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Mit freundlicher Genehmigung von Sven Bumbka (Klangerzeuger).
Copyright @ Klangerzeuger cams21
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Mit freundlicher Genehmigung von Sven Bumbka (Klangerzeuger).
Copyright @ Klangerzeuger cams21
Vor Monaten hat sich unser Minischderpräsident Kretschmann wg. S21 zu Wort gemeldet
und seine Untätigkeit gegenüber den Unverfrorenheiten und Unwahrheiten der Deutschen Bahn (DB) mit den Worten verteidigt: „Dr Käs isch gessa“. Will heißen: gegen den Tunnelbahnhof ist nichts mehr zu machen. Von MP Kretschmann und der gesamten rot-grünen Regierung wird dabei geflissentlich übersehen, dass die DB noch gar nicht richtig angefangen hat zu bauen. Deutlich wird dies an einer fast 5 Meter hohen Informationssäule, wo Anfang Juni an der Mahnwache vis-a-vis vom Hauptbahnhof (Ecke Königstr./Arnulf-Klett-Platz) aufgestellt wurde. Diese sieht wie eine Wasserpegelstandsanzeige aus. Auf ihr sind die 62 Tunnelkilometer aufgetragen, die unter Stuttgarter Stadtgebiet geplant sind. Ein Pfeil zeigt an, wieviel bislang gebaut wurde: Nach 4 Jahren Bauzeit steht die Anzeige immer noch am untersten Ende der Skala, bei 0,8 km Tunnel (= 1,3% der gesamten Tunnelstrecke). „Trotz aller Behauptungen kommt die Bahn mit ihrem Projekt S21 nicht vom Fleck“, sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Parkschützer. „Diesen Baustillstand machen wir nun sichtbar. Damit sehen alle BürgerInnen sofort, dass es möglich ist, aus S21 auszusteigen statt weiterhin auf Besserung zu hoffen. Die Bahn kommt nicht vom Fleck mit ihrem Vorhaben, Stuttgart zu untertunneln.“
Weitere Infos zu den Tunnels finden Sie Hier: Geologie21
Unsere nächste Sitzung
Mi, 2.7.,
20 Uhr, TV-Heim Stetten, Am Sportplatz 4.
Der K21 Kernen-Aktivist Thomas Bezler wurde auf der Offenen Liste ÖDP/Familie und Umwelt-parteifreie Bürger in den Kreistag Rems-Murr gewählt. Gerne übermitteln wir seine Danksagung: „Liebe Wähler/innen aus Kernen! Mit Euren/Ihren Stimmen für die
ÖDP-Kreistagskandidaten gelang es der ÖDP-Liste wieder, mit einem Sitz im Kreistag vertreten zu sein. Zu unserer aller Überraschung erhielt ich die prozentuale Mehrheit aller Kandidaten auf der ÖDP-Liste, so dass ich ab September 2014 dem neuen Kreistag Rems-Murr angehören werde. Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen!
Ihr Thomas Bezler.
In den vergangenen Wochen berichteten wir über die vom Verband Region Stuttgart (VRS) geplante Schnellbusverbindung zwischen WN und ES. Wir hatten der Gemeinde vorgeschlagen, dazu mit allen Interessierten einen Runden Tisch für deren Durchsetzung einzurichten. (Sie ist bisher nicht auf der Prioritätenliste der Region). Dieser Vorschlag steht immer noch im Raum. Inzwischen gibt es ein paar neue Infos dazu: Bereits Mitte April wurde die Gemeindeverwaltung vom Verband Region Stuttgart über die Planungen
für den Schnellbus informiert. Leider wurde diese Info nicht an die interessierte Öffentlichkeit weitergegeben. Sonst hätten wir früher aktiv werden können. Wenigstens haben wir dadurch a bissle Zeit gewonnen, dass die entscheidende Sitzung des Verkehrsausschusses über die Auswahl der Linien nun nicht Ende Juni, sondern erst am 16.7. stattfindet. Wir bleiben dran!
