. Im Grunde können wir nur voller Verzweiflung sagen: die Bahn kriegt es nicht auf die Reihe, egal, was sie macht. (Fortsetzung folgt).
Termine
Fr, 19.7., 19.30 Uhr, Stadtwerke Fellbach: Prof. Bodack – was ändert sich im Rems-Murr Bahnverkehr durch S21? Mi, 31.7., 20.30 Uhr: unsere nächste Sitzung, TV-Heim

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Die Zukunft unserer S-Bahn (Teil 2)

Im Mai veröffentlichte die WKZ eine Serie über die Geschichte unserer S-Bahn. Als letzter Artikel unter dem Titel „Man wird ja wohl mal träumen dürfen“ am 10.6. ein Gespräch mit Bahnexperten aus dem S21-Widerstand. Zur Vorbereitung des Treffens hatten wir ein Positionspapier erarbeitet, aus dem wir heute den 2. Auszug veröffentlichen, zu regionalen Verkehrsfragen:
1.Güterverkehr: In den letzten Jahren wurde von der Bahn systematisch der Güterverkehr im Rems-Murr-Kreis (wie in der ganzen BRD) an die Wand gefahren. Im Remstal wurden die Expressgutbahnhöfe Endersbach, Grunbach, Fellbach und WN nach und nach aufgelöst und die Gelände an den Meistbietenden verscherbelt, so dass es hier keinen einzigen Güterzuganschluss mehr gibt! Der Gipfel ist sicherlich die Tatsache, dass das hochmoderne Briefverteilzentrum der Deutschen Post beim Bahnhof WN keinen Industriegleisanschluss mehr hat. Das Abbauprogramm hieß MORA = Marktorientiertes Angebot Cargo C und wurde 2001 unter Bahn-Chef Mehdorn (einem Flugverkehr-Manager) begonnen. Kern des Programms war die Kündigung aller Gleisanschlüsse (insg. 1000 von 2100), deren Bedienung höhere Kosten als Einnahmen verursachte. Betroffen waren dadurch insbesondere kleinere Kunden mit einem geringen Verkehrsaufkommen.
2.S-Bahnen: Kapazitätsgrenze erreicht
Bei Wahlen hören wir immer dieselben Fensterreden der Politik: der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) soll ausgebaut werden. Aber unsere S-Bahnen fahren bereits mit 95% ihrer Kapazität, insbesondere in den wichtigen Hauptverkehrszeiten. Eine wesentliche Steigerung ist nicht möglich. Hinzu kommt die Unfähigkeit der DB als Betreiber, wg. der Bauarbeiten für S21, das System anständig am Laufen zu halten. (Forts. folgt)

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Jakarta – Alaska – Rommelshausen

Wussten Sie schon, dass die Deutsche Bahn (DB) unter ihren letzten 4 Oberbossen, von denen 3 aus der Auto- oder Flugzeugindustrie kamen (Dürr, Mehdorn, Grube), auf der ganzen Welt Beteiligungen an Transportunternehmen zusammengekauft hat? Merkwürdigerweise nicht nur bei Bahnen, sondern auch im Flugzeug- und Lkw-Transportsektor. So hat sie u.a. Beteiligungen und Büros in Alaska, Jakarta und Vietnam. Diese Beteiligungsfirmen, deren Bosse völlig überzogene Vergütungen beziehen, erarbeiten vor allem Verluste. Diese Verluste werden ausgeglichen durch hohe Gewinne, die die DB Netze Personenbahnhöfe (eine Unterfirma der DB) erwirtschaftet. Wie das? Jeder Zug, der einen Bahnhof benutzt, muss eine Gebühr zahlen. Wenn die S-Bahn, die vom Verband Region Stuttgart (also von unseren Steuergeldern) und durch unsere Fahrscheine finanziert wird, in Rom oder Stetten-Beinstein hält, muss der VVS dafür an die DB eine Gebühr entrichten. Aus all diesen Gebühren erwirtschaftete die Bahn von 2003 bis 2012 einen Gewinn von über 1 Milliarde (!) Euro. Gleichzeitig lässt sie aber diese Bahnhöfe seit Jahren verkommen und sucht nun – als Gipfel der Unverschämtheit – per Zeitungsartikel „Bahnhofspaten“ aus der Bevölkerung, die sich um diese verkommenen Bahnhöfe kümmern sollen. Das ist Bahnpolitik heute – der Fahrkomfort für Millionen von PendlerInnen, die täglich die Bahn benutzen müssen, ist ihnen sch…egal, Hauptsache, die Gehälter der Manager stimmen.

