Mobilitätsstation Haltestelle Diakonie

Vor kurzem wurden an der Bushaltestelle „Diakonie“ in Stetten in
Fahrtrichtung ES fünf abschließbare Fahrradboxen aufgestellt. Inzwischen
steht dort auch eine Wartehäuschen mit einer Bank, s. Foto. Ein Lob
dafür an die Verantwortlichen.
Schon 2015 wurde von K21 und PFB jedoch ein viel weitergehender
Vorschlag gemacht: der Bau einer Mobilitätsstation an dieser Stelle.
Zitat aus dem damaligen Vorschlag: „Die Diakonie Stetten ist der
zentrale ÖPNV-Umschlagplatz in unserer Gemeinde. Ab Dez. 2016 laufen
dort 4 Buslinien zusammen: Bus 211 Stetten-WN, mit Anschluss zu S2, S3,
Regionalzügen und allen weiterführenden Buslinien. Bus 212
Stetten-Fellbach mit Anschluss zu U1, S2 + S3 und SSB-Bus 60 nach UT.
Bus 116 ES-Endersbach, mit Anschluss zur S1 Richtung
Plochingen/Cannstatt und allen weiterführenden Buslinien Richtung
Fildern und Flughafen und S2 Richtung Schorndorf/Stuttgart. Sowie der
Expressbus X20 WN-ES, mit allen oben bereits angeführten
Weiterverbindungen in WN und ES in alle Richtungen. [Nachbemerkung: Der
Bus 116 fuhr damals 2x am Tag von Esslingen nach Stetten-Beinstein bzw.
Endersbach. Er wurde vor 2 Jahren durch den Bus 219 ersetzt, der aber
leider – trotz aller unserer Bemühungen – die Haltestellen „Diakonie“
und „Stetten-Beinstein“ nicht mehr anfährt. Mit diesen beiden
Haltestellen wäre der 219er eine ideale Verbindung von der S2 aus
Richtung Schorndorf zum X20 nach ES]. Forts. folgt.

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Schaden an der Oberleitung (2)

Die Fortsetzung unseres Berichts über das neue Buch von Arno Luik, der
im Sept. 2019 bei uns zu Gast war.
In seiner Analyse der Zustände im Bahnverkehr kommt Luik zu dem Schluss,
dass der Fehler im System besteht: unfähige Manager, die vom Bahnfahren
nichts verstehen, so wie z.B. der aus der Politik in den Vorstand der
Deutschen Bahn (DB) gewechselte ehemalige Kanzleramtsminister Ronald
Pofalla. Eine DB, die Firmen in 140 Ländern dieser Welt zusammengekauft
hat (nicht nur im Eisenbahnsektor), um zum weltweiten „Spieler“ zu
werden. Obwohl sie nicht in der Lage ist, in ihrem Stammland einen
zuverlässigen Bahnverkehr zu gewährleisten. Im November 2020 meldet die
Agentur Reuters, dass die DB bis 2023 einen Schuldenstand von über 32,3
Milliarden Euro aufweisen wird. Fast so viel wie 1994, als sie von den
Steuerzahlenden entschuldet wurde und bei Null anfing.
Die Tragik dieser Situationsbeschreibung besteht darin, dass sowohl Luik
wie auch wir begeisterte BahnfahrerInnen sind, die eigentlich wollen,
dass der Bahnverkehr ausgebaut wird und gut funktioniert. Das Gegenteil
ist leider der Fall, sehr zur Freude der Autoindustrie.
Unser großes Vorbild: die Schweiz, wo ein staatliches (!)
Bahnunternehmen einen beispielhaften Bahnverkehr hinkriegt: Taktverkehr
(Anschluss alle Stunde) bis in das hinterste Schweizer Gebirgstal.
Laokoon soll bleiben
Schon öfters berichteten wir über die Skulptur „S21 – Chronik einer
grotesken Entgleisung“ des Konstanzer Künstlers Peter Lenk, auch als
„schwäbischer Laokoon“ bezeichnet. Sie wurde am 25.10.20 – auch mithilfe
von vielen Spenden aus Kernen – vor dem Stadtmuseum in Stuttgart
aufgestellt und ist seither ein Publikumsmagnet. Nach den Plänen von OB
Nopper soll sie von dort wieder verschwinden. Wir unterstützen eine
Kampagne für ihren Verbleib, siehe www.lenk-in-stuttgart.de

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Schaden an der Oberleitung

Am 27. September 2019 hatte Kernen21 den ehemaligen STERN-Autor Arno Luik im Museumskeller in Stetten zu Gast. Er stellte damals sein neues Buch „Schaden in der Oberleitung“ vor.
Luik wuchs im schwäbischen Königsbronn auf, wo noch Familie hat, lebt aber, da er über viele Jahre für den STERN arbeitete, in Hamburg. Deshalb fährt er jedes Jahr Tausende von Kilometern mit der Bahn. Er kennt also die Probleme der Deutschen Bahn (DB) aus dem Effeff.
Nun ist eine aktualisierte Taschenbuchversion seines Buches im Westend-Verlag erschienen. Die würden wir gerne auch der hiesigen Öffentlichkeit vorstellen. Das ist aber coronabedingt leider nicht möglich. Deshalb im Folgenden die wichtigsten Aussagen aus dem Vorwort in Ausschnitten.
Es beginnt mit dem provozierenden Satz: „Seit der Bahnreform im Jahr 1994, nach der die Bahn an die Börse sollte, handeln die Bahn-Verantwortlichen, als wollten sie die Menschen zum Autofahrer erziehen“. Er erzählt weiter: „Früher kamen oft Bahnmitarbeiter nach meinen Lesungen, um zu erzählen, dass die Lage bei der Bahn noch schlimmer ist. So erfuhr ich vom Geheimnis der DB, dass diese damals, wegen ihrer miesen Verspätungsstatistik und wegen Personalmangel, fast jeden Tag Lokomotivführer mit der Lufthansa quer durch Deutschland flog, damit diese für kranke Kollegen einspringen konnten. Mitarbeiter in einem ICE-Ausbesserungswerk erzählten, dass sie wegen Überlastung nicht komplett reparierte ICE-Züge wieder auf die Schienen schicken müssten. Die dürften dann statt der möglichen 280 km/h nur mit 160 km/h dahinzuckeln“.
Hinzu kommen mangelhaft gereinigte Klimaanlagen, ständig kaputte und stinkende Toiletten und Sitze in den ICE-3+4-Zügen, die wahre Folterinstrumente sind. Inzwischen hat die DB angekündigt, dass bis zu 60.000 (!) Sitze ausgewechselt werden sollen. (Forts. folgt)

