500 Jahre Widerstand im Remstal

Liebe KollegInnen,

die „offiziellen“ Feierlichkeiten zum Jubiläum des Armen Konrad stehen unmittelbar bevor. Dann werden beamtete „Freiheitskämpfer“ den Aufstand der Bauern feiern. Aktuelle Bewegungen gegen staatliche Umverteilungspolitik zugunsten der Reichen, gegen obrigkeitliche Verschwendungssucht, gegen staatliche Überwachung und das Spitzelunwesen, gegen rechte Umtriebe, für eine Gesellschaft in Gleichheit, Freiheit und Solidarität (auch mit den Armen dieser Welt) sind nicht eingeladen und werden nicht zu Wort kommen. 

Deshalb feiern wir unser eigenes Jubiläum – natürlich am 1. Mai – und laden Sie als VetreterInnen der 4. Gewalt herzlich dazu ein.

Mit solidarischen Grüßen 

Ebbe Kögel
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Vor 20 Jahren: Schwaben-Connection erfindet das Immobilienprojekt S21

Anfang der 1990er Jahre begab es sich, dass 2 wackere Schwaben im Hubschrauber über das Stuttgarter Zentrum flogen. Sagte der eine zum anderen: „Guck mal, Manfred [Rommel, OB von Stgt], was sich hinter dem Bahnhof für eine riesige [Gleis-]Fläche befindet, die wir an unsere Kumpel von der Immobilienwirtschaft verscherbeln können, wenn wir die Gleise in den Keller versenken“. „Sehr gute Idee, Udo [Andriof, Regierungspräsident]“, sagte da Manfred, „da muss ich gleich mal meine Brüder im Geiste Heinz [Dürr, Bahnchef] und Matthias [Wissmann, Bundesverkehrsminister und Autolobbyist] anrufen, dass diese die notwendige Propagandamaschine anlaufen lassen, um den SteuerzahlerInnen einen Kellerbahnhof verkaufen zu können. Wir präsentieren das als europäische Magistrale Paris-Bratislava, das klingt nach Fortschritt. Und bei den Kosten vergessen wir einfach eine Null vor dem Komma [1,9 statt tatsächlich 10,9 Mrd Euro]“. Gesagt, getan – am Schluss hatten die beiden 7 wackere Schwaben beieinander (ein Teufel war auch dabei), die das Immobilienprojekt im April 1994 auf die Schiene hoben. Das protestierende Volk, das seinen Kopfbahnhof behalten wollte? Bekam eins auf die Mütze und wurde mit Scheinbeteiligungsveranstaltungen hinters Licht geführt.

Konferenz „Kopf machen“ vom 25.-27. April

Zum Jahrestag des obigen Beschlusses und zu 20 Jahre Bahnreform veranstaltet der Widerstand eine bundesweite Konferenz in Stuttgart, u.a. mit Winnie Wolf, der vor 4 Wochen in Stetten zu Gast war. Anmeldung unter www.bahn-fuer-alle.de

Montagsdemo am 28.4.

Der Vorsitzende von K21 Kernen, Jürgen Horan, moderiert die Montagsdemo am 28.4., Treffpunkt 18 Uhr, Marktplatz Stgt.

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Gefährliche Abschrankung am Farrenstall entschärft

Seit 3 Wochen ist in Stetten die Telekom unterwegs, um Glasfaserkabel zu verlegen. Deshalb werden an vielen Stellen die Gehwege aufgegraben, unter anderem auch beim Stettener Farrenstall, an der Ecke Lange Straße/Weinstraße. Der Graben wurde schon vor 14 Tagen begonnen, ist allerdings aus unbekannten Gründen noch nicht wieder verschlossen. Seit dieser Zeit steht an der besagten Stelle eine Abschrankung so segglbled am Eck, dass alle FußgängerInnen, die zum Laden der Gärtnerei Haidle oder Richtung Friedhof bzw. zur Fußgängerampel wollen, auf der Straße an dieser Abschrankung vorbeigehen müssen. Dabei ist es verschiedentlich bereits zu gefährlichen Situationen gekommen, vor allem, da nach wie vor Lastwagen mit mehr als den erlaubten 30 Kmh die Esslinger Straße reindonnern. Auch von oben kommende schnelle Fahrradfahrer stellen ein Problem dar. In einer Email (mit Fotos) an die Gemeinde hat einer unserer Aktiven, Hans Peter Ruff, der von seinem Küchenfenster aus täglich gefährliche Situationen dort beobachten kann, schon am 4.4. auf die Situation hingewiesen. Passiert ist – nichts. Am vergangenen Wochenende haben wir von K21 Kernen zur Selbsthilfe gegriffen und die Abschrankung einfach umgestellt. Jetzt ist diese Stelle insbesondere für Kinder wieder gefahrlos benutzbar. (Siehe Fotodokumentation auf unserer Webseite www.kernen21.de). Dazu noch etwas: Die Bauarbeiten der Telekom wären eine hervorragende Gelegenheit für die Gemeinde, überall dort, wo an vielbenutzten Kreuzungen bis an die Randsteine herangegraben wird, diese mit relativ geringem Aufwand auf Null abzusenken. Vielleicht passiert das ja noch?
Unsere nächste Sitzung
Mi, 23.4., 20 Uhr, TV-Heim Stetten
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Die Deutsche Bahn gehört in Gemeinbesitz

