5 Jahre Expressbus X20 (2)

8 Jahre ist es nun her, dass erstmals über Expressbusse in der Region
diskutiert wurde, vor 5 Jahren wurden sie eingeführt. Hier die
Fortsetzung unseres Rückblicks.
Die entscheidende Sitzung des Verkehrsausschusses des Verbands Region
Stuttgart (zuständig für den Betrieb der Expressbusse) war am 19.11.14.
Hier gelang es tatsächlich (durch unsere vorherige Lobbyarbeit), die
Verbindung WN-ES auf den 3. Platz der neu einzuführenden Linien zu
bringen. „In Anbetracht der starken Unterstützung der Lokalpolitik“, wie
es in der Vorlage heißt. Ursprünglich war „unser“ Expressbus nur unter
„ferner liefen“ aufgeführt.
Die weiteren neu zu schaffenden Linien waren Kirchheim – Flughafen und
Leonberg – Flughafen.
Wir bemühten uns auch intensiv (und vergeblich) darum, die geplante
Linienführung von Waiblingen nach Esslingen zu verändern. So machten wir
den Vorschlag, den X20 vom Bahnhof WN aus nicht über Rommelshausen,
sondern über Stetten-Beinstein zu führen und dort an die S-Bahn
anzubinden. Das hätte 2 Vorteile gehabt: zum einen hätten wir eine
schnelle Verbindung von Stetten zur S-Bahn gehabt (auch eine alte
Forderung von K21). Zum anderen wäre so eine schnelle Verbindung von der
S2 aus Richtung Schorndorf nach Esslingen geschaffen worden. (Und
umgekehrt). Vor der X20-Einführung mussten Fahrgäste aus dem Remstal,
die nach Esslingen wollten, mit der S2 bis Cannstatt fahren und dort in
die S1 Richtung Plochingen umsteigen. Oder, wie es bei der jetzigen
Linienführung ist, bis zum Bahnhof in Waiblingen fahren und dann in den
X20 umsteigen. Das ist zwar bequemer (und eine schönere Strecke), aber
nur unwesentlich schneller.
Außer für die Remstäler Studierenden der Hochschule Esslingen in der
Flandernstraße. Die sparen tatsächlich Zeit, da sie nicht mehr den Umweg
über den Bahnhof in ES fahren müssen. (Forts. folgt)

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5 Jahre Expressbus (1)

8 Jahre ist es nun her, dass erstmals über Expressbusse in der Region
diskutiert wurde, vor 5 Jahren wurden sie eingeführt. Wir wollen deshalb
daran erinnern, wie diese Verbindung zustande gekommen sind.
Schon 2007 stellt die Allmende in ihrem Papier „Stetten 2020“ die Idee
vor, um Stuttgart herum einen S-Bahn-Ring LB-WN-ES-Flughafen-LEO zu
bauen, zur Entlastung der S-Bahn-Stammstrecke im Hbf Stuttgart.
Ersatzweise durch die Einführung von Bussen. Der Vorschlag verpufft
wirkungslos.
Im Juni 2013 stellen Grüne, SPD und FDP im Verkehrsausschuss (VA) des
Verbands Region Stuttgart (VRS) erstmals Anträge für die Einführung
regionaler Expressbuslinien.
Im Mai 2014 werden im VA 11 mögliche Expressbuslinien in der Region
vorgestellt, vorgeschlagen wird die Einführung von erstmal nur 5 Linien.
Waiblingen-Esslingen ist allerdings nicht mit dabei.
Kurz danach, im Juni 2014 schreibt K21 Kernen einen Offenen Brief an
Bürgermeister, Gemeinderat und Landtagsabgeordnete, mit der
Aufforderung, sich mit aller Kraft für eine Expressbuslinie WN-ES
einzusetzen. Diese Lobby-Arbeit wird in den darauffolgenden zwei Jahren
fortgesetzt, mit Briefen und Telefonaten mit den Mitgliedern des
Verkehrsausschusses. Immer mehr AkteurInnen beteiligen sich daran. Die
Diakonie Stetten schildert in einem Brief an den VRS die Vorteile der
Linie für BewohnerInnen und Beschäftigte. Ebenso das Ordnungsamt Kernen
(zuständig für den ÖPNV) und unsere örtlichen Kreistagsabgeordneten von
CDU und SPD.
Sehr verhalten reagieren anfangs Bürgermeister und Landrat. Das ändert
sich erst vor der entscheidenden Sitzung des VA am 19.11.2014, wo es
tatsächlich gelingt, die Verbindung WN-ES auf den 3. Platz der neu
einzuführenden Linien zu bringen. „In Anbetracht der starken
Unterstützung der Lokalpolitik“, wie es in der Vorlage heißt. (Forts.
folgt).