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WARUM, ALSO, SOLLTE MAN SIE WÄHLEN?

Es ist kurz vor dem Abpfiff, der Ball liegt auf dem Elf-Meter-Punkt. Der Torhüter ist abgelenkt. Sie dürften und müssten schießen. Und? Sie wollen jetzt erst mal in Ruhe die letzten gegnerischen Spielzüge analysieren!

JA, SIND SIE DENN NOCH ZU RETTEN?

Sehr geehrte Frau Abgeordnete, sehr geehrter Herr Abgeordneter,

Sie, zumindest als Fraktion, untersuchen gegenwärtig mit Hingabe die Aktionen von Minister de Maizière. Was hat er wann gewusst und wann zugegeben? Hat er gelogen? Dass bei dem unseligen Drohnenprojekt Hunderte Millionen an Steuermitteln in den Sand gesetzt wurden und dass ein Teil davon vielleicht noch zu retten wäre, spielt bei Ihnen momentan bezeichnenderweise eine untergeordnete Rolle. Und dass mit dem Projekt Stuttgart21 eine noch viel größere Steuerverschwendung direkt vor Ihren Füßen liegt, scheint Sie vollends nicht zu interessieren. Schlimmer noch, durch Ihr Schweigen (oder Ihre Indolenz) leisten Sie einem sich abzeichnenden gigantischen Verschwendungsskandal, nämlich dem zehn- bis fünfzehnfachen des Drohnendebakels, noch Vorschub. Sie alle, auch als Oppositionsabgeordnete, befinden sich also in genau derselben Situation, für die Sie den Minister drastisch rügen: Sehenden Auges immer mehr Steuergeld in ein Projekt zu stecken, das heute schon als gescheitert erkannt worden ist. Weiterlesen

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Zum Tode von Thomas Züfle – ein Nachruf

Am 23.11.2011 traf sich die S21-Widerstandsbewegung aus dem Rems-Murr-Kreis, darunter auch zahlreiche Aktive von K21 Kernen, in Waiblingen mit dem Stuttgarter Polizeipräsidenten Thomas Züfle, um mit ihm zwei Stunden lang zahlreiche Probleme zu besprechen, die unsere Bewegung mit der Polizei und der Verfolgung und Überwachung von S21-GegnerInnen hat. Züfle war im Juni 2011 ins Amt gekommen, weil sein Vorgänger die Verantwortung für die Prügelorgien und den Wasserwerfereinsatz der Polizei im Stuttgarter Schlossgarten am 30.9.2010 übernehmen musste. Er kam vor 2 Wochen im Alter von 57 Jahren bei einem unverschuldeten Motorradunfall ums Leben. In einem Nachruf schreibt die Stuttgarter Internetzeitung http://www.kontextwochenzeitung.de/: „So war Züfle: immer erst mal reden mit den Leuten. Er sprach offen und versprach Aufklärung. Deshalb hatten ihn nicht alle droben auf dem Pragsattel, in diesem ‚durchgefönten Laden‘, mit offenen Armen empfangen, als er vor gut zwei Jahren die Nachfolge des allzeit linientreuen Siegfried Stumpf übernahm. Das hat sich schnell geändert. ‚Mit Thomas Züfle haben wir einen besonderen Polizeipräsidenten verloren. Seine stets unaufgeregte, ruhige menschliche Art, seine Offenheit und sein Zugehen auf alle Menschen hat ’seinem und unserem‘ Polizeipräsidium unsagbar gut getan‘, schrieb sein Stellvertreter Norbert Walz am Montag.“

Termine

Unsere nächste Sitzung: Mi, 3.7., 20 Uhr, TV-Heim Stetten. Die ausgefallene Kanufahrt auf der Jagst wird wiederholt am Sa, 20.7. Weiteres dazu in Kürze.