Am 27.3. gab Bahnchef Rüdiger Grube die Bilanz der DB für 2013 bekannt. Das Ergebnis: dramatischer Gewinnrückgang von 1,46 auf 0,65 Mrd. Euro, u.a. wegen missglückter Investitionen in den Nahverkehr auf Malta (!). Aber auf dieser Insel gibt es doch gar keine Eisenbahn. Richtig. Die DB hat dort 2011 den Busverkehr übernommen und musste ihn 2013 mit dreistelligen Millionenverlusten wieder abstoßen. Geschuldet war dies der Großmannssucht von Grube & Co, die die Bahn zum weltweit führenden Logistikkonzern ausbauen wollen. Deutsche Eisenbahn? Pippifax für die Herren mit Millionengehältern (Grube-Gehalt in 2012: 2,66 Mio Euro!), frei nach dem Motto „Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt“. Dabei beherrscht die DB nicht mal ihr Kerngeschäft, wie das immer größer werdende Chaos auf den Stuttgarter S-Bahn Strecken beweist. Wie 2013 konnte in den 20 Jahren seit der (formalen) Überführung der DB in eine Aktiengesellschaft immer nur mit raffinierten Bilanztricks ein Gewinn ausgewiesen werden. Denn staatliche Subventionen werden nicht bilanziert. Seit 1994 erhielt die DB stolze 375 Mrd. Euro für die Infrastruktur. Für über 100 Mrd. hat ihr der Bund Grundstücke übertragen – zum Buchwert von Null Euro. Die innerstädtischen Filetstücke und ganze Firmen wurden danach weit unter Wert an Dritte weitergereicht. Grube & Co. haben aus der Bahn eine steuerfinanzierte Melkkuh zum Nutzen Dritter gemacht (Mehr dazu unter www.bahn-fuer-alle.de). Fazit: Die Bahn muss wieder in Gemeineigentum unter demokratischer Kontrolle überführt werden. Aufruf dazu unter www.gemeingut.org.

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Leichte Güterzüge nach Ulm – eine Fata Morgana

Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist ja bekanntlich Teil der Projekts Stuttgart 21. Eine Genehmigung dafür hat die Deutsche Bahn (DB) allerdings nur erhalten, weil sie im Antragsverfahren getrickst hat. Nachdem die Stuttgarter Zeitung Ende März darüber berichtet hatte, dass das Regierungspräsidium Stuttgart ein weiteres Planverfahren für diese neue ICE-Strecke abschloss, hat unser Vorsitzender Jürgen Horan einen Leserbrief dazu geschrieben: „Es geht zwar nur um einen Teilabschnitt der ICE-Neubaustrecke Wendlingen – Ulm, aber ihre Zeitung übernimmt unkritisch alles, was die DB ihr vorkaut. Da ist doch wirklich wieder die Rede davon, dass die ICE-Strecke für leichte Güterzüge nutzbar sein soll. Bei Bahnfachleuten und den Güterzugwagenherstellern ist es allseits bekannt, dass es weder heute Pläne noch in der Zukunft Entwicklungen für sogenannte „leichte“ Güterzüge geben wird. Diese Fantasiegüterzüge existieren nur bei der DB und deren Behauptungen werden von bestimmten Zeitungen klaglos übernommen. Zur Erinnerung: Die Steigungen: Geislinger Steige 22 Promille, Gotthard Schweiz 26 Promille und ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm 33 Promille. (Das bedeutet 33 Meter Steigung auf 1000 Meter Strecke. 26 Promille ist das Maximum, das heutige Güterzüge schaffen). Die Deutsche Bahn konnte Wendlingen-Ulm nur im Bundesverkehrswegeplan nach vorne schieben und somit genehmigungsfähig machen, indem sie bei der Transportleistung der Strecke 16 leichte Güterzüge am Tage einrechnete. Die werden dort aber nie fahren!“

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Rede von Joe Bauer bei der 215. Montagsdemo am 24. März 2014

Schönen guten Abend, meine Damen und Herren,

eigentlich dürfte ich heute hier gar nicht antreten. Die Tageszeitungsjournalisten sind nämlich seit diesem Montag im Streik …

Viele sagen, die Montagsdemo sei nur noch ein Gewohnheitsritual. Das ist falsch. Das Gegenteil ist richtig. Genau mit diesem Ritual brechen wir montags um sechs den Schlendrian der Besserwisser: nämlich die Gewohnheiten des Nichtstuns und des Wegsehens, des Ja-Sagens und des Resignierens. Diejenigen, die wissen, dass politische Opposition heute fast nur noch auf der Straße möglich ist, werden sich eines Tages nicht wie all die Schlafmützen in die übliche Ausrede flüchten: Verzeihung, wir haben nichts gewusst, es hat uns keiner gesagt, was in dieser Stadt läuft. Gegen diese Feigheit, gegen die Bequemlichkeit und Unterwürfigkeit kämpfen wir mit dem demokratischen Mittel der Demonstration. Das ist unser Recht und unsere Bürgerpflicht.