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Verschiedenes

Nachruf für Steffen Goetz
Wir erinnern an Steffen Goetz, der 2010 zu den Gründungsmitgliedern unseres Vereins Kernen21 gehörte.
Er wuchs in Rommelshausen auf, lernte Automechaniker und schaffte über ein Vierteljahrhundert beim Daimler.
Fast von Anfang an war er bei den Montagsdemos und allen größeren Aktionen gegen Stuttgart21 mit dabei. Viele kannten ihn wegen seiner Jacke mit 150 Ansteckplaketten aus einem Jahrzehnt Demo-Tätigkeit. (Siehe Foto).
Wegen einer schweren Erkrankung konnte er in letzter Zeit unsere Aktivitäten nur noch aus der Ferne beobachten.
Steffen verstarb nach langer Krankheit am 24. März 2021 im Alter von 60 Jahren. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Vielleicht trifft er dort, wo er jetzt ist, auf Gangolf Stocker, den Mitgründer der Montagsdemos, der ebenfalls vor kurzem verstarb.Rückblick Rundfahrt Radschnellweg
Am Sa, 27.3. fuhren 15 Interessierte die beiden geplanten Trassen für den Radschnellweg RS5 Endersbach-Fellbach ab. Bei den TeilnehmerInnen gab es keine einhellige Meinung, welche bevorzugt gebaut werden soll. Für die südliche Trasse entlang der S-Bahn und durch Rom wurde der Bau einer Fahrradbrücke über die Waiblinger Straße vorgeschlagen, um die dort entstehenden Querungsprobleme zu beseitigen. Alternativ dazu entstand die Idee, mit der südl. Trasse bei der Brücke am Ende der Beinsteiner Str. auf die andere Seite zu wechseln und an der Kläranlage vorbei an die nördliche Trasse anzuschließen.

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Radtest des geplanten Fahrradschnellweges Endersbach Fellbach am Samstag 27.03.2021

Insgesamt 15 Personen waren am Samstag, 27. März der Einladung des Vereins Kernen21 gefolgt, im Rahmen einer Fahrradrundfahrt die geplanten Trassen des Fahrradschnellwegs RS5 zwischen Endersbach und Fellbach abzufahren.
Die Interessierten kamen aus Stetten, Rom, Endersbach und Fellbach. Es waren allesamt sog. „ProfiradlerInnen“, also Menschen, die regelmäßig größere Strecken mit dem Fahrrad fahren, vor allem auf dem Weg zur Arbeit. Die PFB-Gemeinderätin Corinna Konzmann hatte sogar ihren 2-jährigen Sohn im Kinderanhänger dabei. Des weiteren nahm ein Vertreter der Ortsgruppe Waiblingen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) an der Fahrt teil.
Zu Beginn stellte der Kernen21-Pressesprecher Ebbe Kögel, der die Organisation der Rundfahrt geplant hatte, die Entwicklung der Radschnellweg-Idee vor, die für Baden-Württemberg recht neu ist. Im Ruhrgebiet und vor allem in Holland gibt es diese Art Schnellstraßen schon lange.
Auch Kernen21 hatte vor 10 Jahren im Rahmen der Planungen für die Remstalgartenschau bereits den Bau einer schnellen Radverbindung zwischen Schorndorf und Fellbach in die Diskussion gebracht. Damals allerdings noch ohne Resonanz.
Bewegung kam erst in die Planungen, als Bund und Land für den Planungsprozess massive Zuschüsse in Aussicht stellten. Der Rems-Murr-Kreis beauftragte dann die Bernard-Gruppe, ein international tätiges Ingenieurbüro, mit der Entwicklung von Vorschlägen zur Trassenführung.
Der RS5 Schorndorf-Fellbach hat eine Streckenlänge von fast 22 km, mit (gegenwärtig kalkulierten) Gesamtkosten von 32,7 Millionen Euro, also 1,5 Millionen Euro pro km. Das erscheint auf den ersten Blick als sehr teuer. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass ein Radschnellweg weitgehend kreuzungsfrei geführt wird, um eine angepeilte Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h zu erreichen. Um die Kreuzungsfreiheit zu erreichen, sind unter Umständen recht teure Ingenieurbauwerke wie Unterführungen und Brücken erforderlich. Bei der Beurteilung der Kosten muss ebenfalls erwähnt werden, dass der Bau von 1 km Autobahn mindestens das 10-fache dieses Betrages kostet. Erwartet wird, dass dann bis zu 2.300 RadfahrerInnen pro Tag die Strecke benutzen werden.
Die vorgeschlagene Streckenführung wurde am 20. Januar 2021 erstmals im Technischen Ausschuss des Gemeinderats Kernen vorgestellt. Bemerkenswert an dieser Präsentation war der Vorschlag, alternativ zu der zuerst geplanten Strecke entlang der Bundesstraße B14/B29 eine Trasse zu planen, die von Endersbach her weiter südlich verläuft, parallel zu S-Bahn am Rande der Felder. In Rom mündet sie dann in die Max-Eyth-Straße, führt am Bahnhof vorbei, überquert die Waiblinger Straße in die Willy-Rüsch-Straße bis zur Kellerei Kern. Weiter geht es geradeaus 300 Meter über die angrenzenden Felder, dann rechts runter zur Erbachstraße (Schüttelgraben) und von dort – an der Fellbacher Kläranlage vorbei – bis zur Stuttgarter Straße in Fellbach.
Die weiteren Planungen sehen vor, den RS5 durch Fellbach durch auf der Stuttgarter Straße zu führen und schließlich bergab auf der alten Bundesstraße (Nürnberger Straße), parallel zur U1, bis zum Cannstatter Wilhelmsplatz. Diese Straßenführung, die sicherlich nicht optimal ist, soll an dieser Stelle aber nicht weiter erörtert werden.

Unter dem Gesichtspunkt einer zukünftigen Verkehrswende ist die Alternativroute durchs Römer Industriegebiet sicherlich ein interessanter Vorschlag. Dies würde signalisieren, dass zumindest auf einer Straße im Gemeindegebiet ein klares Zeichen für den Vorrang des Rad- vor dem Autoverkehr gesetzt wird. Hier müsste sicherlich viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, da anzunehmen ist, dass es auf den vielbefahrenen Straßen im Römer Industriegebiet zu Zielkonflikten zwischen Auto- und Lkw-Verkehr und den bevorrechtigten (!) RadfahrerInnen käme. Aber, nebenbei bemerkt: auch gegen die Einführung von heute selbstverständlichen Fußgängerzonen gab es jahrzehntelang heftigsten Widerstand von den AutofahrerInnen.