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Die Zukunft unserer S-Bahn

In den letzten Wochen veröffentlichte die Waiblinger Kreiszeitung eine Serie über die Geschichte unserer S-Bahn. Wir haben daraufhin vorgeschlagen, sich doch auch mit der Zukunft der S-Bahn zu beschäftigen. Deshalb fand am 10.6. ein Gespräch mit Bahnexperten aus Stetten, Fellbach, Waiblingen und Schorndorf statt, über das die WKZ am 15.6. unter dem Titel „Man wird ja wohl mal träumen dürfen“ berichtete. Zur Vorbereitung hatten wir ein Positionspapier erarbeitet, aus dem wir in den nächsten Wochen Auszüge veröffentlichen werden. Heute der 1. Teil mit Grundsatzfragen: a)Geschwindigkeit. Wie wollen wir in Zukunft reisen? Wollen wir möglichst schnell von einer Hauptstadt in die nächste kommen (Metropolverbindungen auf Hochgeschwindigkeitsstrecken) und von dort aus mit dem Taxi oder Mietwagen weiter, oder wollen wir ein Eisenbahnnetz in der Fläche, das uns an jeden Punkt in der Bundesrepublik bringt, mit einem getakteten Fahrplan, der ein problemloses und weitgehend wartefreies Umsteigen ermöglicht (so wie in der Schweiz, mit dem Halbstundentakt von „Bahn 2000“)? b) Komfort, Sicherheit, Kosten. Wenn wir eine Zugreise planen, wollen wir dann eine kompetente Auskunft über die Reisemöglichkeit, die von einer leibhaftigen Person erteilt wird, die uns über die günstigste, komfortabelste und preiswerteste Lösung informiert oder wollen wir einen unübersehbaren Tarifdschungel, der den wiefsten Schnäppchenjägern im Internet ein preiswertes Reisen ermöglicht, alle anderen gucken in die Röhre. Und wenn wir mit der Bahn zur Arbeit fahren, brauchen wir dann eine pünktliche, preiswerte und komfortable Verbindung oder einen schicken Kellerbahnhof?Unsere nächste Sitzung

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21 Großdemo am Samstag, 15. Juni

Am kommenden Samstag gibt es ab 17 Uhr (Treffpunkt Schlossplatz Stuttgart) wieder eine Großdemo gegen den Tunnelbahnhof. Sie steht unter dem Motto „Stuttgart 21 ist überall – wehrt euch, vernetzt euch“. Neben Albrecht Müller, dem Herausgeber vonwww.nachdenkseiten.de und Volker Lösch werden deshalb auch VertreterInnen aus anderen Städten und europ. Ländern zu Wort kommen, in denen es ähnliche Konflikte gibt, u.a. Siri Keil (HH, Elbphilharmonie), Martina Moog (Mega-Bahnprojekt im ital. Susatal), Rouzbeh Taheri (Großflughafen Berlin) und Michael Wilk (Flughafenprotest Frankfurt). Sicher werden auch die Polizeiausschreitungen bei den Blockupy-Protesten vom 1.6. in Frankfurt zu Sprache kommen, die in ihrer Brutalität an die Polizeiübergriffe des 30.9.2011 in Stuttgart erinnerten. Bei der 175. Montagsdemo am 10.6. erging die Aufforderung unserer Bewegung an die Landesregierung, mittels einer Feststellungsklage beim Verwaltungsgericht sicherzustellen, dass sie sich nicht über den vorgesehenen Betrag von 930 Mio Euro an den Kosten von S21 beteiligt. Damit könnte sichergestellt werden, das Land bei zukünftigen Kostensteigerungen nicht von der Bahn erpresst werden kann und diese alle Mehrkosten selber zahlen muss.