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Druckknopfampel L2021 – eine Chronologie (4 – Schluß)

Der Schluss unseres Berichtes über die neue Druckknopfampel an der L1201:
Im Herbst 2019 lief die Genehmigungsmaschinerie für die Ampel an, zahlreiche Behörden waren daran beteiligt. Diese entschieden schließlich, 200 Meter weiter Richtung Westen zu bauen, nähe Haldenbach. (Dort war früher schon der Übergang).
Grund: die Stromzuleitung. Sie war ursprünglich von der Seemühle her geplant, wurde dann aber im Durchschussverfahren unter dem Haldenbach vom Aussiedlerhof her verlegt, von dem dort befindlichen Trafo (Mittel- auf Niederspannung). Die Bürgerinitiave (BI) wurde zu dieser Änderung übrigens nicht gehört.
Es entstanden Gesamtkosten von 112.000 €, davon entfielen allein 78.000 € auf die Stromzuleitung.
Nach einer einjährigen, corona-bedingten Verzögerung wurde die Druckknopfampel schließlich am 9. September 21 offiziell eingeweiht. Mit dabei: Tanya Kasa von der BI, Herr Hein von Landratsamt, der Weinstädter OB Scharmann, zahlreiche Mitarbeiter der beteiligten Technikfirmen und die Presse. Die BI organisierte für den 11.9. schließlich eine Fahrrad-Einweihungsfahrt, siehe Foto.
Glückwunsch an Tanya Kasa und ihre MitstreiterInnen. In erstaunlich kurzer Zeit haben sie ihr Ziel erreicht. Auch dank des engagierten Einsatzes der beteiligten Behördenmitarbeiter.
Nun gilt es, Erfahrungen zu sammeln, wie die Ampel funktioniert. Schreiben Sie an: sichererschulweg-kernen@gmx.de

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Druckknopfampel L2021 – eine Chronologie (3)

Die Fortsetzung unseres Berichtes über die Geschichte der
Druckknopfampel an der L1201:
Am Samstag, 14. September 2019 trat die Bürgerinitiative Sicherer
Schulweg L1201 mit einem Infostand mit Unterschriftensammlung gegenüber
vom REWE zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung. Der Zuspruch war sehr
groß, mehrere Hunderte Unterschriften kamen zusammen. Sie wurden an die
Verantwortlichen weitergeleitet.
Am 21. September 2019 fand eine Fahrraddemonstration von der Seemühle
zum betroffenen Überweg statt, organisiert von Tanya Kasa und Corinna
Appenowitz. 70 Erwachsene und Kinder nahmen daran teil, die Zeitungen
berichteten ausführlich. Sie demonstrierten mit den Parolen „Sicherheit
beim Queren“ und „Ampel statt Angst“. (Siehe Foto)
Immer wieder fanden (nichtöffentlich) Gespräche mit den betroffenen
Behörden statt.
Im September 2019 erhielt die BI (nach einigem Hin und Her) das
offizielle Veröffentlichungsrecht im Mitteilungsblatt der Gemeinde
Kernen.
Im Herbst 2019 schwenkte das Regierungspräsidium überraschend auf den
Vorschlag der BI ein und befürwortete den Bau einer Druckknopfampel zur
Überquerung. Im Januar 2020 kam dazu die offizielle Pressemitteilung.
Die Genehmigungsmaschinerie lief an, zahlreiche Behörden waren daran
beteiligt. Diese entschieden schließlich, die Ampel nicht an der
ursprünglich geplanten Stelle zu errichten, sondern 200 Meter weiter
Richtung Westen. (Forts. folgt)

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Druckknopfampel L2021 – eine Chronologie (2)