In den vergangenen Wochen berichteten wir über die vom Verband Region Stuttgart (VRS) geplante Schnellbusverbindung zwischen WN und ES. Wir hatten der Gemeinde vorgeschlagen, dazu mit allen Interessierten einen Runden Tisch für deren Planung und Durchsetzung einzurichten. Leider bisher ohne Antwort. Allerdings hat Frau Rapp vom Ordnungsamt eine Mail an die GR-Fraktionen und an uns rausgeschickt, um Argumente für die Einrichtung dieser Linie zu sammeln. Die ersten Antworten dazu sind eingegangen. Hier eine Zusammenfassung:
a) Schaffung einer Ost-Tangente von Ludwigsburg über Esslingen zum Flughafen, um das Nadelöhr Hbf-Tief der S-Bahn zu umfahren, insbesondere wenn ein Bus ohne Umsteigepflicht zwischen LB und dem Flughafen durchführe.
b) Verbindung der Diakonie Stetten zu den Berufsbildungswerken in WN + ES und den dortigen Außenwohngruppen (die genaue Zahl der Betroffenen haben wir bei der Diakonie angefragt).
c) Direktverbindung zur Hochschule, zum Pflegeheim Kennenburg und zum Krankenhaus in ES (allerdings mit leicht geänderter Linienführung).
d) Fahrschein wird billiger, da Kernzone Stgt. nicht durchfahren werden muss.
e) Attraktive Verbindung zu den Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in WN und ES.
Falls Ihnen noch ein weiteres Argument einfällt, schreiben Sie doch bitte an Frau Rapp: rapp.ma@kernen.de. Vielleicht schaffen wir es ja noch, an der Entscheidung des VRS etwas zu ändern. Und wir brauchen den Runden Tisch mit allen Interessierten zur weiteren Planung unseres Vorgehens! Wir bleiben dran.
Die letzten 2 Wochen berichteten wir über die gegenwärtigen Diskussionen im Verband Region Stuttgart (VRS), eine Schnellbusverbindung zwischen WN und ES einzurichten, mit jeweils 1 Haltestelle in Rom und Stetten. Wir hatten dazu einen Offenen Brief an BM
Altenberger, Landrat Fuchs und MdL Haußmann geschrieben. Inzwischen liegen weitere Reaktionen vor: So schreibt Peter Zaar, Verkehrsdezernent beim Landratsamt Rems-Murr (LRA): „Der VRS hat alle innerregionalen Linien nach verschiedenen betriebl. und wirtschaftl. Aspekten untersucht und 5 priorisierte Linien ausgewählt. [WN-ES ist da allerdings nicht dabei]. Wir setzen uns selbstverständlich dafür ein, dass die ganz konkret den Rems-Murr-Kreis betreffenden Linien baldmöglichst umgesetzt werden.“ Frau Rapp, die Leiterin des Ordnungsamts Kernen, schreibt: „Wir werden uns gerne dafür einsetzen, dass auch die Linie WN-ES in die derzeitige Prioritätenliste aufgenommen wird“. Wir sagen: das ist zu wenig. Wir brauchen so schnell wie möglich einen Runden Tisch mit dem BM, den Gemeinderatsfraktionen, dem LRA, interessierten Busunternehmern und unseren Abgeordneten in Landtag, um zu diskutieren, wie wir die Entscheidung des Regionalparlaments am 25.6. über die 5 auszuwählenden Linien noch beeinflussen können. Entsprechende Schreiben haben wir ans Rathaus und LRA geschickt.
Insgesamt 4 K21-Kernen-Aktive wurden in den Gemeinderat bzw. Kreisrat gewählt. Thomas Bezler auf der Liste der ÖDP in den Kreistag sowie Ebbe Kögel (PFB) und Bettina Futschik und Christoph Leibbrand (OGL) in den Gemeinderat von Kernen.
GLÜCKWUNSCH!