Unsere nächste SitzungMi, 19.6., 20 Uhr, TV-Heim Stetten. Unsere Webseite:www.kernen21.de

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S21 – bei Brand wirkungsvoller als jedes Krematorium

Bei einem Vortrag zum Brandschutz im Tiefbahnhof am 23.5. brachte der Ingenieur Hans Heydemann zum Teil haarsträubende Fehlplanungen und Gefährdungspotentiale ans Licht. Unter anderem zeigte er einen Film über den Brand eines ICE-Triebkopfes im November 2001 im Hauptbahnhof von Offenbach. Diesen Film (und den Mitschnitt des kompletten Vortrages) können Sie übrigens auf unserer Webseite www.kernen21.de angucken. Der damalige Einsatzleiter der Offenbacher Wehr, Manuel Hoppert (mit dem wir vor der Veranstaltung auch ausführlich telefoniert haben), hat in der Zeitschrift „Der Brandschutz“, Ausgabe 2/2002 unter dem Titel „Feuer im ICE“ den Einsatzablauf ausführlich beschrieben. Neben haarsträubenden Mängeln im Katastrophenmanagement der Deutschen Bahn (DB) beschreibt er die Schwierigkeit der Feuerwehr, einen brennenden ICE überhaupt löschen zu können. In Offenbach hatten sie ideale Zugangsbedingungen zum Brandherd und es konnten sämtliche der Feuerwehr zur Verfügung stehende Löschmittel eingesetzt werden. Trotzdem wurde der Brand erst nach 8 Stunden (!) unter Kontrolle gebracht. In seinem Fazit schreibt Hoppert: „Ein solcher Einsatz in einer Tunnelanlage wird unbeherrschbar sein.“ Die enorme Rauch- und Hitzeentwicklung bei einem Brand im Tunnel führt dazu, dass die nach oben flüchtenden Passagiere ersticken und dass auch kein Feuerwehrmann zum Brandherd vordringen kann. Aber der DB ist das egal, sie baut munter weiter.

Termine
Sa, 15.6., Stuttgart, Großdemo, 17 Uhr, Schlossplatz. Unter dem Motto: Stuttgart21 ist überall – wehrt euch, vernetzt euch“.
Unsere nächste Sitzung: Mi, 19.6., 20 Uhr, TV-Heim Stetten. 

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K21 Kernen-Pressesprecher Ebbe Kögel wird zum Kunstobjekt

Eine unerwartete Ehrung erfuhr dieser Tage Ebbe Kögel aus Stetten, Pressesprecher von K21-Kernen – Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs: er wurde zum Kunstobjekt. Ein bisher unbekannter Künstler hatte weder Zeit noch Mühe gescheut, um dem rührigen K21Kernen Aktivisten ein graphisches Denkmal zu setzen. Er hatte, nach dem Vorbild der Stuttgart 21-Aufkleber (rot durchgestrichenes Stuttgart 21 auf gelbem Grund) einen 15 x 5 cm großen gelben Aufkleber mit rot durchgestrichenem „Kögel 21“ produziert und auf verschiedenen Verkehrszeichen außerhalb des Remstaldorfes Stetten verteilt, das in gut unterrichteten Kreisen als provinzielle Hochburg des S21-Widerstandes gilt. Innerhalb des Dorfes sind die Aufkleber aus unerfindlichen Gründen bisher allerdings noch nicht aufgetaucht.

Aufkleber Kögel 21
Des weiteren wird auf dem Aufkleber in kleinerer Schrift auf die Webseite www.ogschafft.de verwiesen. Zum großen Bedauern der zahlreichen Pro- und Kontra Fangemeinde des seit Jahrzehnten tätigen Politaktivisten Ebbe Kögel hat es der unbekannte Künstler (K21 Kernen nimmt an, dass es ein Mann gewesen ist) aber leider nicht geschafft, diese Webseite auch tatsächlich einzurichten. Auf den Inhalt wären viele Menschen sicherlich gespannt gewesen.