Ein neuralgischer Punkt der Alternativtrasse ist auf jeden Fall die Überquerung der Waiblinger Straße, die mithilfe einer Ampelschaltung erfolgen soll. Das heißt, dass dort dann entweder die Radfahrenden oder eben die Autos jeweils 1 bis 2 Minuten warten müssten. Warten müssten insbesondere auch die Linienbusse der Nr. 211 bzw. der Expressbus X20, die dort in der Hauptverkehrszeit ca. alle 7 Minuten verkehren. Nicht optimal.
Hier kam nun der Vorschlag, die Waiblinger Straße mit einer Fahrradbrücke zu überqueren, die vor dem Bahnhof beginnt und mit einem Schwenk nördlich des neuen Gebäudes der Firma Kälte-Fischer die Waiblinger Straße überquert und dann nördlich der bestehenden Industriegebäude Richtung Fellbach weitergeführt wird. Dies hätte auch den Vorteil, dass es zwischen den Radfahrenden und den Omnibussen der Fa. Schlienz in der Willy-Rüsch-Straße zu keinen Konflikten kommen könnte.

Die Fahrradgruppe fuhr dann nach dem Ortsende von Rom weiter über die Felder und den die enorm steile Stichstraße hinunter zum Schüttelgraben. Hier waren sich alle einig, dass dies eine gefährliche und der Idee eines Schnellwegs absolut entgegenstehende Trassenführung ist.
Nach der Ankunft am Rande des Industriegebietes wurde kehrt gemacht und die Gruppe fuhr die RS5-Variante ab, die entlang der Bundesstraße geführt werden soll. Hier mussten zum Teil erhebliche Umwege gefahren werden, da nur auf einem kleinen Teil der geplanten Strecke bereits befahrbare Wege vorhanden sind. So muss z.B. das Tal des Krättenbachs unterhalb der Römer Kläranlage mit einem Brückenbauwerk überquert werden. Auch in der Weiterführung entlang der Bundesstraße gibt es noch viele Äcker und Wiesengrundstücke, die erworben bzw. überplant und überbaut werden müssten.
Angekommen an der Ausfahrt der B29 Richtung Stetten wurde ein weiteres Problem sichtbar: zur Weiterführung des RS5 Richtung Endersbach bzw. Schorndorf müssen mindestens zwei Mal vielbefahrene Straßen überquert werden. Hier ist von Seiten von Weinstadt noch keine Entscheidung über die Trassenführung gefallen.

Auf dem Rückweg Richtung Rommelshausen fuhr die Gruppe schließlich die südliche Alternativtrasse entlang der Bahntrasse ab. Hier gibt bisher nur einen Feldweg, der schließlich am nordöstlichen Ortsrand von Rom in die Max-Eyth-Straße einmündet. Von da aus würde der RS5 dann bis zum Bahnhof in Rom weitergeführt.
Da einer der Teilnehmer (Michael Becker aus Endersbach) diesen Feldweg regelmäßig auf dem Weg zur Arbeit nach Fellbach befährt, erhielt dieser Weg spontan die Bezeichnung „Becker-Trasse“.
Von diesem Experten kamen (als Nachtrag) noch folgende Anmerkungen zu dieser Trassenführung: „Früher wurde bei Starkregen öfters Schlamm ins Gleisbett gespült, was teilweise zur Sperrung der Bahnlinie führte. Vor ca. 10-15 Jahren wurde dann der Bahndamm abgetragen und mit wasserdurchlässigen Gabionen aufwändig wieder aufgebaut. Jetzt verfängt sich der Schlamm und das Problem trat meines Wissens nicht mehr auf. Wird jetzt ein wasserundurchlässiger Weg gebaut, werden bei Regen dahinter Seen entstehen, was die Bauern sicher nicht dulden werden. Ergo muss da meiner Meinung nach zwingend in irgendeiner Form ein Drainage/Rückhaltesystem errichtet werden. Vermutlich ist das den Planern nicht bekannt . Auch jetzt schon, ohne Asphalt hält sich über Monate so viel Wasser in einer Kurve, dass die Leute über den Acker und nicht auf dem Weg laufen .
Desweiteren kann ich mir nicht vorstellen, dass die Bauern nach der Feldarbeit den Weg säubern, und das Andi Scheuer den Besen schwingt auch nicht, wäre aber eine schöne Vorstellung.“

Befragt nach ihren Eindrücken, kamen von den teilnehmenden Personen, die sich fast alle zum ersten Mal mit der geplanten Streckenführung befasst hatten, die unterschiedlichsten Antworten. Eine eindeutige Bevorzugung einer der beiden Trassen war daraus nicht zu erkennen.
Aus der Diskussion entstand aber ein weiterer interessanter Vorschlag: Nämlich an dieser Stelle (Brücke über die S-Bahn am Ende der Beinsteiner Straße) mit dem RS5 auf die andere Seite zu wechseln und ihn dann an der Kläranlage Krättenbach vorbei auf die Trasse entlang der Bundesstraße zu führen.

Als nächstes steht nun die im Rahmen der Planungen vorgesehene Bürgerbeteiligung im Raum. Sie soll noch dieses Frühjahr durchgeführt werden. Danach entscheidet der Gemeinderat über die Trassenführung.
Es wird sicherlich keine leichte Entscheidung, die unsere VolksvertreterInnen hier treffen müssen. Kernen21 ist gerne bereit, im Rahmen der Bürgerbeteiligung bzw. für die GemeinderätInnen eine weitere Rundfahrt zu den beiden Trassenvarianten zu organisieren, um damit eine bessere Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

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Radschnellweg

Radschnellweg durch Kernen: Besichtigungsfahrt
Gegenwärtig laufen im Rems-Murr-Kreis und in Stuttgart die Planungen für einen Radschnellweg Schorndorf-Stuttgart, der auch über Kernener Markung geführt werden soll. Die PlanerInnen haben zwei Alternativtrassen zwischen Endersbach, Kernen und Fellbach ausgearbeitet. Die eine soll unten an der Bundesstraße B29 entlangführen. Die andere soll ab Endersbach südlich der Bahnlinie geführt werden, dann in Rommelshausen durch die Max-Eyth-Straße, am Bahnhof vorbei, die Waiblinger Straße überqueren und dann weiter durch die Willy-Rüsch-Straße, an der Kellerei Kern vorbei, über die Felder wieder runter zum Schüttelgraben und schließlich nach Fellbach.
In der Sitzung des Technischen Ausschusses am 20. Januar wurden diese Planungen Anfang des Jahres 2021 schon einmal vorgestellt. Insbesondere die Alternativtrasse durch Rommelshausen fand dabei aus verschiedenen Gründen keine ungeteilte Zustimmung. Ein neuralgischer Punkt wird sicherlich die Überquerung der Waiblinger Straße sein. Hier kommen die RadlerInnen in Konflikt vor allem mit dem Busverkehr. Grundsätzlich wurde aber der Bau bzw. die Notwendigkeit eines Radschnellwegs von allen Fraktionen begrüßt.
Radschnellweg heißt, dass dieser – wie eine Autobahn – möglichst kreuzungsfrei geführt werden soll. Damit sind recht hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten möglich. So sollen insbesondere PendlerInnen zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad bewogen werden.
Am kommenden Samstag wollen wir die beiden Alternativrouten mit dem Fahrrad abfahren. Haben Sie Interesse? Dann kommen Sie einfach am kommenden Samstag, 27. März um 14 Uhr zum Treffpunkt auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs in Rommelshausen. (Dauer ca. 2 Stunden).
Bei Regen wird die Fahrradtour verschoben.
Weitere Infos unter Tel.Nr. 42866.
Unsere Webseite: www.kernen21.de

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buy-in-Strategie

Kennen Sie die „buy-in-Strategie“?