Die Fortsetzung unseres Berichtes über die Geschichte der
Druckknopfampel an der L1201.
Die ursprüngliche Überquerungsstelle für Radfahrende aus Stetten
Richtung Endersbach lag in der Nähe des Haldenbachs. (Da, wo jetzt die
Ampel ist). Sehr unübersichtlich. Die Überquerung wurde also um 100 m
Richtung Seemühle verlegt. An dieser Stelle wird sehr schnell gefahren,
insb. für Kinder und SeniorInnen war die Überquerung gefährlich.
Nach ersten Hinweisen von Eltern, die zu einem Zeitungsartikel führten,
und auf Initiative von Tanya Kasa, einer betroffenen Mutter, traf sie
sich im Herbst 2018 mit Vertretern von Regierungspräsidiums, Landratsamt
und Weinstadt.
Daraufhin wurde die bereits geltende 50 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung
räumlich verlängert. Ohne Effekt.
Am 9.4.2019 gründeten 15 betroffene Eltern daraufhin die BI „Sicherer
Schulweg L 1201“. Sie trat mit vielen Aktionen an die Öffentlichkeit.
Forderung: Errichtung einer Druckknopfampel.
Von offizieller Seite wurde argumentiert, der Bedarf für eine Ampel sei
nicht gegeben. Deshalb wurde von der BI am So, 30.6. und Mo, 1.7.19 eine
ganztägige Fußgänger- und Verkehrszählung am Übergang durchgeführt. Sie
ergab, dass alle 5 Sek. ein Auto vorbeifuhr und pro Std.
durchschnittlich 15 Personen die Fahrbahn überquerten (Fuß + Rad).
Am Samstag, 14.9.19 trat die BI mit einem Infostand zum ersten Mal
öffentlich in Erscheinung. (Siehe Foto). Forts. folgt.

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Mit der Kirche ums Dorf

Mit der Kirche ums Dorf
Es gibt viele Berufstätige aus Stetten, die mit dem Fahrrad zur
„Haldschdell“ (S-Bahn Station Stetten-Beinstein) fahren. Je nachdem, wo
mensch wohnt, dauert das 5-7 Min. und ist die schnellste Verbindung von
Stetten zur S-Bahn. Mit dem X20 nach Waiblingen dauert es 10 Min., mit
dem Linienbus 211 sind es 17 (von Haltestelle „Diakonie“).
Keine Alternative ist leider der Bus 119, da dieser in Endersbach in der
Stettener Straße hält und nicht in der Nähe des Bahnhofs (so wie früher
der Bus 116 von Esslingen mit Haltestelle „Waiblinger Straße“). Bei
einer Ankunft des 119ers in der Stettener Straße um 7:16 Uhr müssten die
300 Meter Fußmarsch bis zur S-Bahn (Abfahrt 7:19 Uhr) im Sprint
zurückgelegt werden. Sehr Sportlich.
Der Einstieg in die S-Bahn auf der „Haldschdell“ hat den Vorteil, dass
dort in der Hauptverkehrszeit in Richtung Stuttgart noch ein Sitzplatz
zu ergattern ist. Außerdem gibt es inzwischen überdachte
Fahrradabstellplätze.
Normalerweise fahren die Stettener RadlerInnen auf dem Radweg entlang
der L1199, überqueren die L1201 (wo von Strümpfelbach her kommt) und
fahren geradeaus (am Hayler vorbei) zum Bahnhof.
Nun plant Weinstadt einen neuen Radweg entlang der Rommelshäuser Str.
bis zur ampelgesteuerten Landhauskreuzung. (Mit kräftigem Zuschuss von
Kernen). Nun wollen die dortigen PlanerInnen (mit Zustimmung Kernens),
dass die Stettener RadlerInnen nicht am Hayler vorbei, sondern über
diese Landhauskreuzung (mit 2 Ampelüberquerungen und Wartezeiten bis zu
4 Minuten!) bis zum Bahnhof fahren. Also mit der Kirche ums Dorf, fern
jeder Fahrradwirklichkeit.
Hier findet hoffentlich noch ein Umdenken statt.
Wahlpodium zur Bundestagswahl
„Klimagerechte Mobilitätswende“. MIt allen Bundestagskandidaten. Mi,
22.9., 19 Uhr, Manufaktur Schorndorf. Wir sind Mitveranstalter. Auch
online unter www.club-manufaktur.de

