Stuttgart 21 in Myanmar

Myanmar, das frühere Birma, eines der ärmsten Länder der Welt, früher eine Militärdiktatur, die sich nun langsam dem Demokratisierungsprozess öffnet, war im September Ziel einer Reise der Welthungerhilfe, bei der ein Reporter der Schwäbischen Zeitung dabei war. Er schreibt am 28.9. darüber: „Damit hat in der bergigen Gegend mitten in Myanmar nun wirklich niemand gerechnet. ‘Wie halten Sie es denn mit Stuttgart 21?‘, will Adi Christina Win wissen. Wir stehen am National Highway 3 außerhalb von Lashio im nördlichen Shan Staat, die Grenze zu China ist nicht weit. Und in einer solchen Region fragt Adi Christina Win, wie wir es denn mit der württembergischen Verkehrspolitik halten. Die junge Frau aus Myanamars Metropole Rangun begleitet uns als Dolmetscherin und Fotografin und ihr gelingt die Überraschung. Wir stammeln, denn gerade eben haben wir noch mit Bauern gesprochen, die wie ihre Urgroßeltern die kargen Böden beackern. Die Fragestellerin bemerkt die Verblüffung und schiebt nach: ‚Ich gar nichts. Ein reines Prestigeobjekt und was für eine schlechte Planung …. Kommunikationsmängel, wohin man schaut‘, meint sie abschließend“. Fazit: Das Planungschaos der Deutschen Bahn hat es zu weltweiter Bekanntheit gebracht.

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