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K21 Kernen feiert 3-jähriges Jubiläum

Wir feiern 3 Jahre „K21 Kernen – Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs“. Und zwar am Fr, 7.3. im TV-Heim Stetten. Los geht es um 19.30 Uhr mit unserer jährlichen Mitgliederversammlung. (Die ist öffentlich!). Weiter geht es um 20 Uhr mit den Planungen für dieses Jahr und um 21 Uhr mit einem Dia-Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr: Die Aktiven von K21 Kernen trafen sich zu insg. 18 Sitzungen, wir organisierten 2 Veranstaltungen (Hans Heydemann zum Brandschutz im Kellerbhf und Verkehrsexperte Peter Reinhart) und beteiligten uns an insg. 8 Veranstaltungen des Bündnisses Rems-Murr-gegen-S21. (u.a. mit Hopfenzitz, Bodack, Monheim, Sittler, Reicherter). Wir waren bei allen Montagsdemos am Hbf vertreten, 4 Mal wurden die Kundgebungen von unseren Aktiven moderiert, einmal hielt unser Pressesprecher eine Rede dort. Wir kümmerten uns aber auch um andere Themenbereiche, z.B. die Barrierefreiheit in Kernen. Bei einem Rundgang in Stetten wurden alle „Schwachstellen“ dokumentiert und der Gemeinde übermittelt, in Zusammenarbeit mit der Diakonie fand eine Pressekonferenz zum Thema, ein Gespräch mit Herrn Hantel von der Deutschen Bahn und eine S-Bahn-Fahrt mit Behinderten statt. 2 Mal verteilten wir Flugblätter zum S-Bahn Chaos auf der S2 und organisierten ein Gespräch mit der WKZ zur Zukunft der S-Bahn. Wir kümmerten uns um Verbesserungen beim Busverkehr. Und wir können auch feiern: Sommerfest und Jahresabschluss und ein Kanu-Ausflug auf der Jagst. Wenn Sie unsere fidele Truppe einmal kennenlernen wollen: Kommen Sie einfach am Fr. 7.3. ins TV-Heim.

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Theologen gegen Stuttgart21 – nanu?

Martin Poguntke ist Religionsleher am Staufer-Gymnasium in Waiblingen und bei der Gruppe „TheologInnen gegen Stuttgart21“. Am 17.2. gab er der Waiblinger Kreiszeitung ein Interview, nachdem der Reporter der WKZ nach einer Veranstaltung im „Schwanen“ die Widerstandsbewegung gegen S21 als „unerwachsen“ bezeichnet hatte. Poguntke sagte u.a.: „Die Titulierung ‚unerwachsen‘ ist mir ausgesprochen unangenehm, denn wir Pädagogen bemühen uns, unseren Kindern zu vermitteln, dass es eine erwachsene und sinnvolle Haltung ist, nicht gleich aufzugeben. Dieses Durchhaltevermögen als kindlichen Trotz herabzuwürdigen, widerspricht meiner tiefen Überzeugung, dass es in Zeiten sprunghafter Beliebigkeit ein hoher Wert ist, wenn Leute dranbleiben und sich nicht unterkriegen lassen“. Aber die Volksabstimmung ging doch verloren, wirft der Reporter ein. Dazu Poguntke: „Selbst wenn 90 Prozent für S 21 gestimmt hätten – eine Bewegung, die erkannt hat, wie schädlich dieses Projekt ist, muss doch weiterarbeiten. Wir können doch unsere Haltung nicht an der Mehrheit ausrichten. Der Tiefbahnhof führt zu einem Gleisrückbau. Wenn hervorragende Fachleute derart differenziert die Schwachstellen, ja Lügen dieses Projekts entlarvt haben, dann müssen wir demonstrieren, weil wir die ethische Verantwortung haben. Die Anti-Atomkraft-Bewegung hat auch jahrzehntelang gegen die Bevölkerungsmehrheit argumentiert. Haltet euer’ Gosch’, hieß es da, wir wollen nicht, dass die Lichter ausgehen! Die Bewegung hat trotzdem durchgehalten“.

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Kernen-Wappen für Kernen21?