Wie zahlreiche in den letzten Jahren veröffentlichte Bücher und Fotobände beweisen, finden kreative Köpfe in der S21 Widerstandsbewegung ein weites Betätigungsfeld. Deshalb lädt K21 Kernen den unbekannten Künstler zur Mitarbeit ein. Begabte Graphiker und Menschen mit guten Ideen sind da immer willkommen.

Die nächste Sitzung von K21 Kernen ist am Mittwoch, 19. Juni um 20 Uhr im TV-Heim Stetten.

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Brandschutz im Schiefbahnhof S21

Hier nun die Aufzeichung von der sehr gut Besuchten Veranstaltung im TV-Heim in Stetten die übrigenes auch über 200 Personen live bei Cams21 mitverfolgten. An dieser Stelle auch noch ein großes Dankeschön an die Aktivisten von Cams21!!!

Wer sich jetzt noch Fragt weshalb so etwas bei uns möglich ist und wer dafür Verantwortlich ist. Der sollte sich den folgenden Beitrag ansehen in dem unser Finanzminister Schäuble die Schuldigen für die ganzen misslungen Großprojekte benennt: http://youtu.be/SsOmYzKn_Zk?t=9m40s

 

 

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Vortrag von Dipl.Ing. Hans Heydemann am 23.5.: Brandschutz im Tiefbahnhof S21

K(ernen)21 ist ein Verein, der sich für die Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs einsetzt. Im Rahmen seiner Aktivitäten und in Zusammenarbeit mit dem Rems-Murr-Zusammenschluss der Widerstandsgruppen gegen den geplanten Tiefbahnhof Stuttgart21 hat K21 den Ingenieur Hans Heydemann von den Ingenieuren22 eingeladen. Bei seinem Vortrag am Donnerstag, 23. Mai um 19.30 Uhr im TV-Heim in Stetten befasst er sich mit dem Brandschutz beim geplanten Tiefbahnhof bzw. auf den Bahnstrecken des VVS-Gebietes.
Zur Vorschau ein Film eines brennenden ICE Triebkopfes in Offenbach.

Nach seinen Erkenntnissen ist das Brandschutzkonzept des geplanten Tiefbahnhofs für Stuttgart 21 weder funktions- noch genehmigungsfähig. Auch von der zuständigen Stuttgarter Feuerwehr wurde der mangelnde Brandschutz im Tiefbahnhof bereits mehrfach kritisiert. Denn die größte, oft unterschätzte Gefahrenquelle im Brandfall ist die Verrauchung der Fluchtwege. Und die führen im Tiefbahnhof alle nach oben – mitten in den Rauch hinein. Dies könnte insbesondere für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Eltern mit Kinderwagen zur möglicherweise tödlichen Gefahr werden.
Doch der Vortrag beschäftigt sich nicht nur mit Stuttgart21, sondern stellt mit anschaulichem Bildmaterial von Brandfällen im Bahnverkehr dar, was passiert, wenn ein brennender Zug in einen Bahnhof einfährt bzw. im Bahnhof Feuer fängt. Dies ist ein Fall, der durchaus auch auf den Bahnstrecken der Rems- und Murrbahn vorkommen könnte und auf den unsere örtlichen Wehren vorbereitet sein sollten. Deshalb sind auch ausdrücklich alle Feuerwehrleute und für die Feuerwehr Verantwortlichen im Remstal zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Der Eintritt ist frei.

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Veranstaltungen

Treffen mit Verkehrsexperten Reinhart heute schon 18.30 Uhr

In unserer Ankündigung im letzten MB hatten wir leider eine falsche Uhrzeit angegeben. Das Treffen findet heute, Mi, 15.5. bereits um 18.30 Uhr im TV-Heim in Stetten statt. Wir unterhalten uns mit Peter Reinhart, einem S21-Befürworter, über die Zukunft des Bahnverkehrs im Remstal und in der Region. Gäste sind herzlich willkommen. Eintritt frei.