Mehr als achtbar schlugen sich Hanspeter Ruff, Jürgen Horan und Horst Wilhelm (PFB) mit jeweils über 1.000 Stimmen.
Oba bleiba!
Am 12.05.2014 fand im Schwanen in Waiblingen eine Podiumsdiskussion zu Bus und S-Bahn in Waiblingen statt. Hier der Beitrag dazu in der Waiblinger Kreiszeitung:
140514 Podiumsdiskussion Schwan WKZ
Im folgenden ein Bericht eines anwesenden K21 Mitglieds.
Liebe Freunde, kleiner, subjektiver, selektiver Wahrnehmungsbericht über die Veranstaltung im Schwanen, wahrscheinlich war es aber doch ganz anders . Ein sichtlich gut gelaunter Peter Schwarz hat moderiert, jeder Kandidat hatte 5 Minuten Selbstdarstellung, dann durfte jeder auf dem Podium einen anderen befragen und hernach hat Andreas Kegreiß (Bahn für alle) die Kandidaten befragt. Am Schluss noch drei Fragerunden aus dem Publikum. Alle Farben waren da, wobei für die FDP war ein Prof. Weller da, der war schon nicht mehr ganz beim Thema, dessen Auftritt wurde nur noch von dem grünen Rapp ( 23 Jahre alt) getoppt , der will das S-Bahn Chaos durch „Erziehung“ (deshalb auch der Veggie Day) der Fahrgäste in den Griff bekommen. Ein Gück für die Grünen, die Talsohle ist erreicht, tiefer kann man wirklich nicht mehr sinken, die Bahn lässt die Infrastruktur verroten, verzockt die aus Steuergeldern stammenden Regionalisierungsmittel im Ausland und der Beförderungsfall ist schuld an den Verspätungen. Obwohl die Region gerne der Bahn noch mal für den Flughafenbahnhof Geld gegeben hätte, beschworen alle, dass es bei den 100 Millionen für S21 bleibt. Sympathisch war der “Linke” Wolfgang Hoepfner, Stadtbahnfahrer von Beruf und Betriebsrat bei der Schwerbehindertenvertretung. Peter Schwarz hat auf Zuruf aus dem Publikum, doch die Versprechen der Politiker in der Zeitung lesen zu wollen, versprochen diese abzudrucken , damit man sich den Artikel über das Bett hängen kann und 2028 wenn S21 vielleicht fertig ist mit der Realität zu vergleichen. Standing Ovations und großes Gelächter. Das lag wohl daran, dass das Publikum (ca. 60), nahezu aus uns bestand, wenn ich fünf Gesichter nicht kannte war das viel. Während das Podium noch versprach, dass auch der RMK eine neu Schnellbuslinie bekommt, musste aus dem Publikum Markus Dannenman (Busunternehmer) berichten, dass dem nicht so ist und die geplante Linie WN-ES nur angedacht, aber noch nicht beschlossen ist. Lugabeitel halt (In diesem Fall Muttis Liebling Nopper und Rotnase Rass) Ich hab mich auf jeden Fall köstlich amüsiert, wie wars bei Euch?
Letzte Woche berichteten wir über die gegenwärtigen Diskussionen im Verband Region Stuttgart, eine Schnellbusverbindung zwischen WN und ES einzurichten, zur Entlastung des S-Bahn Nadelöhrs Hbf tief.
Diese Idee geht übrigens zurück auf das Papier „Stetten 2020“, in dem die Allmende Stetten bereits im August 2007 diesen Vorschlag in die (verkehrs-)politische Diskussion gebracht hatte.
Wg. des Schnellbusses WN-ES hatten K21 Kernen letzte Woche einen Offenen Brief an BM Altenberger, MdL Jochen Haußmann und den Landrat geschrieben. Nun liegen die ersten Antworten vor. MdL Haußmann hat uns dankenswerterweise die Sitzungsvorlagen des Regionalparlaments geschickt (Nr. 257/2014 für Verkehrsausschuss am 14.5.14).