Vergangene Woche erhielten wir eine Email von der Gemeindeverwaltung, in der wir darauf hingewiesen wurden, dass der Verein Kernen21 (kurz K21) in unzulässiger Weise das Gemeindewappen auf einem Plakat verwendet hätte. Die Gemeinde bezog sich damit auf einen Zeitungsartikel, der unter dem Titel „Kernener gestalten den Protest gegen S21 mit“ am 29.11.2013 (!) in der Fellbacher Zeitung anlässlich der 200. Montagsdemo erschienen war und den wir, an ganz unscheinbarer Stelle und nur schwer zu finden, auf unsere Webseite gestellt hatten (Siehe hier!) Dieser Artikel enthielt ein Foto, auf dem unsere Aktiven eine Art Ortsschild hielten, mit dem Schriftzug „Kernen“ und einem kleinen Kernener Wappen daneben. Und darunter „Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs“. Dieses Plakat hatten wir, zusammen mit anderen Gruppen im Rems-Murr-Kreis (u.a. WN, Winnenden, Schorndorf), ursprünglich für die S21-Großdemo am 23.2.2013 anfertigen lassen. Und dann eben auch für das Foto in der FZ verwendet. Nun wurden wir von der Gemeinde aufgefordert, da wir das Wappen ohne Genehmigung verwendet hätten, dieses Foto zu entfernen. Wir haben daraufhin einen Antrag an die Gemeinde gestellt, dass wir – wie viele andere Vereine auch – das Wappen der Gemeinde offiziell in unserem Vereinslogo führen dürfen. Begründung: K21 hat in besonderem Maße zur Bekanntheit von Kernen beigetragen, da seit 3 Jahren ständig in Funk, Fernsehen und Presse über unsere Aktivitäten berichtet wird. Nun sind wir gespannt, wie die Gemeinde entscheiden wird.

Weitere Infos folgen…

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20 Jahre Deutsche Bahn – eine Erfolgsgeschichte?

Vor 2 Wochen hat die Deutsche Bahn in Berlin 20 Jahre Bahnreform gefeiert. 1994 wurde, nach dem Anschluss der DDR, die ehemalige Reichsbahn in die Bundesbahn eingegliedert. Der ehemalige Staatsbetrieb wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Für Rüdiger Grube, Chef der AG, eine Erfolgsgeschichte. Viele Fahrgäste und Verbände ziehen dagegen eine andere Bilanz, wie das ARD-Magazin „Plusminus“ am 5.2. in einem Beitrag von Hermann Abmayr berichtete. Heinz Dürr, 1994 Bahn-Chef, fasst die drei Ziele der Reform wie folgt zusammen: Mehr Verkehr auf die Schiene, weniger Belastung für den Bundeshaushalt und mehr Investitionen, um die Bahn auf einen neuen technologischen Stand zu bringen. Keines der Ziele wurde erreicht. Massiv wurde Personal und Infrastruktur abgebaut, ein Viertel der Bahnhöfe ist verschwunden. Außerdem wurden die Preise ständig erhöht. Vor der Reform hatte die Bahn beim Personenverkehr einen Anteil von sieben Prozent. Jetzt sind es 7,5 Prozent. Und beim Güterverkehr wurden aus 16,8 gerade mal 17,4 Prozent. Kein Wunder, im Remstal z.B. gibt es keinen einzigen Güterbahnhof mehr, Dutzende von Industriegleisanschlüssen wurden stillgelegt, um Kosten zu sparen und die freiwerdende Fläche zu verscherbeln. Gleichzeitig wurden Überholgleise und Weichen abgebaut. Das heißt, wenn eine S-Bahn fährt und dahinter liegt ein ICE, dann kann der sie nicht überholen, weil es keine Überholgleise mehr gibt. Auch das passiert täglich im Remstal. Und jetzt will Grube 30 Mrd Euro aus Steuergeldern, um die marode Infrastruktur zu sanieren.
Der Bahnexperte Winfried Wolf wird demnächst ein Buch zum Thema veröffentlichen: „Bitte umsteigen! 20 Jahre Bahnreform“. Er kommt am So, 23.3. um 11 Uhr zu einem Lesung nach Stetten. Bitte Termin vormerken.

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Brief an MandatsträgerInnen wg. S21 (Forts.)