Wieder so ein „neimodisch Zuigs“, jetzt sogar schon in den Beiträgen von
Kernen21? Keine Angst, wir erklären es. „buy-in“ kommt aus dem
Englischen und bedeutet so viel wie „sich einkaufen“.
Mit der „buy-in-Strategie“ wird in der Politikwissenschaft ein Vorgehen
bezeichnet, bei dem der Einkauf in ein Projekt – bzw. die Entscheidung
für ein Projekt – durch zu niedrig angesetzte Kosten- und
Terminschätzungen erreicht wird.
Der Tiefbahnhof Stuttgart21 ist dafür ein typisches Beispiel. Die
Entscheidungen in den zuständigen Gremien wie Stuttgarter Gemeinderat,
Regionalversammlung oder Landtag von Baden-Württemberg wurden dadurch
erreicht, dass viel zu niedrige Kosten angesetzt wurden. Auch die
Zustimmung der Kreistage aus dem Umland, die das Projekt mitfinanzieren,
wurde so erreicht: von ursprünglich zugesagten 2,5 Mrd. € stiegen diese
2011 auf 4,5 Mrd. Inzwischen sind 8,5 Mrd. zugegeben. Am Ende werden es
wohl 12 Mrd. sein. Und ursprünglich sollten die Züge im Jahre 2020
rollen, inzwischen soll es 2025 werden.
Bei der Verwirklichung des Projektes stellen sich nun immer mehr Mängel
heraus. Insbesondere der mit S21 versprochene Deutschlandtakt wird nicht
fahrbar sein. Deshalb kommen nun zahlreiche „Verbesserungs“-Vorschläge,
u.a. der sog. „Bilger-Tunnel“ am Flughafen. Sie sehen weitere 47 km
Tunnel vor (zu den bereits jetzt betonierten 60 km), die weitere
Milliarden kosten sollen. Ein Fass ohne Boden, letztendlich mit unser
aller Steuergeld bezahlt.
Der ehemalige STERN-Journalisten Arno Luik, der am 27.9.2019 im
Museumskeller zu Gast war, beschreibt in der Neuauflage seines damals
vorgestellten Buches „Schaden in der Oberleitung“ diese
„buy-in-Strategie“ und andere Skandale bei S21. Erhältlich im
Buchhandel. Sobald es Corona zulässt, wollen wir Arno Luik wieder nach
Stetten einladen.

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Frühling es geht wieder los

Kaum hatte Anfang Februar die warme Frühlingssonne die letzten Reste des Winters beseitigt, ging es wieder los in der Esslinger Straße. Fast im Minutentakt röhrten schwere Motorräder, Motocross-Maschinen und aufgemotzte Autos Richtung Schwurwald rauf und runter. Die relative Winter-Ruhe war mit einem Schlag vorbei.
Dementsprechend häufen sich die Klagen lärmgeplagter AnwohnerInnen. Die WKZ berichtete am 26.2. gar auf einer ganzen Seite. Beschrieben wurde darin das technische Problem – viele Hersteller leben in Werbung und Verkauf von diesem sogenannten „satten Sound“, den Motorräder heutzutage (bewusst) erzeugen. Und der ja auch von vielen (vorwiegend) männlichen Käufern gesucht und geschätzt wird. Der Ruf nach strengeren gesetzgeberischen Vorschriften für die Hersteller verhallt in den Weiten der Europäischen Union.
Der andere im Artikel beschriebene Ansatz sind vermehrte Kontrollen und der Appell an die Vernunft der MotorradfahrerInnen. Natürlich gibt es diese Vernünftigen, aber die bestimmen nicht das Bild in der Öffentlichkeit.

Wir haben ja schon des öfteren über diese Lärmproblematik geschrieben und dazu viele Zuschriften aus der Bevölkerung erhalten.
Wir haben uns auch Gedanken über Lösungsmöglichkeiten gemacht. Wenn Sie sich detaillierter darüber informiert wollen, verweisen wir Sie auf unsere Webseite www.kernen21.de.
Gerne dürfen Sie uns auch schreiben: juergenhoran@web.de

Radschnellweg durch Kernen: Besichtigungsfahrt

Gegenwärtig laufen die Planungen für einen Radschnellweg Schorndorf-Stuttgart, der auch über Kernener Markung geführt werden soll. Sobald es das Wetter zulässt, wollen wir die beiden Alternativrouten mal mit dem Fahrrad abfahren. Haben Sie Interesse? Dann schreiben Sie bitte an unsere Kontaktadresse (s.o.), wir melden uns, sobald wir einen Terminvorschlag haben.

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Zu Veröffentlichungen im wöchentlichen Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen im Remstal

Vorbemerkung:

Der untenstehende Beitrag von Kernen21 für das Mitteilungsblatt 09-2021 der Gemeinde Kernen wurde vom Bürgermeister komplett zensiert!

In einer Mail vom 1.1.2021 an den Pressesprecher von Kernen21 führt Kernens Bürgermeister Paulowitsch dazu aus:
„Ihr Beitrag K21 im Mitteilungsblatt entspricht nicht dem Statut. Die Vereine können über ihr Veröffentlichungsrecht keine politischen Forderungen an die Gemeinde richten oder Fragen stellen. Dies machen Sie mit dem eingereichten Beitrag jedoch, indem Sie aktiv Politik betreiben und Forderungen erheben. Über Beiträge kann kein Meinungsstreit ausgerichtet werden. Auch haben Sie schon mehrfach die inhaltliche Korrektur zu Ihren Forderungen erhalten (z.B. dass Betonschwellen im Rems-Murr-Kreis generell untersagt sind). Auch Fragen sind nicht zulässig (…)
Wenn Sie nun wieder behaupten wollen, dass dies Zensur sei verweise ich nochmals darauf, dass das Mitteilungsblatt kein Medium der freien Presse ist. Es ist ein Informationsmedium, das seine Hauptfunktion in der amtlichen Mitteilung hat und zusätzlich Vereinen für eigene Informationsangebote zur Verfügung steht. Es ist kein Debattenmagazin.“

Unsere Stellungnahme dazu:
Im Statut des Mitteilungsblattes steht geschrieben, dass Beiträge ausgeschlossen sind, die „gegen gesetzliche Vorschriften, die guten Sitten oder die Interessen der Gemeinde verstoßen“. Es steht nicht geschrieben, dass keine Fragen gestellt werden dürfen. Und dass Betonschwellen im Rems-Murr-Kreis bisher nicht gebaut werden, muss doch nicht heißen, dass diese Forderung für den Einbau von Betonschwellen nicht erhoben werden darf. Schließlich ist ja im zensierten Artikel selbst ausgeführt, dass es in Sindelfingen auf dem Weg zum Krankenhaus Betonschwellen auf der Fahrbahn gibt. Und dies in den meisten unserer europäischen Nachbarländer ebenfalls üblich ist. Wieso soll also dieser Vorschlag nicht gemacht werden dürfen? Vorschriften können sich schließlich ändern.
Das beste Beispiel dafür ist die Druckknopfampfel, die dieses Jahr noch (auf freier Strecke!) an der Landesstraße L 1201 (Strümpfelbach-Endersbach) eingerichtet wird. Damit Schulkinder auf dem Fahrrad die Straße sicher überqueren können. Auch da hieß es zuerst, auf freier Strecke könnten keine Druckknopfampeln eingerichtet werden.