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Nachruf Irmela

Zur Erinnerung an Irmela Grämkow
Am 16. August 2021 verstarb unser Gründungsmitglied Irmela Grämkow aus der Hartstraße.
Schon im November 2009 gehörte sie zu den ersten TeilnehmerInnen der Montagsdemos gegen Stuttgart 21, die seit dem 26. Oktober 2009 vor dem Hauptbahnhof stattfanden, um gegen das „unsinnigste Projekt in der Geschichte des Eisenbahnbaus“ zu protestieren.
So war es nur folgerichtig, dass sie im Februar 2011 zu den Gründungsmitgliedern von Kernen21 gehörte, unserem „Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen öffentlichen Personennahverkehrs“.
Sie kam nicht nur regelmäßig zu unseren Sitzungen, sondern beteiligte sich auch an unseren Aktionen, Ausflügen und Festen. Und sie hatte eine große Sensitivität für ihre Mitmenschen, die Natur und alles Lebendige.
Irmela wurde 79 Jahre alt. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

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10 Jahre Stresstest (2)

Im November 2010 fand in Stuttgart die sog. „Schlichtung“ zu Stuttgart
21 statt, live übertragen im SWR-Fernsehen ins ganze Land. Auch in
unserer Gemeinde saßen Hunderte von Interessierten vor den Bildschirmen,
nicht nur die vielen Kernener Aktiven, die zuvor zu den großen
Demonstrationen am Bahnhof mit bis zu 150.000 TeilnehmerInnen nach
Stuttgart gefahren waren.
Am Ende stand der mit großem Trara verkündete „Schlichterspruch“ des
alten CDU-Politfuchses Heiner Geißler, der einen „Stresstest“ über die
Leistungsfähigkeit des Bahnhofs vorschlug. Das Ergebnis dieses
Stresstestes wurde vor 10 Jahren, am 29.7.2011, der Öffentlichkeit
präsentiert. Geißler schlug einen Kombibahnhof aus unter- und
oberirdischen Gleisen vor.
Der Knackpunkt dieser S21-Schlichtung bestand darin, dass gar nicht um
die Sinnhaftigkeit des Baus von S21 gestritten wurde, sondern nur darum,
ob der neue Tiefbahnhof mit 8 Gleisen leistungsfähiger sei wie der
bestehende Kopfbahnhof mit 16 Gleisen.
Unsere Bürgerbewegung war angetreten, um den alten Bonatz-Bahnhof zu
erhalten und S21 zu verhindern. Und hätte deshalb an dieser (nach außen
gut verkauften) „Bürgerbeteiligung-Schau“ nicht mitmachen dürfen. So wie
es damals die „Parkschützer“ forderten, die aber von den Politprofis aus
Grünen und einzelnen Sozialdemokraten im S21-Aktionsbündnis an den Rand
gedrängt wurden. Ja, die Grünen waren damals noch gegen S21 und drehten
sich erst um 180 Grad, als sie 2011 an die Macht kamen.
Unsere Protestbewegung wurde in den Planungsprozess des umstrittenen
Projekts hineingezogen – ohne tatsächlich etwas entscheiden zu können.
Zusammen mit dem brutalen Polizeieinsatz am 30.9.2010 führte diese
Umarmungstaktik dazu, dass die große Dynamik des Widerstand gegen S21
gebrochen wurde.
Aber wir sind nach wie vor jeden Montag auf der Straße, auch 10 Jahre
später.

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10 Jahre Stresstest

Weitgehend unbeachtet von den Medien jährt sich dieser Tage das
zehnjährige Jubiläum des sogenannten „Stresstests“ zu Stuttgart 21.
Diese von Heiner Geissler moderierte Gegenüberstellung von Vertretern
der Deutschen Bahn (DB) und unserer BürgerInnenbewegung war das Ergebnis
der damals massenhaften Proteste gegen den Tiefbahnhof. Die
Auseinandersetzung, die nicht auf Augenhöhe stattfand, weil die Bahn
wesentliche Informationen unter Verschluss hielt, wurde live im SWR
übertragen. Hunderttausende verfolgten die Wortgefechte live an den
Bildschirmen.
Am 29. Juli 2011 wurde das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert. Und
– oh Wunder – die Vertreter der Bahn sprachen von einer 30prozentigen
Erhöhung der Leistungsfähigkeit des neuen Bahnhofs, die GegnerInnen
widerlegten dies. Ohne Erfolg, Schlichter Heiner Geißler verkündete
einen „Kompromiss“ – der mit unseren VertreterInnen nicht abgesprochen
war: Neubau im Untergrund, aber teilweise Erhalt des alten Kopfbahnhofs.
Aber bei diesem Vorschlag handelte es sich um Nebelkerzen, ein Erhalt
des Kopfbahnhofs war nie vorgesehen – schließlich wollte die Stadt
Stuttgart die oberirdischen Gleisanlagen für die Entwicklung von
milliardenschweren Immobilienprojekten. Darum ging es im Grunde genommen
von Anfang an. (Ob diese Projekte tatsächlich verwirklicht werden
können, steht allerdings noch in den Sternen).
Einer, der damals die Gutachten der Bahn mit akribischem Fleiß
studierte, war Dr. Christoph Engelhardt aus München. [Siehe dazu auch
seine Webseite wikireal.info]. Er war dann im Juli 2012 bei Kernen21 zu
Gast und konnte damals detailliert nachweisen, dass die Bahn-Gutachter
die Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs systematischer heruntergerechnet
und die des Tiefbahnhofs geschönt hatten. Erst vor kurzem zerpflückte er
auch das Brandschutzgutachten der DB. (Forts. folgt)