Denen ist zu entnehmen, dass die Region bereits insg. 11 Schnellbuslinien untersucht hat. Darunter auch detailliert WN-ES. Die Linienführung ginge von WN über Rom (Haltestelle Karlstr.), Stetten (Haltestelle Diakonie) über Wäldenbronn bis ES. Fahrzeit: 25 Min. im 30-Minuten-Takt. Eine für Kernen also höchstattraktive Verbindung. Nun sollen von diesen 11 Linien 5 bzw. 6 vorrangig untersucht bzw. in der Sitzung des Verkehrsausschusses der Region am 25.6.14 beschlossen werden. „Unsere“ Linie ist leider nicht dabei. Was wäre zu tun? Die Gemeinde sollte so schnell wie möglich
einen Runden Tisch einberufen, mit allen am ÖPNV Interessierten, der darüber berät, wie wir genügend politischen Druck ausüben könnten, damit „unsere“ Linie für die entscheidende Sitzung am 25.6. doch noch in die Prioritätenliste aufgenommen wird. Es ist 2 Minuten vor 12 Uhr, aber noch nicht zu spät.
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Jahren verfolgt K21 Kernen, wie unser Name schon sagt – Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs – das Ziel, die öffentlichen Verkehrsmittel für die EinwohnerInnen Kernens und des Remstals zu verbessern.
Schon vor einigen Jahren haben wir deshalb – zur Entlastung des S-Bahn-Nadelöhrs Hauptbahnhof tief – vorgeschlagen, eine Stadtbahn (Ringbahn, auch als Tangentiallinie bezeichnet) um Stuttgart herum zu bauen.
Leider lässt sich dies kurzfristig nicht verwirklichen.
Angeblich aus Kostengründen. Ob dies stichhaltig ist oder nicht, wollen wir allerdings an dieser Stelle nicht diskutieren. Denn zur Zeit läuft auf Ebene des Verbands Region Stuttgart eine andere Diskussion: nämlich die Einrichtung von Tangential-Schnellbuslinien.
Zwischen Ludwigsburg und Waiblingen existiert diese bereits und verzeichnet ständig steigende Fahrgastzahlen. Eine logische Fortsetzung dieser erfolgreichen Linie wäre
eine Linie Waiblingen-Esslingen. Und von Esslingen weiter zum Flughafen. Leider laufen die Diskussionen bei den Verantwortlichen gegenwärtig in eine andere Richtung – nämlich die Einrichtung von 3 zusätzlichen Linien von Esslingen bzw. von den Fildern zum Flughafen. Bzw. eine Linie Fellbach – Ludwigsburg.
Eine Schnellbuslinie Waiblingen – Esslingen (eventuell mit Anbindung von Stetten-Beinstein, je nach Linienführung) brächte aber für Kernen und das gesamte Untere Remstal ganz erhebliche Vorteile.
Wir schlagen deshalb vor, dass Sie Ihren politischen
Einfluss geltend machen, um
a) zu erfahren, wie der gegenwärtige Stand der Planung bzw. der Entscheidungsfindung ist
b) bei und in den zuständigen Gremien nachdrücklich darauf zu drängen, dass auch eine Schnellbuslinie Waiblingen – Esslingen geprüft bzw. in die Planung aufgenommen wird.
Gerne sind wir zu einem persönlichen Gespräch mit Ihnen bereit, um Ihnen unsere Vorstellungen zu erläutern.