Und beim Motorradlärm in der Eßlinger Straße handelt es sich um ein wichtiges kommunalpolitisches Problem, von dem Hunderte von AnwohnerInnen der Strecke und viele andere EinwohnerInnen betroffen sind, deren Häuser sich auf der Höhe der Eßlinger Straße befinden.

Was meinen Sie? Schreiben Sie uns an: juergenhoran@web.de
Ihr Kernen 21

Kernen21 für Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen Nr. 09-2021 vom 3.3.2021

Frühling! Es geht wieder los
Kaum hatte Anfang Februar die warme Frühlingssonne die letzten Reste des Winters beseitigt, ging es wieder los in der Esslinger Straße. Fast im Minutentakt röhrten schwere Motorräder, Motocross-Maschinen und aufgemotzte Autos Richtung Schwurwald rauf und runter. Die relative Winter-Ruhe war mit einem Schlag vorbei.
Dementsprechend häufen sich die Klagen lärmgeplagter AnwohnerInnen. Die WKZ berichtete am 26.2. gar auf einer ganzen Seite. Beschrieben wurde darin das technische Problem – viele Hersteller leben in Werbung und Verkauf von diesem sogenannten „satten Sound“, den Motorräder heutzutage (bewusst) erzeugen. Und der ja auch von vielen (vorwiegend) männlichen Käufern gesucht und geschätzt wird. Der Ruf nach strengeren gesetzgeberischen Vorschriften für die Hersteller verhallt in den Weiten der Europäischen Union.
Der andere Ansatz ist der Appell an die Vernunft der MotorradfahrerInnen. Natürlich gibt es diese Vernünftigen, aber die bestimmen nicht das Bild in der Öffentlichkeit. Und vermehrte Kontrollen? Ein zu lauter und zu schneller Motorradfahrer kann ja nicht mal richtig geblitzt werden.
Also doch die Tiroler Lösung mit der Sperrung von bestimmten Strecken für überlaute Motorräder? Im Stettener Fall hülfe die Verlegung des Ortsschildes bis zur Einfahrt zum Neuen Friedhof. Vielleicht auch Betonschwellen auf der Fahrbahn, um so die Geschwindigkeit auf den ersten paar Hundert Metern nach dem Ortsende so zu verlangsamen, dass der Lärm weiter nach draußen verlagert wird. Diese Betonschwellen gibt es tatsächlich schon – z.B. auf der Straße zum Krankenhaus in Sindelfingen. Und in vielen anderen europäischen Ländern. Auf der B14 zwischen Sulzbach und Großerlach gibt es blaue Querstreifen auf der Fahrbahn, die zum langsameren Fahren auffordern.
Was meinen Sie? Schreiben Sie uns: juergenhoran@web.de

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10 Jahre Kernen21 (6)

Vor 10 Jahren wurde unser „Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“, kurz Kernen21, gegründet. Heute Teil 6 unseres Rückblicks.
Zum ÖPNV gehört neben der S-Bahn auch der Busverkehr. Hier hat sich in den letzten Jahren – auch durch unsere Mithilfe – einiges getan. So können wir mit Fug und Recht behaupten, dass Kernen inzwischen zu den Gemeinden in Baden-Württemberg mit dem bestausgebauten Busverkehrsystem gehört.
Zu nennen wäre hier insbesondere die Einführung der vom Verband Region Stuttgart finanzierten Expressbuslinie X20 von Waiblingen nach Esslingen. Hier haben wir viel Lobbyarbeit im Hintergrund geleistet. Diese Schnellbusverbindung zwischen Rems- und Neckartal war ursprünglich nämlich gar nicht für eine der 3 Linien vorgesehen, die vor 5 Jahren versuchsweise eingeführt wurden. Unser Foto zeigt die von K21 organisierte Jungfernfahrt im Dezember 2016.
Der X20 war ein Erfolg, mit ständig steigenden Fahrgastzahlen. Bis Corona alles zunichte machte, mit ungewisser Zukunft.
Viele Jahre setzten wir uns für eine Schulbusverbindung von Stetten nach Endersbach (und weiterführend zur Waldorfschule Engelberg) ein, bis es 2019, dank der Fa. Schlienz, mit der Einführung der Linie 219 klappte. Die Linienführung ist jedoch verbesserungswürdig. Wir hätten gerne gehabt, dass der 219er an die S-Bahn Stetten-Beinstein bzw. an die Haltestelle „Diakonie“ angebunden wird.
(Forts. folgt)

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10 Jahre Kernen21 (5)

Vor 10 Jahren wurde unser „Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“, kurz Kernen21, gegründet. Heute der 5. Teil unseres Rückblicks.
Schon kurz nach unserer Gründung wurden wir auf ein weiteres Problem der mangelnden Barrierefreiheit aufmerksam. Und zwar die Situation bei Ein- und Ausstieg an den S-Bahn Stationen Rommelshausen und Stetten-Beinstein. Durch den vorhandenen Spalt (bis zu 30 cm) und die ebenfalls bis zu 30 cm Einstiegshöhe, insbesondere in Richtung Schorndorf (siehe Foto), war es dort zu zahlreichen, zum Teil auch schwereren Personenunfällen gekommen.
Wir sammelten die Berichte der Verunfallten und machten sie öffentlich. Immer wieder berichteten die Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen
Nach vielen Jahren, in denen sich auch die Gemeindeverwaltung und unser MdL Jochen Haußmann bei der Deutschen Bahn (DB) für eine Änderung dieses Zustandes einsetzten, scheint Licht am Ende des Tunnels: inzwischen gibt es eine Zusage der DB, dass 2022 zumindest der Bahnsteig Richtung Schorndorf um 20 cm erhöht werden soll und somit die Gefahrenlage bei Ein- und Ausstieg verringert wird. Eine völlige Barrierefreiheit wird dadurch allerdings nicht erreicht.
Nach früheren Zusagen der DB sollte die Erhöhung jetzt eigentlich schon fertig sein. Aber nun wollen wir mal glauben, dass es für 2022 tatsächlich klappt. Mensch soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. (Forts. folgt)

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10 Jahre Kernen21 (4)

Vor 10 Jahren wurde unser „Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“, kurz Kernen21, gegründet. Heute der 4. Teil unseres Rückblicks.