Vortrag von Hans Heydemann über Brandschutz im Tiefbahnhof

Dipl. Ing. Hans Heydemann, Mitglied der Ingenieure 22, befasst sich bei seinem Vortrag am Do, 23.05. um 19.30 Uhr im Stettener TV-Heim mit dem Brandschutz im geplantem Stuttgarter Tiefbahnhof bzw. auf den Bahnstrecken des VVS-Gebietes. Ein von der Bahn selbst in Auftrag gegebenes Gutachten der Firma Gruner besagt, dass das Flucht- und Rettungskonzept beim neuen Tiefbahnhof katastrophale Mängel aufweist. Doch Herr Heydemann beschäftigt sich nicht nur mit S21, sondern stellt mit anschaulichem Bildmaterial von Brandfällen im Bahnverkehr dar, was passiert, wenn ein brennender Zug in einen Bahnhof einfährt bzw. im Bahnhof Feuer fängt. Dies ist ein Fall, der durchaus auch auf den Bahnstrecken der Rems- und Murrbahn vorkommen könnte. Deshalb sind auch die Feuerwehren von Kernen und Umgebung recht herzlich zu diesem Vortrag eingeladen. Eintritt frei.

Weitere Termine

Unsere nächste Sitzung: Mi, 22.5, 20 Uhr, TV-Heim Stetten. Sa, 25.5. ab 9 Uhr: K21 Kernen-Kanuausfahrt auf der Jagst (ganztägig). Weitere Auskünfte bei Jürgen Horan, Tel. 43606

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Gespräch mit dem Verkehrsexperten Peter Reinhart am 15.5.

Die Sitzung von K21 am 08.05.2013 dient vor allem der Vorbereitung unserer Veranstaltung mit Hans Heydemann, der am Do, 23.5. nach Stetten kommen wird, zu einer gemeinsamen Veranstaltung von K21 Kernen und den anderen S21-Widerstandsgruppen aus dem Rems-Murr-Kreis. Heydemann ist Ingenieur und beschäftigt sich insbesondere mit dem unzureichenden Brandschutz und anderen Sicherheitsmängeln beim geplanten Kellerbahnhof.
 Ganz anders gelagert wie die Veranstaltung mit Hans Heydemann ist unser geplantes Gespräch mit dem Bahnverkehrsexperten Peter Reinhart aus Dresden. Herr Reinhart war vor 1 Jahr bei uns zu Gast, der Landtagsabgeordnete Jochen Haußmann hatte ihn damals als Experten mitgebracht zu unserem Treffen am 20.6.12. Herr Reinhart hat Verkehrswissenschaften studiert und ist dazuhin leidenschaftlicher Bahnfahrer, der pro Jahr Tausende Kilometer mit der Deutschen Bahn zurücklegt. Er ist allerdings eher der S21-Befürworterseite zuzurechnen. Bei einem informellen Gespräch wollen wir uns mit ihm über die Zukunft des Bahnverkehrs unterhalten. Also zum Beispiel über die Frage, ob und inwieweit der Öffentliche Personennahverkehr des Rems-Murr-Kreises von S21 profitierte, ob das S-Bahn System im Remstal und im Großraum Stuttgart überhaupt eine höhere Fahrgastzahl verkraften würde und welche Investitionen tatsächlich sinnvoll wären, um unser öffentliches Transportsystem für die nächsten 30 Jahre fit zu machen. Interessierte, vor allem auch der BefürworterInnen-Seite, sind zu diesem Gespräch herzlich eingeladen. Trauen Sie sich, Sie werden von uns nicht gefressen. Außerdem koschd’s neks.

Mittwoch, 15. Mai, 20 Uhr, TV-Heim.