Das Rems-Murr-Bündnis gegen S21, bei dem auch wir mitarbeiten, hat im November einen Fragenkatalog an alle MandatsträgerInnen im Rems-Murr-Kreis geschrieben (Bundestag, Landtag, Kreistag, Bürgermeister): wie sie sich zu den Kostensteigerungen (6,9 statt 4,5 Mrd. Euro) stellen und was sie zu dem geplanten Leistungsrückbau durch den Tiefbahnhof sagen.
Hier Auszüge aus den Antworten: Katrin Altpeter (SPD-Ministerin): „Erhöhung des Landeszuschusses kommt nicht in Frage – Leistungsfähigkeit des neu gebauten Bahnhofes ist natürlich ausreichend“. Jochen Haußmann (FDP-MdL): „Auch durch die Kostenaktualisierung der DB ergeben sich keine vertraglichen Veränderungen – Der Ausstieg aus S21 würde erhebliche finanzielle Risiken für das Land bedeuten“. Joachim Pfeiffer (CDU-MdB): „S21 ist ein Jahrhundertprojekt – Teil einer transeuropäischen Bahnachse Paris-Bratislava – Wir erreichen einen umweltfreundlicheren Personen- und Gütertransport – Ich erwarte, dass Sie demokratische Entscheidungen endlich akzeptieren“. OB Andreas Hesky (Freie Wähler Kreis + Region): „Die Freien Wähler setzen sich mit allem Nachdruck dafür ein, dass die DB eine verbesserte Qualität des S-Bahn-Verkehrs erbringt – Jede S-Bahn soll einen Zubringerbus und einen Bus, der die Fahrgäste von der S-Bahn weiter transportiert, erhalten – Auch der Ausbau von radialen [um Stuttgart herum] Schnellbusverkehren ist eine sinnvolle Maßnahme, um den Knotenpunkt Stuttgart zu entlasten“.
Auf die letztere Aussage werden wir in einem der nächsten MB zurückkommen. Die anderen Aussagen lassen wir einfach mal unkommentiert stehen und werden sie in 2 und in 10 Jahren noch einmal veröffentlichen, um sie dann mit der Wirklichkeit zu vergleichen. (Na ja, wenn es uns in 10 Jahren noch gibt!)

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Strafbefehl wegen Sachbeschädigung Rosensteinpark

Es geht um aufgemalte weiße Kreuze auf totgeweihten Bäumen im FFH-geschützten Rosensteinpark !!!
Aus gegebenen Anlass hier noch ein link zu dem aktuellen Artikel bei KONTEXT !
Bilder wie es jetzt im Rosensteinpark aussieht:

Rohdung des Rosenteinparks

Auszug:
„Die Angeklagte handelte aus Protest gegen das Bauprojekt „Stuttgart 21“ , den Umbau des Bahnknotens Stuttgart, und wollte die Bäume, die nach ihrer – allerdings unzutreffenden Auffassung – im Zuge der Baumaßnahmen gefällt würden, mit einem „Totenkreuz“ versehen. Eine solche Anbringung von Farbe auf die oberste Rindenschicht (Borke) ist zwar für den Baum nicht schädlich, jedoch wurde dadurch das Erscheinungsbild des Teilbereichs des Rosensteinparks, bei dem es sich um eine historische Parkanlage handelt, die Erholung der Bevölkerung dient, erheblich verändert. Die Farbe wurde vom Regen nicht abgewaschen, sondern bedurfte der händischen Entfernung mittels Wurzelbürste und Wasser, weshalb insgesamt ein Schaden zum Nachteil des Landes Baden Württemberg in Höhe von 1. 311,98 Euro verursacht wurde.“

Prozeß am 12.02 um 13.15 Uhr,
Stuttgart Bad Cannstatt, Badstraße 23, Sitzungssaal 2/EG

Zwei Tage vor Prozessbeginn wurde das Verfahren gegen Antonietta F. und Rüdiger N. wegen geringer Schuld eingestellt. Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht haben sich darauf geeinigt, dass Antonietta F. ihre Strafanzeige gegen Unbekannt zurückzieht und die Kreuze von den Bäumen abwischt. Anders als im Strafbefehl behauptet, ist das bisher nicht geschehen.  

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Grünrote Halbzeitbilanz im Schwanen II

Leserbrief zum Artikel bzw. Rundschlag „Bitte Erwachsenwerden“

P-Schwarz_Bizarre Podiumsdiskussion

Wer ist nun mehr erwachsen geworden – Die Projektgegner oder die die Projektbefürworter?

Ihr Redakteur Peter Schwarz beklagt das mangelnde erwachsen werden der S-21-Kritiker und -Gegner. Dazu ist festzustellen, dass sich der Widerstand von ganz wenigen auf zig Tausende entwickelt hat und die meisten Menschen im Widerstand überhaupt zum ersten Mal erkannt haben, dass es nicht nur bei S21 sondern im Bereich des Wohnbaus, Denkmal- und Umweltschutz, des Gesundheitssystems u.a. in unserem Lande mehr um Wirtschaftswachstum und Machterhalt und dem Nutzen weniger mächtigen Personen aus Wirtschaft und Politik geht und Gemeinwohl und der Erhalt unserer Natur hinten anstehen. Wie erwachsen ist der Widerstand geworden? Leider nicht genug, da hat Peter Schwarz recht, denn nicht alle aus dem Widerstand sind zur GLS-Bank und zu Ökostromanbietern gewechselt und haben sich einer Energiegenossenschaft angeschlossen oder einen Bio-Mitgliederladen gegründet und viel zu wenig haben die Bahn als Verkehrsmittel und die zu Gunsten von S21-berichterstatteten Medien boykottiert und bei den letzten Wahlen konsequent nur die Kandidaten und Parteien gewählt, die glaubwürdig ihre Interessen vertreten. Die Gewohnheit und der Glaube an das Gute lassen auch bei Menschen des Widerstandes grüßen. Wie sagte Goethe: „Man muss nicht nur wissen, man muss auch tun.“ 
Kommen wir nun zu der Frage, wie erwachsen sind die ehemaligen und heutigen Befürworter von S21 in dieser Zeit geworden, nachdem klar ist, dass das Projekt unwirtschaftlicher und unökologischer als K21 ist, hoch riskant und verkehrstechnischer Rückbau ist? Die meisten verschanzen sich hinter dem Volksentscheid, obwohl doch die Erfahrung zeigt, dass es stets besser ist einen falschen Weg abzubrechen, als ihn stur weiterzugehen. Ganz gleich ob eine falsche Therapie, ein „falscher“ Krieg u.a.m., ist es nicht besser umzukehren um den Schaden wenigstens in Grenzen zu halten?
Meine Einschätzung ist mittlerweile die, dass selbst wenn die Mineralwasser versiegen oder verseucht werden, Häuser in der Grube versinken und die Kosten sich weiter überschlagen, diejenigen, die heute noch an S21 festhalten, tun dies primär aus einem Grunde: Es kann und darf nicht sein, dass die S21-Kritiker und -Gegner Recht haben, bzw. sie es sind, die das Projekt zu Fall bringen. So gesehen ist S21 ein Musterbeispiel – und ein hoher Preis – für mangelndes Erwachsensein auf beiden Seiten! Auf die Erklärungen an unsere Nachkommen, die die Suppe schließlich auslöffeln dürfen, bin ich gespannt.