Ausgangspunkt unseres Engagements im Jahre 2011 war sicherlich die Auseinandersetzung um Stuttgart 21. Aber von Anfang an beschäftigten wir uns auch mit anderen Themen, die sowohl den Öffentlichen Personennahverkehr als auch andere Verkehrsthemen betrafen. Wobei wir unter „Verkehr“ auch die FußgängerInnen und RadfahrerInnen verstehen.

So war es nur konsequent, dass wir uns intensiv dem Problem der Barrierefreiheit widmeten. Dabei ging es um die Beseitigung von erhöhten Randsteinen und sonstigen Hindernissen, mit denen Menschen im Rollstuhl sowie mit Rollator oder auch mit Kinderwagen zu kämpfen haben. Nach jahrelanger Arbeit konnten wir erreichen, dass bei Neubauten von Straßen und öffentlichen Einrichtungen nach und nach Überwege und Eingänge auf Null abgesenkt werden. Auch bei einzelnen Geschäften. Ebenfalls erfreulich, dass es seit 3 Jahren bei der Gemeinde zu diesem Thema einen „Arbeitskreis Barrierefreiheit“ gibt. Wir hoffen, dass er bald wieder tagen kann.

Zur Barrierefreiheit gehört natürlich auch der Busverkehr. Hier konnte in den letzten Jahren erreicht werden, dass immer mehr Bushaltestellen einen Hochbord erhalten, der – zusammen mit den Einstieghilfen, die die Schlienz-Busse am Mitteleinstieg ausfahren können – einen barrierefreien Zustieg in den Bus ermöglichen.

Ein kleines Licht am Ende des Tunnels gibt es für die Barrierefreiheit bei den S-Bahn Stationen Rom und Stetten-Beinstein. Nach intensiven Bemühungen über fast ein Jahrzehnt, Aktionen, Presse- und Fernsehberichten wegen der zahlreichen – auch schweren Unfällen – von Passagieren wegen des schwierigen Ein- und Ausstiegs bei der S-Bahn. (Fortsetzung folgt)

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10 Jahre Kernen21 (3)

Vor 10 Jahren wurde unser „Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“, kurz Kernen21, gegründet. Heute der 3. Teil unseres Rückblicks.

Die (verlorene) Volksabstimmung vom 27.11.2011 sowie (im Vorfeld dazu) das brutale Vorgehen der Polizei im Schlossgarten am 30.9.2010 führten dazu, dass viele Aktive dem Widerstand gegen Stuttgart 21 den Rücken kehrten oder nicht mehr an einen Erfolg der Bewegung glaubten. Da nützte es auch nichts, dass wir immer wieder betonten, dass die Volksabstimmung unter Vortäuschung falscher Tatsachen zustande gekommen war. Z.B. die damalige Behauptung, der Bau des Tiefbahnhofs würde maximal 4,5 Mrd. € kosten. Inzwischen sind wir beim doppelten Betrag angelangt und die verkehrspolitische Fragwürdigkeit dieses Projektes wird immer deutlicher.

Ein harter Kern von 20 Personen blieb weiterhin aktiv und setzte die Aufklärungsarbeit (bis heute) fort. Immer mit viel Spaß bei der Sache. Siehe das Foto von unserem „Zügle“, mit dem wir uns am Fotowettbewerb der Kerner Volksbank (leider nur 3. Platz) und am Festzug zum Jubiläum des Stettener Musikvereins beteiligten.

Wir wurden auch nicht müde zu betonen, dass unsere Gemeinde über die Umlage, die sie an den Rems-Murr-Kreis zahlt, mit 600.000 € an der Finanzierung von S21 beteiligt ist. Und wenn die DB ihre Klage geben ihre Projektpartner wg. der Mehrkosten gewinnt, kann es noch viel mehr werden. (Forts. folgt).

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10 Jahre Kernen21

Am 16. Februar 2011 wurde von 12 Interessierten unser Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“, kurz Kernen21, gegründet. Zur 1. Vorsitzenden wurde Christine Brencher gewählt.

Im Vorfeld der Landtagswahl am 27. März 2011 nahmen wir an vielen Großdemos teil, traten in SWR-Sendungen auf und organisierten viele Infostände, Unterschriftensammlungen und eine Podiumsdiskussion „Großprojekte und Bürgerbeteiligung“ zur Wahl, die mit der Abwahl von Ministerpräsident Mappus, verantwortlich für den „Schwarzen Donnerstag“ im Schlosspark, den Machtwechsel in Baden-Württemberg brachte. Unter anderem die Stimmen der (damals noch sehr zahlreichen) S21-Aktiven machten die Grünen zur stärksten Partei, der ursprüngliche S21-Gegner Winfried Kretschmann wurde Ministerpräsident.

Rückblickend betrachtet waren die damals damit verbundenen Hoffnung auf einen Stopp des Projekts (was die Grünen vor der Wahl noch versprochen hatten) allerdings vergeblich.

Unterschiedlich wurde die Teilnahme an der am 27. November 2011 stattfindende Volksabstimmung innerhalb unserer Gruppe diskutiert. Die darin gesetzten Hoffnungen erfüllten sich nicht, obwohl wir massiv dafür mobilisierten.

Bei unserem Engagement kam aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Monatlich trafen wir uns zu Sitzungen im TV-Heim und organisierten viele Ausflüge und Feste. Siehe Foto. (Forts. folgt)

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10 Jahre Kernen21

Am 16. Februar 2011 wurde unser „Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“, kurz Kernen21, gegründet. In den kommenden Wochen blicken wir auf das vergangene Jahrzehnt zurück.
Es waren 12 Interessierte, die zu dieser Gründungsversammlung im TV-Heim Stetten zusammenkamen. Sie hatten sich davor beim wöchentlichen „Schwabenstreich“ kennengelernt. Dort trafen sich immer örtliche Aktive aus dem Widerstand gegen den geplanten Kellerbahnhof Stuttgart 21 auf dem Parkplatz vor der Alten Schule in Stetten (siehe Foto), um ihrem Protest gegen dieses Projekt Ausdruck zu verleihen.

Der Hauptgrund für die Gründung war der für alle BenutzerInnen des Nahverkehrs täglich erfahrbare Widerspruch, dass einerseits für ein verkehrspolitisch völlig unsinniges Projekt Milliarden Euro ausgegeben werden, während andererseits die Bahn es nicht schafft, einen S-Bahnverkehr ohne ständige Verspätungen zu organisieren und die gefährlichen Bahnsteige an den S-Bahn-Haltestellen Rom und Stetten-Beinstein zu entschärfen.