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Dorfrundgang zur Barrierefreiheit in Stetten

Die Initiativkreis Barrierefreiheit wurde vor 3 Jahren von der Diakonie Stetten ins Leben gerufen. Er besteht aus VertreterInnen der Behinderten, MitarbeiterInnen der Diakonie sowie Aktiven von K21 Kernen. Am 15.3. organisierte dieser Kreis – zusammen mit Vertretern des Seniorenrates und der OGL – einen Rundgang durch Stetten, bei dem alle Einmündungen von Gehwegen in Straßen, Fußgängerüberwege und der Zugang zu Gebäuden unter die Lupe genommen wurden. Mit einer Beschreibung und Fotos wurde an insgesamt 26 Stellen erfasst, ob diese den Erfordernissen der Barrierefreiheit genügen. Also ob keine erhöhten Randsteine oder gar Treppenstufen vorhanden sind und ob diese Stellen von RollstuhlfahrerInnen und älteren Menschen mit Gehwagen ohne fremde Hilfe und ohne Gefahr bewältigt werden können. Leider mussten wir feststellen, dass die Situation sehr unbefriedigend ist. Nur 3 der 26 untersuchten Stellen sind behindertengerecht (die sog. Plangleichheit), bei allen anderen sind die Bordsteine entweder gar nicht abgesenkt oder die Absenkung ist zu gering ausgefallen. Die ausführliche Dokumentation des Rundgangs wurde vor 3 Wochen dem Bauamt der Gemeinde übermittelt, mit der dringenden Bitte, 1. bei geplanten Baumaßnahmen die Betroffenen mit einzubeziehen bzw. 2. im Zuge von laufenden Baumaßnahmen (Parkplatz Alte Schule, Lange Straße, Kegelplatz, Karlstr., Bürgerhaus) konkrete Verbesserungsmaßnahmen vorzunehmen. Interessierten kann die Doku gerne zur Verfügung gestellt werden. Tel. 368806.
 Unsere nächste Sitzung: Mi, 8.5., 20 Uhr, TV-Heim
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Die Megalomanie – eine schwere psychische Erkrankung

 Bei der 168. Montagsdemo in Stuttgart am 15.4. sprach u.a. Prof. Dr. Benedikt Weibel, ein Betriebswirtschaftler, der von 1978 bis 2006 bei den Schweizerischen Bundesbahnen gearbeitet hat. Die letzten 13 Jahre davon war er Chef der SBB. Im Gegensatz zur Herrn Grube, dem Chef der DB, hat er also Bahn-Fahren von der Pike auf gelernt. Er war mitverantwortlich für die Einführung von „Bahn 2000“, eines Konzeptes, das das Bahnfahren durch die Einführung eines Halbstundentaktes zwischen jeder größeren Stadt der Schweiz revolutioniert hat und die Eidgenossenschaft zur führenden Bahnnation in Europa, ja gar auf der ganzen Welt machte. In den Mittelpunkt seiner Rede stellte er die Megalomanie. Das ist ein Begriff aus der Psychiatrie, der Menschen beschreibt, die zwischen Größenwahnsinn und Selbstüberschätzung hin- und herschwanken. Von dieser Krankheit sind vor allem Politiker, Planer, Architekten und Bauunternehmer betroffen, die sich selbst ein Denkmal setzen wollen oder sich mit solchen Projekten eine goldene Nase verdienen. Diese megalomanen Projekte (siehe Flughafen Berlin oder Elbphilharmonie) sind gekennzeichnet von einem minimalen Nutzen bei enormen Kostensteigerungen, die letzten Endes die SteuerzahlerInnen bezahlen müssen. Für Bahn 2000 wurden nur 46 km Neubaustrecke gebaut, der durchschlagende Effekt wurde durch eine Optimierung der bestehenden Strecken und die Taktung des Gesamtsystems erreicht. Die Gesamtkosten für Bahn 2000 beliefen sich auf 5 Milliarden Euro, das ist weniger als die Hälfte von dem, was Stuttgart 21 einmal kosten wird. (Wenn es denn gebaut würde).
 Unsere nächste Sitzung: heute, Mi, 24.4., 20 Uhr, TV-Heim Stetten. Neue Aktive sind herzlich willkommen. Ebenfalls heute, 20 Uhr, Kulturhaus Schwanen in WN: der ehem. Richter Dieter Reicherter spricht über die juristischen Aspekte von S21 „Rechtsbruch ohne Ende“.
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S21 – Rechtsbruch ohne Ende?