Mit freundlichen Grüßen
Die S-Bahn unserer Region hat einen entscheidenden Schwachpunkt: Hauptbahnhof tief. Weil alle 6 S-Bahn-Linien durch dieses Nadelöhr müssen, kann die Taktfrequenz der S-Bahnen (und damit ihre Leistungsfähigkeit) nicht erhöht werden. Eine Lösung wäre eine Ringbahn um Stuttgart herum. Die S21-Tunnelfraktionen im Verband Region Stuttgart (CDU-SPD-FDP-FW) lehnen diese Ringbahn kategorisch als zu teuer ab. So sagte Regionspräsident Bopp (CDU) bei einem Vortrag in Stetten am 20.3., ein Teilstück
(z.B. WN-ES) kostete 200 Mio Euro. Diese Ablehnung wurde von CDU-Mann Nopper am
12.5. bei einer Diskussion im Schwanen mit Kandidaten zum Regionalparlament
wiederholt. Dabei sind diese Herren bereit, für einen kropfunnötigen Keller-Bhf
10-12 Mrd. Euro auszugeben! Diese Tunnelanbeter (z.B. auch Harald Rass, SPD) sagten
auch, dass die Region keinesfalls ihren Zuschuss von 100 Mio Euro erhöhe, auch
wenn S21 wesentlich teurer würde. Diese Versprechungen sind das Papier nicht
wert, auf dem sie gedruckt sind. Aber eine andere Aussage ist interessant: dass
nämlich z.Zt. diskutiert wird, stattdessen Schnellbuslinien einzurichten. Im
Gespräch ist auch WN-ES. Dieser Schnellbus führe dann durch unsere Gemeinde!
Deshalb haben wir BM Altenberger und MdL Haußmann in einem Brief gebeten, sich
energisch für diesen Schnellbus einzusetzen.
Es ist wieder Wahlkampfzeit – überall prangen die Fotos der KandidatInnen und die Parolen ihrer Parteien – eine inhaltsloser wie die andere. Ist Ihnen aufgefallen, dass auf den Plakaten und in den verteilten Programmen vom Kellerbahnhof und seinen ausufernden Kosten nicht mehr die Rede ist? Selbst die Grünen, die der Bewegung gegen Stuttgart21 ja ihre Regierungsmacht verdanken, schweigen das Thema lieber tot – um von ihrer Kehrtwende und vom Pakt Kretschmanns („dr Käs isch gessa“) mit dem Tunnelbohrer Herrenknecht abzulenken. Wir haben ja vor 3 Wochen über das 20-jährige Jubiläum des Grundsatzbeschlusses für S21 berichtet. 1,5 Mrd. DM sollte er kosten und 2014 fertig sind. Inzwischen sind es 7 Mrd. Euro (= 14 Mrd. DM!), Fertigstellung frühestens 2022. Lügen damals, Lügen heute. Eine kleine Auswahl: „Die Verkehrskapazität von S21 wird um 100% höher sein als beim heutigen Kopfbahnhof“ (OB Schuster, CDU, 14.5.09). „Es sind keine Überraschungen mehr zu befürchten“ (MdL W. Drexler, SPD, Aug. 08 in der StZ). „S21 ist grundsolide finanziert“ (U. Andriof, CDU, Projektsprecher, 14.12.10, StZ). „Die befürchtete Kostenexplosion findet nicht statt“ (MdL C. Schmiedel, SPD, 24.9.11).
Termine
Wir weisen hin auf 2 Vorträge des Parteifreien Bündnisses PFB mit ausgewiesenen S21 Gegnern: Do, 15.5., 20 Uhr, TV-Heim Stetten: Hannes Rockenbauch, SÖS Stgt. Und Di, 20.5., 20 Uhr, „Fairplay“ Rom: Steffen Siegel von der Schutzgemeinschaft Filder.
Über 100 Personen kamen am 1. Mai zu unserer Demo und Kundgebung „500 Jahre Widerstand im Remstal“.
Hier einige Fotos
Bei der StZ gibt es weitere 6 Fotos von Matthis Trommsdorf
Und bei CAMS21 sind weiter Bilder und Videos mit den Reden und der Wasserprobe zu sehen
Am 25. April berichteten die Lokalzeitungen über eine Demo
von 3 Landräten auf dem Bhf WN, wg. des Einsatzes von veraltetem Wagenmaterial
bei den Regionalzügen. Dazu ein Leserbrief unseres Pressesprechers Ebbe Kögel:
Ein nettes Bild, das die 3 Landräte Rems-Murr, Schwäbisch
Hall und Ostalb da auf dem Waiblinger Bahnsteig abgeben – wie sie untertänigst
die Deutsche Bahn AG bitten, doch endlich auf der Rems- und Murrstrecke das
„rollende Antiquariat“ aus der unmittelbaren Nachkriegszeit durch modernes
Wagenmaterial zu ersetzen.