Die GründerInnen waren sich einig, sich nicht nur mit dem ÖPNV, sondern auch mit anderen Verkehrsthemen zu beschäftigen, dem Fuß- und Radverkehr und der Barrierefreiheit. (Forts. folgt)

Motorradlärm

Eine ausführliche Zusammenstellung unserer bisherigen Aktivitäten und Veröffentlichungen zum Motorradlärm in der Eßlinger Straße finden Sie auf unserer Webseite www.kernen21.de

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Motorradlärmdisplay: offensichtlich unwirksam

Schon oft berichteten wir über die Klagen, die uns wegen des Motorradlärms in der Eßlingerstraße erreichten. Wir fassten die wichtigsten Aussagen in einem Brief an GR und Verwaltung zusammen. In der Sitzung des VA am 10.12. stand „Motorradlärmdisplay – Auswertung und Ergebnisse“ auf der TO. [Display = elektronische Anzeigetafel]:
100 m nach dem Baumtor befindet sich in einem Begrenzungspfosten ein Messgerät, das Lärmentwicklung in Dezibel (dB) und Geschwindigkeit misst und auf die 70 m weiter stehende Anzeigetafel überträgt. Liegt der Lärmwert unter 85 dB, erscheint ein „Smiley“ [von engl. „smile“ = Lächeln], um den FahrerInnen anzuzeigen, dass sie „anständig“ waren. Sonst erscheint ein Gesicht mit heruntergezogenen Mundwinkeln, was „böse, böse“ bedeutet.
Ergebnis: die Lärmwerte gingen zurück! Im Schnitt um 3 dB.

Für alle AnwohnerInnen von Eßlingerstraße und Umgebung – und auch für alle Menschen woanders im Ort, die aber Luftlinie auf gleicher Höhe wie die Eßlingerstraße wohnen – handelt es sich dabei um ein Wunder. Denn diesen Sommer war es extrem. Es begann Ende April und ging dann bis Ende November. An schönen Wochenenden im 5-Minuten-Takt. Nicht nur Motorräder, auch aufgemotzte Autos. (Weitere Lärmverursacher sind Moto-Cross-Maschinen und Lastwagen). Und dorfeinwärts wird gar nicht gemessen.

Die Tatsache, dass die Lärm-FahrerInnen die Anzeige sehen, mag zu einer Verringerung der gemessenen Werte bei der Meßstelle geführt haben. Aber dann wird halt erst nach der Anzeige voll aufgedreht, bis hoch zur Einfahrt zum Schützenhaus.
In der Sitzung wurde die Anschaffung von 2 weiteren lächelnden Anzeigetafeln beschlossen. Rausgeworfenes Geld. Evtl. hülfen Betonschwellen und 30er-Zone bis Einfahrt Friedhof. Und mehr Kontrollen.

Wir wünschen allen Geplagten ein ruhiges Weihnachten.

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Verschiedenes – S21 / Barierrefreiheit ROM

S21 Umfragewerte im Keller

Die Umfragewerte für die geplante Kellerhaltestelle Stuttgart 21 sind richtig im Keller. Das schreibt die Stuttgarter Zeitung am 3.12 über eine aktuelle Umfrage des Allensbach-Instituts. Auf die Frage, ob rückblickend die Entscheidung für S 21 richtig oder falsch war, antworten 27% mit „richtig“, 40% mit „falsch“. Sind es die ständig steigenden Baukosten, die verschobenen Fertigstellungstermine, die ständigen Behinderungen durch die Baustellen in der Stadt oder gar unsere ständige Aufklärungsarbeit und das Aufzeigen von Alternativen, die zu diesem katastrophalen Ergebnis führten? Entscheiden Sie selbst.

Barrierefreier Bahnhof Rom

Bei einem Lokaltermin letzte Woche am Bahnhof gaben unsere MdLs Paal und Haußmann sowie BM Paulowitsch bekannt, dass der erhöhte Bahnsteig am Bahnhof in Rom nun käme. 2023. Aber nur in Fahrtrichtung Schorndorf. Die vor 3 Jahren gegebene ursprüngliche Zusage der Bahn war für die Fertigstellung in 2021 – für beide Bahnsteige!
Rom wird nun als zweiter Bahnhof von insgesamt 34 im VVS-Gebiet, wo noch nicht barrierefrei sind, ausgebaut. Das ist auch auf die jahrelangen Aktivitäten und öffentlichkeitswirksamen Bemühungen von K21 Kernen zurückzuführen. Vor 5 Jahren berichtete deshalb der SWR schon über das Problem, siehe www.youtube.com, Stichwort „Gefahr an der Bahnsteigkante“.
Nicht zu vergessen der Bahngipfel, den das Ehepaar Würz aus Rom 2019 mit dem BaWü-Bahnchef Krenz vor Ort organisierte. Deren Sohn war am Bahnsteig verunglückt – wie viele andere Fahrgäste auch.
Und wann wird der andere Bahnsteig erhöht?

542. Montagsdemo
K21 Pressesprecher Ebbe Kögel sprach auf der Montagsdemo am 14.12. auf dem Stuttgarter Markplatz. Sein Thema: „Die Mühen der Ebenen lokaler Verkehrspolitik“. Moderation Jürgen Horan. Nachzusehen auf youtube.com, Stichwort „542. Montagsdemo“ eingeben.

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Motorradlärm Esslinger Straße

Die meisten StettenerInnen werden das Problem kennen: sobald die ersten warmen Frühlingswochenenden kommen, steigt der Lärmpegel im Dorf erheblich an – verursacht durch Hunderte von Motorrädern und aufgemotzten Autos, die die Eßlinger Straße als Rennstrecke benutzen. Das geht dann bis in den November hinein.

Die Gemeinde reagierte durch die Aufstellung einer Lärmanzeige 200 m nach dem Ortsende. Und durch den Beitritt zur „Initiative Motorradlärm“ der Landesregierung, zusammen mit Dutzenden lärmgeschädigter Kommunen in BaWü.
Im Mai beschrieben wir im MB die Problemlage für die unmittelbaren NachbarInnen. Und erhielten daraufhin 3 Dutzend überwiegend zustimmende Zuschriften. Die interessantesten Zitate daraus: „Ich danke Ihnen sehr, dass Sie gegen die ungeheure Lärmbelästigung etwas unternommen haben – Einerseits geben wir in Deutschland Milliarden für Lärmschutz an Straßen aus, andererseits ist es legal, Autos und Motorräder künstlich laut zu machen – Wir wohnen in der Bühläckerstraße, am Ortsausgang nach Endersbach ist es deutlich schlimmer wie Richtung Esslingen – Wenn eine Initiative gegründet würde, wir wären dabei – Mit Vorliebe fahren sie dröhnend aus der Ortschaft raus und wieder zurück. Dabei werden sie gefilmt, fahren freihändig usw., viele aus den Kreisen ES und Stuttgart – Die smilenden [lächelnden] Displays [Anzeigen] sind eine Lachnummer für die Krachmacherfraktion – Im Kleinen Feldle sind wir auch von dem bis tief in die Nacht andauernden Lärm betroffen“.