 Am Mittwoch, 24. April organisiert das „Bündnis Waiblingen für K21“, unsere Schwesterorganisation in unserer Kreismetropole, um 20 Uhr eine Fachvortrag mit Dieter Reicherter aus Althütte. Thema: „S21 – Rechtsbruch ohne Ende?“ Dieter Reicherter war früher Richter und Staatsanwalt. Bis zu seiner Pensionierung Ende 2010 war er Vorsitzender einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart. Am 30.9.10 erlebte er zufällig den „Schwarzen Donnerstag“ mit und begann Fragen zu stellen: nach der Recht- und Verhältnismäßigkeit des Einsatzes und nach den Verantwortlichkeiten. Weil er interne Polizeidokumente an die Öffentlichkeit brachte, geriet er ins Visier seiner ehem. Kollegen von der Staatsanwaltschaft. Eine unrechtmäßige Hausdurchsuchung in seiner Abwesenheit machte ihn bundesweit bekannt. Seither hat er sich intensiv mit allen rechtlichen Fragen rund um den Tunnelbahnhof beschäftigt und beantwortet beim Vortrag folgende Fragen: 1. Ist der Volksentscheid vom 27.11.2011 noch bindend? (Oder kam die Entscheidung unter Vortäuschung falscher Tatsachen zustande, da die wahren Kosten den Abstimmenden verschwiegen wurden?) 2. Untreuevorwürfe gegen die Verantwortlichen der Deutschen Bahn. (Reicherter hat zusammen mit anderen Juristen die Bahnvorstände Grube und Kefer angezeigt, weil sie wissentlich dem Aufsichtsrat und der Bundesregierung die Kostenexplosion bei S21 verschwiegen hatten). 3. Haftungsfragen bei Weiterbau und Ausstieg. (Von den BefürworterInnen wird behauptet, ein Ausstieg sei aus rechtlichen Gründen jetzt nicht mehr möglich. Ist dies juristisch haltbar?). Eintritt frei.
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Eine Dreiviertelmilliarde für den Flughafenbahnhof?

Zur Zeit ist wieder verstärkt der Bau des Flughafen- oder Filderbahnhofs im Zuge von Stuttgart 21 in der Diskussion. Zum Stand: Seither will die Bahn (DB) für 536 Mio Euro eine neue Verbindung vom Hauptbahnhof zum Flughafen schaffen, mit 30 km Tunnel. Diese „Antragstrasse“ ist aber noch nicht genehmigt, weil dies die DB nicht auf die Reihe kriegt. Nun soll evtl. eine andere Trasse gebaut werden, die im sog. „Filderdialog“ mit den Betroffenen auf den 2. Platz (!) gewählt worden war. Die soll 224 Mio mehr kosten. MP Kretschmann und die SPD haben schon signalisiert, dass sie mehr bezahlen wollen. Auch die Region. Das hieße für Kernen, dass wir zusätzlich zu den 600.000 Euro, die wir über die Region schon zugesagt bzw. teilweise bezahlt haben, weiteres Geld zuschießen müssten. Auch der Flughafen hat an die Bahn schon vor Jahren 100 Mio überwiesen, obwohl die DB noch gar keine Leistung erbracht hat! Ein unglaublicher Vorgang. Dabei wird gerne vergessen, dass wir jetzt schon mit der S2 eine äußerst leistungsfähige und komfortable Verbindung zum Flughafen haben. Die bringt uns zwischen 5 Uhr morgens und Mitternacht zwei Mal pro Stunde in 50 Minuten und für 4,70 Euro direkt zum Flughafen. Dafür muss man keine Dreiviertel Mrd. Euro ausgeben und keine riskanten Tunnel bohren.

Vortrag Hans Heydemann am 11.4. in Schwaikheim

Das Bündnis Rems-Murr gegen S21, bei dem wir auch Mitglied sind, lädt am Do, 11.4. um 19.30 Uhr in der Begegnungsstätte Schwaikheim zu einem Vortrag mit dem Ingenieur Hans Heydemann ein. Er spricht über die evtl. Höhe der Ausstiegskosten und über Alternativen zum Tunnelbahnhof. Eintritt frei.

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