Thomas Betzler

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Grünrote Halbzeitbilanz im Schwanen

Leserbrief in der Winnender Zeitung vom 24. Januar 2014

P-Schwarz_Bizarre Podiumsdiskussion

Vielen Dank für diese „Steilvorlage“: Sie schreiben von der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 und empfehlen ihr, endlich erwachsen zu werden. Der Verkehrsminister geht noch weiter und meint, wir könnten unser politisches Engagement breiter anlegen und uns zu einer bürgerschaftlichen Teilhabebewegung entwickeln. Das beweist leider nur, dass Sie alle beide noch nicht verstanden haben (oder es die breite Öffentlichkeit einfach nicht wissen lassen wollen?), dass sich die Bewegung gegen S21 schon lange nicht mehr (nur) gegen den Bahnhof wendet, sondern das System 21 anprangert! Gerade nach dem Regierungswechsel in BaWü wurde klar: Am System hat sich durch grünrot nichts geändert. Deshalb war es richtig und wichtig, die grünrote Halbzeitbilanz zu „kapern“, wie sie schreiben.
Denn es ist sinnlos, über Pflege und Bildung zu diskutieren, wenn dafür das Geld fehlt, weil es in Stuttgart vergraben wird. Es ist paradox, sich Gedanken zu erneuerbaren Energien zu machen, aber ein Energie fressendes, ineffizientes Bahnprojekt nicht zu verhindern. Es ist idiotisch, über die Verbesserung von Mobilität und Umweltschutz zu reden, wenn man gleichzeitig zulässt, dass Bahn-Infrastruktur zerstört und rückgebaut wird. Menschenwürde? Schutz von Eigentum? Grundrechte? Denkmalschutz? Demografischer Wandel? Soziale Gerechtigkeit? Über was auch immer man hätte reden wollen: S21 fungiert quasi als Mikrokosmos unserer Gesellschaft und zeigt exemplarisch auf, wie die wirklichen Machtverhältnisse sind und wie Bürgerbeteiligung vorgegaukelt und die Allgemeinheit enteignet wird – System 21 eben… Es ging also gerade nicht „nur um das eine“ – es ging um alles! Schade, dass Sie das noch immer nicht begreifen wollen…

Esther Lorenz

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Brief an MandatsträgerInnen wg. S21

Wir haben es schon des öfteren erwähnt: im Rems-Murr-Kreis (RMK) gibt es ein breites Bündnis gegen S21. Mit Ortsgruppen u.a. in Fellbach, Waiblingen, Winnenden, Schorndorf. Dieses Bündnis hat im November einen Brief mit der Überschrift „Bei S21 grundlegend neue Lage bei Kosten und Leistung“ an alle MandatsträgerInnen im RMK geschrieben (Bundestag, Landtag, Kreistag, Bürgermeister) mit verschiedenen Fragen: wie sie sich zu den Kostensteigerungen (6,9 statt 4,5 Mrd. Euro) stellen, ob sie die höheren Kosten bezahlen wollen und was sie zu dem geplanten Leistungsrückbau durch den Tiefbahnhof sagen. Die Region muss zusätzlich zu den bereits gezahlten 100 Millionen Euro wahrscheinlich weitere Mittel zuschießen. (Die Gemeinde Kernen trägt davon bisher 600.000 Euro). Und – als letzte Frage – was sie gegen die mangelnde Betriebsqualität im S-Bahn-System zu tun gedenken. Von den Angeschriebenen hat ungefähr ein Viertel geantwortet. (Ist das ein guter oder ein schlechter Rücklauf?) Diesen Brief haben wir von K21 Kernen auch an unseren Bürgermeister und unsere GemeinderätInnen geschickt. Nur Andreas Stiene für die OGL hat bisher geantwortet. (Das ist allerdings ein schlechter Rücklauf). Wir werden hier in den nächsten Wochen die Antworten in Auszügen veröffentlichen. Alle Antwortbriefe sind auf der Webseite http://www.rems-murr-gegen-s21.de/ in der Rubrik „Aktuelles“ unter der Überschrift „Brief an MandatsträgerInnen“ ausführlich dokumentiert.