Auch 3 negative Zuschriften gabs: „Ich beurteile Ihre jämmerlichen Aufrufe im Mitteilungsblatt als armseliges Geschmiere um Aufmerksamkeit zu erregen“.

Am Do, 10.12., 19 Uhr, Bürgerhaus, tagt der Verwaltungsausschuss des GR, TOP 4 „Auswertung Motorradlärmdisplay“. Wir schicken den GemeinderätInnen unsere Zusammenstellung.

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……..und kein Ende

Anfang 2021 wird K21 Kernen sein 10-jähriges Jubiläum feiern. Nach wie vor sind unsere Aktiven jede Woche auf der Montagsdemo (TeilnehmerInnen oder Moderatoren), beteiligen sich an der Mahnwache oder schreiben die wöchentliche Rubrik im MB. Nicht nur zu S21, sondern zu vielen anderen Verkehrsthemen, wie Bus- und S-Bahn-Verkehr, Barrierefreiheit und die Zukunft unserer Mobilität.
In diesem Jahrzehnt hat sich der S21 Fertigstellungstermin ständig nach hinten verschoben, die Kosten sind auf das 4-fache gestiegen. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Es wächst zusammen, was zusammen gehört

Letzte Woche schrieb die WirtschaftsWoche, dass ex-EU-Kommissar Oettinger (einst als Ministerpräsident entschiedener Befürworter von S21) in den Aufsichtsrat der Tunnelbohrfirma Herrenknecht wechselt. Herrenknecht hat mit den zu bohrenden S21-Tunneln (insg. 60 km) viele Millionen verdient. Einen kleinen Teil davon spendet er regelmäßig an Herrn Oettingers Tunnelbohrpartei.

Traum-Renten für Ex-Bahnvorstände

Durch eine Anfrage der Linken im Bundestag wurde bekannt, dass die Ex-Vorstände der Deutschen Bahn (DB) im Schnitt pro Monat eine Rente von 20.000 € beziehen. (Insg. 10 Mio € pro Jahr, verteilt auf 42 Bezieher). Das sind die Vorstände, die für die Kostenexplosion bei S21 verantwortlich sind, die die Schulden der DB auf eine neue Rekordhöhe von 28 Mrd. € getrieben haben und die in der ganzen Welt Logistikfirmen zusammenkauften, die jetzt mit Verlust verscherbelt werden müssen. Denken Sie, dass die Herren ein schlechtes Gewissen haben, auch angesichts der Tatsache, dass ihre aktuellen Nachfolger von der Belegschaft ein Corona „Solidaropfer“ verlangen?

Keine Sitzungen

Normalerweise treffen wir uns ja monatlich zu einer öffentlichen K21-Sitzung. Leider ist dies gegenwärtig nicht möglich. Wir hoffen, dass es im Dezember wieder weitergeht.

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Schwäbische Lakoon

Der Schwäbische LaokoonVergangene Woche wurde in Stuttgart, direkt vor dem neuen Stadtpalais (der früheren Stadtbibliothek) an der Konrad-Adenauer-Straße das neue zehn Meter hohe Denkmal des Konstanzer Bildhauers Peter Lenk zu Stuttgart 21 aufgestellt.Es heißt der „Schwäbische Laokoon“.Laokoon? Ist Ihnen wahrscheinlich nicht bekannt. Wir kannten ihn seither auch nicht. Laokoon ist eine Figur aus der griechischen Sagenwelt. Im Krieg zwischen den Griechen und der Stadt Troja warnte er die TrojanerInnen vergeblich vor dem falschen Geschenk des hölzernen Pferdes, mit dessen Hilfe die Griechen schließlich die Stadt erobern und zerstören konnten. Laokoon wurde danach wegen seines Verrats von einer von der Göttin Athene ausgesandten giftigen Schlange getötet.Der Laokoon auf dem Denkmal ist Minischderpräsident (MP) Wilfried Kretschmann, der mit einer ICE-Schlange ringt. (Siehe Foto). Es ist nicht ganz klar, ob Lenk ihn auch als „Verräter“ wie Laokoon darstellen will (der MP war ja mal entschiedener S21-Gegner) oder ob er mit dem Projekt (in Form der ICE-Schlange) ringt.Das Werk des weithin bekannten Künstlers (www.peter-lenk.de) wurde mit 130.000 € Spenden finanziert. Darunter auch namhafte Beträge von K21 Kernen sowie von Einzelpersonen aus unserer Gemeinde. Sie finden deren Namen auf der Tafel neben dem Denkmal, das über 150 bekannte Gesichter von UnterstützerInnen und GegnerInnen des Projekts plastisch darstellt. Ein Besuch lohnt sich.Erst Vergils Darstellung des Mythos in seinem EposAeneis aus dem 1.Jahrhundert v.Chr. istin einer längeren Fassung überliefert. Darin wird die Geschichte Laokoons verlagert und mit dem Trojanischen Pferd verknüpft: Während die Griechen vorgaben, Troja zu verlassen und der Stadt zur Ehrung der Götter ein hölzernes Pferd zu schenken, das in Wirklichkeit jedoch mit griechischen Kämpfern gefüllt war, erkannte Laokoon als einziger den Betrug. Er stieß auf das Pferd mit einem Speer ein; dieser prallte jedoch ab. Daraufhin erschienen zwei von Athene geschickte Schlangen, die Laokoon zusammen mit beiden Söhnen töteten. Die Trojaner meinten darin eine Strafe der Götter für die Entweihung des Geschenkes zu sehen, zogen das hölzerne Pferd in die Stadt und besiegelten damit ihren Untergang.Ein gewichtiger Beitrag zur Landesgeschichte sei’s, das Denkmal von Bildhauer Peter Lenk, schrieb der „Südkurier“ kürzlich. Und tatsächlich bringt die ganze üble Geschichte um Stuttgart 21 eine Menge Kilos auf die Waage und vor allem eine beträchtliche Größe mit: Fastzehn Meter hoch wird der „Schwäbische Laokoon“ in den Himmel ragen, der statt mit Schlangen mit einem sich windenden ICE ringt. Auf seinem Sockel wird demonstriert, eine Tunneltaufe gestürmt und im S-21-Freibad baden die Leut‘. Über dem Kopf des Laokoon schweben die für das Jahrhundertloch mitten in Stuttgart verantwortlichen Manager und Politiker in luftigen Höhen, im „Wolkenkuckucksheim“, wie Lenk es nennt.bildet Szenen rund um das Projekt Stuttgart21 ab, vor allem über den Protest. Peter Lenk erklärte während des Aufbaus: „Der mythologische Laokoon konnte Troja nicht mehr warnen vor dem Trojanischen Pferd. Der schwäbische Laokoon will nicht mehr vor Stuttgart 21 warnen, weil er sich an das Volksbegehren gebunden fühlt.“

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