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Radschnellweg – die Nordvariante

m vergangenen Donnerstag diskutierte und entschied der Gemeinderat,
über welche Trasse der zukünftige Radschnellweg RS5 Schorndorf-Stuttgart
über die Gemarkung Rommelshausen geführt werden soll.
Der Tagesordnungspunkt wurde eingeleitet mit einer Präsentation von
Stefan Hein, Dezernent für Bauen, Umwelt und Infrastruktur beim
Landratsamt und zuständig für die zukünftige Planung des RS5. Sein
Vortrag war allerdings eine Werbeveranstaltung für die auch von unserer
Verwaltung favorisierte Südvariante, die von Endersbach her südlich der
S-Bahn und dann durch die Max-Eyth- und Willy Rüsch-Straße (mit der
problematischen Überquerung der Waiblinger Str.) und über die Äcker des
Schmidener Feldes Richtung Fellbach geführt werden sollte.
Die Nordvariante führt von Endersbach bis zur Kläranlage Fellbach
entlang von B14/B29, z.T. durch noch unerschlossenes Gelände. Es müsste
allerdings ca. 1 Hektar bisher weitgehend unberührte Natur überbaut
werden, so Herr Hein.
Gegen die Südvariante durchs Gewerbegebiet hatten sich viele dort
ansässige Gewerbetreibende ausgesprochen, auch die Schutzgemeinschaft
Schmidener Feld äußerte Bedenken gegen einen (natürlich geteerten)
Schnellweg über die Äcker.
Leider wurde unser mehrfach vorgebrachter Vorschlag einer anderen
Trassenführung nicht im GR vorgestellt: unsere Idee war, den RS5,
nachdem er südlich der Bahntrasse von Endersbach her kommt, über die
Brücke Beinsteiner Straße auf die nördliche Seite der Bahn und dann mit
einer Brücke an der Krättenbach-Kläranlage vorbei zu führen. Diese
Trasse würde die Nachteile der beiden anderen Vorschläge vermeiden.
Dasselbe Schicksal ereilte auch unsere Idee einer Brücke über die
Waiblinger Straße.
Die Entscheidung fiel unerwartet deutlich aus: 11:7 Stimmen gegen die
Südvariante, 12:5 Stimmen für die Nordvariante.

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RSS – und Lenk mal weg

Entscheidung über Radschnellweg im GR
Am Do 15.7. trifft der GR die Entscheidung über die Trassenführung für
den geplanten Radschnellweg RS5 Schorndorf-Fellbach auf der Gemarkung
Rommelshausen. (Sitzung beginnt 19 Uhr im Bürgerhaus, TOP 8). Kernen21
hat sich in den letzten Monaten intensiv mit den beiden Alternativen
befasst, eine Rundfahrt organisiert, an der BürgerInnen-Anhörung
teilgenommen und den verantwortlichen PlanerInnen mehrere Vorschläge für
eine veränderte bzw. verbesserte Trassenführung unterbreitet (z.B.
Fahrradbrücke am Bahnhof Rom über die Waiblinger Str. und Brücke über
das Krättenbach-Tal bei der Kläranlage). Leider ohne Resonanz.
Wie die geplante Südtrasse des RS5 entlang der Bahn gerade aussieht,
zeigt das letzte Woche aufgenommene Foto. Nicht so ganz ernst gemeint –
der RS5 ist dann 6 Meter breit und asphaltiert.
Lenk-Mal ist weg
Schon mehrere Male berichteten wir über das Stuttgart21-Denkmal „Chronik
einer grotesken Entgleisung“, das der Künstler Peter Lenk vor dem
Stuttgarter Stadtpalais vor einigen Monaten aufstellen ließ. Auch
zahlreiche Menschen aus Kernen hatten dafür gespendet bzw. es
besichtigt.
Einflussreichen Kreisen in Stuttgart war das Monument von Anfang an ein
Dorn im Auge und diese schlugen eine Verlegung an den Pariser Platz vor.
Sozusagen weitab vom Schuss. Der Künstler lehnte ab und baute das
Denkmal wieder ab. Es steht jetzt in seinem Garten in Bodman am Bodensee
und kann dort besichtigt werden.