Nur – diese Aktion wird nichts nützen. Die DB AG wird diese
Bitten – wie alle anderen vorher – einfach komplett ignorieren. Denn die 3
Landräte (insbesondere Landrat Fuchs) haben sich mit ihrer blinden und
bedingungslosen S21-Hörigkeit der Bahn vollständig ausgeliefert. Oder – um es
noch ein bisschen drastischer auszudrücken: Bahnchef Grube hat die Landräte
(und die übrigen Politiker in der Region) wegen Stuttgart 21 bei den Eiern. Und jedesmal wenn die Herren jammern,
drückt Herr Grube a bissle zu und das Rumgejammere hört sofort wieder auf.
Zahnlose Tiger halt. Tja, Pech gehabt meine Herren, da hättet Ihr die Weichen
früher anders stellen sollen. Jetzt sitzt Ihr bis zum bitteren Ende (Bauzeit
bis 2026, 12 Mrd. Euro Kosten) in der Bahn-Falle. Und Herr Grube reibt sich die
Hände, ob der naiven politischen Klasse der Region Stuttgart. Einziger Ausweg:
in Rente gehen, bevor der Kellerbahnhof fertig wird. Das schafft Ihr locker,
meine Herren, bei der Bauzeit. Dann müssen es die Nachfolger ausbaden – und die
Steuerzahlenden sowieso.
Liebe KollegInnen,
die „offiziellen“ Feierlichkeiten zum Jubiläum des Armen Konrad stehen unmittelbar bevor. Dann werden beamtete „Freiheitskämpfer“ den Aufstand der Bauern feiern. Aktuelle Bewegungen gegen staatliche Umverteilungspolitik zugunsten der Reichen, gegen obrigkeitliche Verschwendungssucht, gegen staatliche Überwachung und das Spitzelunwesen, gegen rechte Umtriebe, für eine Gesellschaft in Gleichheit, Freiheit und Solidarität (auch mit den Armen dieser Welt) sind nicht eingeladen und werden nicht zu Wort kommen.
Deshalb feiern wir unser eigenes Jubiläum – natürlich am 1. Mai – und laden Sie als VetreterInnen der 4. Gewalt herzlich dazu ein.
Mit solidarischen Grüßen
Ebbe Kögel
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Anfang der 1990er Jahre begab es sich, dass 2 wackere Schwaben im Hubschrauber über das Stuttgarter Zentrum flogen. Sagte der eine zum anderen: „Guck mal, Manfred [Rommel, OB von Stgt], was sich hinter dem Bahnhof für eine riesige [Gleis-]Fläche befindet, die wir an unsere Kumpel von der Immobilienwirtschaft verscherbeln können, wenn wir die Gleise in den Keller versenken“. „Sehr gute Idee, Udo [Andriof, Regierungspräsident]“, sagte da Manfred, „da muss ich gleich mal meine Brüder im Geiste Heinz [Dürr, Bahnchef] und Matthias [Wissmann, Bundesverkehrsminister und Autolobbyist] anrufen, dass diese die notwendige Propagandamaschine anlaufen lassen, um den SteuerzahlerInnen einen Kellerbahnhof verkaufen zu können. Wir präsentieren das als europäische Magistrale Paris-Bratislava, das klingt nach Fortschritt. Und bei den Kosten vergessen wir einfach eine Null vor dem Komma [1,9 statt tatsächlich 10,9 Mrd Euro]“. Gesagt, getan – am Schluss hatten die beiden 7 wackere Schwaben beieinander (ein Teufel war auch dabei), die das Immobilienprojekt im April 1994 auf die Schiene hoben. Das protestierende Volk, das seinen Kopfbahnhof behalten wollte? Bekam eins auf die Mütze und wurde mit Scheinbeteiligungsveranstaltungen hinters Licht geführt.
