Leichte Güterzüge nach Ulm – eine Fata Morgana

Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist ja bekanntlich Teil der Projekts Stuttgart 21. Eine Genehmigung dafür hat die Deutsche Bahn (DB) allerdings nur erhalten, weil sie im Antragsverfahren getrickst hat. Nachdem die Stuttgarter Zeitung Ende März darüber berichtet hatte, dass das Regierungspräsidium Stuttgart ein weiteres Planverfahren für diese neue ICE-Strecke abschloss, hat unser Vorsitzender Jürgen Horan einen Leserbrief dazu geschrieben: „Es geht zwar nur um einen Teilabschnitt der ICE-Neubaustrecke Wendlingen – Ulm, aber ihre Zeitung übernimmt unkritisch alles, was die DB ihr vorkaut. Da ist doch wirklich wieder die Rede davon, dass die ICE-Strecke für leichte Güterzüge nutzbar sein soll. Bei Bahnfachleuten und den Güterzugwagenherstellern ist es allseits bekannt, dass es weder heute Pläne noch in der Zukunft Entwicklungen für sogenannte „leichte“ Güterzüge geben wird. Diese Fantasiegüterzüge existieren nur bei der DB und deren Behauptungen werden von bestimmten Zeitungen klaglos übernommen. Zur Erinnerung: Die Steigungen: Geislinger Steige 22 Promille, Gotthard Schweiz 26 Promille und ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm 33 Promille. (Das bedeutet 33 Meter Steigung auf 1000 Meter Strecke. 26 Promille ist das Maximum, das heutige Güterzüge schaffen). Die Deutsche Bahn konnte Wendlingen-Ulm nur im Bundesverkehrswegeplan nach vorne schieben und somit genehmigungsfähig machen, indem sie bei der Transportleistung der Strecke 16 leichte Güterzüge am Tage einrechnete. Die werden dort aber nie fahren!“

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