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Herzlich willkommen Frau Beer

Kennen Sie Nicola Beer? Nun ja, sonderlich bekannt ist sie noch nicht. Seit 2012 war sie für die FDP hessische Kultusministerin. In Hessen wurde aber Schwarz-Gelb am 22.9.13 abgewählt. Frau Beer hat dann nach der Abwahl noch schnell ihren Sprecher verbeamtet, damit der arme Kerl versorgt war, sie selbst wurde von Herrn Lindner zur neuen Generalsekretärin der FDP gemacht. In einem Interview am 5.1.14 mit Sonntag Aktuell sagte Frau Beer, dass die FDP auch mal wieder auf die Straße gehen will, um verlorengegangene WählerInnen zurückzugewinnen. Wir finden es gut, wenn mensch für seine Interessen auf die Straße geht. Das ist ein Grundrecht unserer Verfassung. Die nächste Gelegenheit dazu hätte Frau Beer am Montag, 20. Januar und allen darauffolgenden Montagen. Wir treffen uns immer um 18 Uhr, entweder vor dem Hauptbahnhof oder auf dem Marktplatz in Stuttgart. Dort könnte sie unter den dort versammelten Menschen dann auch die der FDP verlorengegangene „Mitte der Gesellschaft“ wiedertreffen: Lohnabhängige, UnternehmerInnen, Arbeitslose, Jugendliche und RentnerInnen. Und jede Menge klassisch liberale Themen werden dort angesprochen: staatliche Verschwendung von Steuergeldern, mangelnde Bürgerbeteiligung, Ignoranz der Mächtigen, staatliche Unterdrückungs- und Überwachungsmaßnahmen gegen Menschen, die grundgesetzliche verbriefte Rechte in Anspruch nehmen und weitere staatliche Grundrechtsverletzungen. Und vieles andere mehr. Und – was sie bei uns auch noch lernen könnte: mensch braucht einen langen Atem zur Erreichung seiner Ziele. Herzlich willkommen, Frau Beer, bei den Montagsdemos gegen das Projekt Stuttgart 21!
Unsere nächste Sitzung Mi, 15.1. um 20 Uhr im TV-Heim. Auch hier sind interessierte FDPlerInnen herzlich willkommen.

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Unfähig, verlogen. selbstgerecht

Die Seite drei vom 8. Januar 2014 Winnender Zeitung

„Am Desaster (…) sind fast alle Beteiligten mitschuldig.“ – „… zwischen Euphorie und Scheitern“ – „Demnach wollten alle Beteiligten das Prestigeobjekt unbedingt umsetzen, ohne den Steuerzahlern die wahren Kosten zu präsentieren.“ „… eine Mischung aus Unfähigkeit und Selbstherrlichkeit“… All das ist zu lesen in den Stuttgarter Nachrichten und den Lokalblättern im Umkreis. Jedoch beschreibt es nicht – wie man meinen könnte – das Unfrieden stiftende Großprojekt vor der eigenen Türe, sondern das im weit entfernten Hamburg. Mir als gebürtiger Hamburgerin, die die ersten 32 Jahre ihres Lebens in dieser schönen Stadt verbrachte, schmerzt auch dieses Großprojekt sehr. Wäre ich noch in meiner Heimat, dann würde ich mich vermutlich genauso vehement gegen die Elbphilharmonie engagieren wie ich es nun gegen Stuttgart 21 tue. Jedoch bin ich der Meinung: „Der hanseatische Kaufmann kontra schwäbische Hausfrau“ schneidet deutlich besser ab, da es in Hamburg doch „nur“ um einige Hundert Millionen geht, einer knappen Milliarde vielleicht – in Stuttgart dagegen geht es um mindestens das Zehnfache! Erschwerend hinzu kommt der immense Schaden, der an Umwelt und Infrastruktur in Stuttgart entsteht! Wie auch immer: je mehr ich mich mit all diesen Groß(kotz)projekten befasse, desto mehr bin ich mir sicher: mein Platz ist hier im Ländle und montags in Stuttgart auf der Demo… Denn dieses Unrecht, das hier wie dort, in BERlin und anderswo passiert, gehört beseitigt! Steuergelder müssen zum Wohle der Allgemeinheit verwendet und nicht zum Nutzen einiger Wohlhabender verschwendet werden!

Esther Lorenz

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Was versteht ein Maulwurf vom Fliegen?

Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere – da gab es mal einen Kanzleramtsminister, also den engsten Vertrauten unserer Kanzlerin und für die Koordination der Geheimdienste zuständig, der auf dem Höhepunkt der NSA-Abhöraffäre das Ganze für „beendet“ erklärte, obwohl die halbe Welt inzwischen wusste, dass das Handy seiner Chefin vom US-amerikanischen Geheimdienst NSA abgehört wurde. Der SPIEGEL bezeichnete ihn als „Merkels Missmanager“. Offensichtlich war er in der Großen Koalition nicht mehr haltbar und wollte sich angeblich ins „Private“ zurückziehen. Nun tauchte er letzte Woche wie Phönix aus der Asche als Vorstand der Deutschen Bahn (DB) wieder auf. Jahresgehalt (halten Sie sich fest): 1,8 Mio Euro. Bei einer angenommenen Jahresarbeitszeit von 2.000 Stunden (39 Std pro Woche) ergibt das einen Stundenlohn von 900 Euro/Stunde. Nicht schlecht für einen, der vom Bahngeschäft so viel versteht wie ein Maulwurf vom Fliegen und der die typische Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal Politikerkarriere aufzuweisen hat. Was hat das mit uns zu tun? Ganz einfach: wir bezahlen als Steuerzahler und Bahnkunden die 1,8 Mio (jedes Jahr!) und wir bezahlen noch teurer für das Missmanagement seiner Vorstandskollegen, die uns einen kropfunnötigen Tunnelbahnhof für mind. 10 Mrd bescheren werden – und die S-Bahn im Großraum Stuttgart versinkt im Chaos. Deshalb gibt es auch 2014 jede Menge gute Gründe für unsere wöchentlichen Montagsdemos (immer um 18 Uhr entweder am Bahnhof oder auf dem Marktplatz in Stuttgart) und für unsere nächste Sitzung am Mi, 15.1. um 20 Uhr im TV-Heim. Mit den neuesten Nachrichten zur Affäre Poffala. Und vieles andere mehr.

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Jahresrückblick 2013

Das vergangene Jahr war wieder ereignisreich und spannend. Hier ein kleiner Jahresrückblick. Im dritten Jahr seines Bestehens hat K21 Kernen – Verein zur Förderung eines öffentlichen Personennahverkehrs insgesamt 17 Sitzungen abgehalten, jeweils mit 10 bis 25 TeilnehmerInnen. Wir organisierten 2 Veranstaltungen, mit dem Verkehrsexperten Peter Reinhart und dem Brandschutzexperten Hans Heydemann, 2 Flugblattaktionen an der S-Bahn Stetten-Beinstein (Flugblatt zum S-Bahn Chaos) und beim Martinimarkt. Wir beteiligten uns aktiv an der „Initiative Barrierefreiheit“ der Diakonie, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten, um den barrierefreien Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Gebäuden und Einkaufsmöglichkeiten zu verbessern. Hier liegt leider noch viel im Argen, nicht nur für RollstuhlfahrerInnen, sondern auch für Menschen mit Rollator und Eltern mit Kinderwagen. Im Mittelpunkt dieser Aktivitäten stand eine S-Bahn Fahrt mit Rollis und einem Blinden zwischen Grunbach und Schorndorf, die zahlreiche Defizite aufdeckte. Des weiteren ein Dorfrundgang in Stetten zur Barrierefreiheit (zusammen mit dem Seniorenrat) mit einer ausführlichen Fotodokumentation, die dem Bauamt der Gemeinde bei einem Treffen übermittelt wurde und einer Pressekonferenz zu demselben Thema. Nicht zuletzt ein Gespräch mit Herrn Hantel, dem Leiter des Bereichs „Station und Service“ der Deutschen Bahn, um ihn mit einer langen Liste auf die katastrophalen Zustände auf der Rems-Bahn und den hiesigen Bahnhöfen aufmerksam zu machen. Darüberhinaus beschäftigten wir uns mit der Verbesserung des Busverkehrs und der elektronischen Anzeige von Umsteigeverbindungen in Bussen und Bahnen. Regelmäßig nehmen rund 20 Personen aus Kernen an den wöchentlichen Montagsdemos am Hauptbahnhof teil, 4 Mal wurde die Montagsdemo von Mitgliedern unserer Gruppe moderiert, 1 Mal gab es dort einen Redebeitrag unseres Pressesprechers vor 2000 ZuhörerInnen. K21 Kernen beteiligt sich aktiv an dem Rems-Murr-Bündnis gegen Stuttgart21 mit ingesamt 8 Ortsgruppen. Und auch das gesellige Beisammensein kommt nicht zu kurz, mit Festen und einer Kanufahrt auf der Jagst. Und der Ausblick für 2014? Hoppe, hoppe Reiter, der Widerstand geht weiter!
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Kernen 21 Zeitungsbeiträge zur 200. Montagsdemo

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Und hier noch die Fellbacher Zeitung:

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