Konferenz „Kopf machen“ vom 25.-27. April
Zum Jahrestag des obigen Beschlusses und zu 20 Jahre Bahnreform veranstaltet der Widerstand eine bundesweite Konferenz in Stuttgart, u.a. mit Winnie Wolf, der vor 4 Wochen in Stetten zu Gast war. Anmeldung unter www.bahn-fuer-alle.de
Montagsdemo am 28.4.
Der Vorsitzende von K21 Kernen, Jürgen Horan, moderiert die Montagsdemo am 28.4., Treffpunkt 18 Uhr, Marktplatz Stgt.
Seit 3 Wochen ist in Stetten die Telekom unterwegs, um Glasfaserkabel zu verlegen. Deshalb werden an vielen Stellen die Gehwege aufgegraben, unter anderem auch beim Stettener Farrenstall, an der Ecke Lange Straße/Weinstraße. Der Graben wurde schon vor 14 Tagen begonnen, ist allerdings aus unbekannten Gründen noch nicht wieder verschlossen. Seit dieser Zeit steht an der besagten Stelle eine Abschrankung so segglbled am Eck, dass alle FußgängerInnen, die zum Laden der Gärtnerei Haidle oder Richtung Friedhof bzw. zur Fußgängerampel wollen, auf der Straße an dieser Abschrankung vorbeigehen müssen. Dabei ist es verschiedentlich bereits zu gefährlichen Situationen gekommen, vor allem, da nach wie vor Lastwagen mit mehr als den erlaubten 30 Kmh die Esslinger Straße reindonnern. Auch von oben kommende schnelle Fahrradfahrer stellen ein Problem dar. In einer Email (mit Fotos) an die Gemeinde hat einer unserer Aktiven, Hans Peter Ruff, der von seinem Küchenfenster aus täglich gefährliche Situationen dort beobachten kann, schon am 4.4. auf die Situation hingewiesen. Passiert ist – nichts. Am vergangenen Wochenende haben wir von K21 Kernen zur Selbsthilfe gegriffen und die Abschrankung einfach umgestellt. Jetzt ist diese Stelle insbesondere für Kinder wieder gefahrlos benutzbar. (Siehe Fotodokumentation auf unserer Webseite www.kernen21.de). Dazu noch etwas: Die Bauarbeiten der Telekom wären eine hervorragende Gelegenheit für die Gemeinde, überall dort, wo an vielbenutzten Kreuzungen bis an die Randsteine herangegraben wird, diese mit relativ geringem Aufwand auf Null abzusenken. Vielleicht passiert das ja noch?
Unsere nächste Sitzung
Mi, 23.4., 20 Uhr, TV-Heim Stetten
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Am 27.3. gab Bahnchef Rüdiger Grube die Bilanz der DB für 2013 bekannt. Das Ergebnis: dramatischer Gewinnrückgang von 1,46 auf 0,65 Mrd. Euro, u.a. wegen missglückter Investitionen in den Nahverkehr auf Malta (!). Aber auf dieser Insel gibt es doch gar keine Eisenbahn. Richtig. Die DB hat dort 2011 den Busverkehr übernommen und musste ihn 2013 mit dreistelligen Millionenverlusten wieder abstoßen. Geschuldet war dies der Großmannssucht von Grube & Co, die die Bahn zum weltweit führenden Logistikkonzern ausbauen wollen. Deutsche Eisenbahn? Pippifax für die Herren mit Millionengehältern (Grube-Gehalt in 2012: 2,66 Mio Euro!), frei nach dem Motto „Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt“. Dabei beherrscht die DB nicht mal ihr Kerngeschäft, wie das immer größer werdende Chaos auf den Stuttgarter S-Bahn Strecken beweist. Wie 2013 konnte in den 20 Jahren seit der (formalen) Überführung der DB in eine Aktiengesellschaft immer nur mit raffinierten Bilanztricks ein Gewinn ausgewiesen werden. Denn staatliche Subventionen werden nicht bilanziert. Seit 1994 erhielt die DB stolze 375 Mrd. Euro für die Infrastruktur. Für über 100 Mrd. hat ihr der Bund Grundstücke übertragen – zum Buchwert von Null Euro. Die innerstädtischen Filetstücke und ganze Firmen wurden danach weit unter Wert an Dritte weitergereicht. Grube & Co. haben aus der Bahn eine steuerfinanzierte Melkkuh zum Nutzen Dritter gemacht (Mehr dazu unter www.bahn-fuer-alle.de). Fazit: Die Bahn muss wieder in Gemeineigentum unter demokratischer Kontrolle überführt werden. Aufruf dazu unter www.gemeingut.org.
Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist ja bekanntlich Teil der Projekts Stuttgart 21. Eine Genehmigung dafür hat die Deutsche Bahn (DB) allerdings nur erhalten, weil sie im Antragsverfahren getrickst hat. Nachdem die Stuttgarter Zeitung Ende März darüber berichtet hatte, dass das Regierungspräsidium Stuttgart ein weiteres Planverfahren für diese neue ICE-Strecke abschloss, hat unser Vorsitzender Jürgen Horan einen Leserbrief dazu geschrieben: „Es geht zwar nur um einen Teilabschnitt der ICE-Neubaustrecke Wendlingen – Ulm, aber ihre Zeitung übernimmt unkritisch alles, was die DB ihr vorkaut. Da ist doch wirklich wieder die Rede davon, dass die ICE-Strecke für leichte Güterzüge nutzbar sein soll. Bei Bahnfachleuten und den Güterzugwagenherstellern ist es allseits bekannt, dass es weder heute Pläne noch in der Zukunft Entwicklungen für sogenannte „leichte“ Güterzüge geben wird. Diese Fantasiegüterzüge existieren nur bei der DB und deren Behauptungen werden von bestimmten Zeitungen klaglos übernommen. Zur Erinnerung: Die Steigungen: Geislinger Steige 22 Promille, Gotthard Schweiz 26 Promille und ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm 33 Promille. (Das bedeutet 33 Meter Steigung auf 1000 Meter Strecke. 26 Promille ist das Maximum, das heutige Güterzüge schaffen). Die Deutsche Bahn konnte Wendlingen-Ulm nur im Bundesverkehrswegeplan nach vorne schieben und somit genehmigungsfähig machen, indem sie bei der Transportleistung der Strecke 16 leichte Güterzüge am Tage einrechnete. Die werden dort aber nie fahren!“
Schönen guten Abend, meine Damen und Herren,
eigentlich dürfte ich heute hier gar nicht antreten. Die Tageszeitungsjournalisten sind nämlich seit diesem Montag im Streik …
Viele sagen, die Montagsdemo sei nur noch ein Gewohnheitsritual. Das ist falsch. Das Gegenteil ist richtig. Genau mit diesem Ritual brechen wir montags um sechs den Schlendrian der Besserwisser: nämlich die Gewohnheiten des Nichtstuns und des Wegsehens, des Ja-Sagens und des Resignierens. Diejenigen, die wissen, dass politische Opposition heute fast nur noch auf der Straße möglich ist, werden sich eines Tages nicht wie all die Schlafmützen in die übliche Ausrede flüchten: Verzeihung, wir haben nichts gewusst, es hat uns keiner gesagt, was in dieser Stadt läuft. Gegen diese Feigheit, gegen die Bequemlichkeit und Unterwürfigkeit kämpfen wir mit dem demokratischen Mittel der Demonstration. Das ist unser Recht und unsere Bürgerpflicht.