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Ein Düker – was ist denn das?

Bei den schweren Regenfällen der letzten Wochen blieb Kernen weitgehend
verschont. Andere Kommunen nicht, z.B. Stuttgart. Dort war die
Schillerstraße, die direkt vorm Hauptbahnhof vorbeiführt, überflutet.
Nun hieß es in offiziellen Verlautbarungen, es wären „verstopfte Gullys“
[Ablauf auf der Straße zur Abführung des Regenwassers] gewesen, die zu
diesen Überflutungen geführt hätten.
Nicht erwähnt wurde, dass die Planung bzw. die Bauausführung für
Stuttgart 21 mitverantwortlich für diese Verstopfungen war. Auf der 568.
Montagsdemo am 28.6.21 hielt der Ingenieur Hans Heydemann unter dem
Titel „Starkregenereignisse und das Stuttgarter Wassersperrwerk S21“
eine Rede dazu. Heydemann war schon am 23.5.2013 in Stetten zu Gast,
damals sprach er zum Brandschutz im Tiefbahnhof.
Vergangene Woche führte der erfahrene Ingenieur nun aus, dass nicht die
verstopften Gullys hauptursächlich waren für die Überflutungen, sondern
der S21-„Düker“ am Hauptbahnhof. Ein Düker ist eine Druckleitung zur
Unterquerung einer Straße, eines Tunnels, eines Flusses oder von
Bahngleisen. Bzw. in unserem Fall zur Unterquerung des unterirdischen
S-21 Bahnhoftroges. Weil der Trog so tief liegt, dass er dem seither
dort verlaufenden Stuttgarter Haupt-Abwasserkanals des unterirdischen
Nesenbachs (Stuttgart liegt ja bekanntlich am Nesenbach, nicht am
Neckar!) im Weg ist, musste (für sehr viel Geld) dieser Nesenbachdüker
gebaut werden.
Allerdings wurde der Nesenbachkanal bzw. -düker als größter
Abwasserkanal unter dem Tiefbahnhof für eine maximale Abflussleistung
von 100 m³/s [Kubikmeter pro Sekunde] ausgelegt. Der ursprüngliche
Nesenbachkanal konnte jedoch 126 m³/s abführen, womit er den bisherigen
Anforderungen ohne Rückstau standhalten konnte.
Der S21-Düker ist eine technische Meisterleistung, wird aber weiterhin
zu Problemen führen.

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Thema S21 – Bahn hat Rechtsbruch begangen

Stadt Stuttgart hat berechtigte Kündigung des S21-Finanzierungsvertrags verhindert„

Bahn hat Rechtsbruch begangen

“Gemeinderat und Regierungspräsidium haben die Entscheidung über das Bürgerbegehren „Storno 21“ über sechs Jahre hinweg verschleppt. Sie erreichten so, dass die mit dem Bürgerbegehren angestrebte Ausübung eines außerordentlichenKündigungsrechts der Landeshauptstadt wegen Zeitablaufs verwirkt ist. Rechtsanwalt und Sprecher des Aktionsbündnisses gegen S21 Eisenhart von Loeper:

„Einmal mehr ist es den Verantwortlichen damit gelungen, eine Abstimmung im Sinne gelebter Demokratie zu vereiteln.“Im Verlauf der gestrigen Verhandlung vor der 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart wurde vom Gericht deutlich gemacht, dass sich die Bahn-Verantwortlichen gegenüber der Stadt Stuttgart durch das im Dezember 2012 eingestandene mehrjährige Vertuschen der Kostenexplosion der Täuschung ihrer Vertragspartner schuldig gemacht haben. Die Möglichkeit, aufgrund dieses Rechtsbruchs den Finanzierungsvertrag mit der Bahn zu kündigen, hat die Stadt allerdings durch kollusives Zusammenwirken mit der Bahn –insbesondere durch die jahrelange Fortsetzung ihrer Zahlungen an sie trotz Kenntnis aller Umstände –verwirkt. Dies ist umso schwerwiegender als der Gemeinderat bereits 2009 mit Zweidrittelmehrheit beschlossen hatte, im Fall einer Kostenerhöhung Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen zu lassen. Dieser Beschluss wurde aber nie umgesetzt.Ausführlich kam ferner das Gutachten von Professor Dr. Urs Kramer von 2019 zur Sprache: Hiernach ist die Vertragsbasis für Stuttgart 21 durch die nach Überschreiten des Kostendeckels ge-scheiterten Verhandlungen –nach der sogenannten „Sprechklausel“ –entfallen, der Finanzie-rungsvertrag also ohnehin „ausgelaufen“, sodass die Bahn seither „auf eigenes Risiko“ baut.Bereits 2007 hatte OB Schuster durch eine eilig geleistete Unterschrift unter den von den Projektpartnern erst zwei Jahre später unterzeichneten Finanzierungsvertrag dem dagegen gerichteten damaligen Bürgerbegehren den Boden entzogen und so auch damals eine Bürgerbeteiligung verhindert.

Vorsitzender Richter am Landgericht a.D. Dieter Reicherter: „Hier verhindern genau diejenigen fortgesetzt die demokratische Mitwirkung der Bevölkerung, die nicht müde werden zu betonen, wie das Projekt auf allen Ebenen demokratisch legitimiert sei.

“Kontakt:Eisenhart von Loeper,07452 4995 Dieter Reicherter, 07192 930522…

Pressemitteilung vom 02.07.2021 des Aktionsbündnisses gegen S21

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Radschnellweg Wegführung

Entscheidung zum Radschnellweg im Juli
Wir haben schon mehrere Male über den geplanten Radschnellweg RS5
Schorndorf-Fellbach berichtet und die Problematik der Wegeführung auf
der Gemarkung Rom. Entweder (von Endersbach her) unterhalb der
Kläranlage Krättenbach (entlang der Bundesstraße), oder aber entlang der
S-Bahn-Linie und dann in Rommelshausen durch die Max-Eyth- und
Willy-Rüsch-Straße und über die Äcker des Schmidener Feldes Richtung
Fellbach.
Beide Linienführungen haben Vor- und Nachteile, die wir an dieser Stelle
schon beschrieben haben.
Bei der Wegeführung durch die Römer Gewerbegebiete und weiter Richtung
Fellbach gibt es einen Gesichtspunkt, der bisher in der Diskussion noch
keine Rolle gespielt hat. Da ein Radschnellweg mindestens 6 Meter breit
ist, würde bei einer Führung in der Verlängerung der Willy-Rüsch-Straße
weiteres wertvolles Ackerland des Schmidener Feldes verloren gehen. Es
sei denn, die Trasse verliefe nördlich der Gewerbegebäude auf der
Nordseite der Willy-Rüsch-Straße. Hier käme wieder die von uns bereits
vorgeschlagene Fahrradbrücke am Bahnhof in Rom wieder ins Spiel, die
hinter der Fa. Kälte-Fischer die Waiblinger Straße überquerte.
Die Entscheidung darüber soll in der Juli-Sitzung des Gemeinderats
fallen. Gerne sind wir bereit, für interessierte GemeinderätInnen und
BürgerInnen eine nochmal Fahrradrundfahrt zu den beiden Trassen zu
organisieren. Unser Foto wurde bei der 1. Rundfahrt im März 2021
aufgenommen.

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Gesehen in der Esslinger Straße?

Nein, das hier abgedruckte Foto wurde nicht in der Esslinger Straße in Stetten aufgenommen, sondern an der Costa Brava. Genauer gesagt in Cadaques, in der Nähe des ehemaligen Wohnortes des weltberühmten Malers Salvador Dali. Eigentlich ein ruhiges Fischerdorf, aber durch seinen berühmten Bewohner auch Ziel zahlreicher TouristInnen, viele davon auf dem Motorrad.

Und was haben die Verantwortlichen dort gemacht? Sie haben Schwellen auf der Fahrbahn befestigt – und zwar auf freier Strecke. Diese Schwellen sind ein wirksames Mittel zur Verringerung der Geschwindigkeit von Fahrzeugen. Und damit auch ein Mittel zur Verringerung der Lärmbelästigung für die AnwohnerInnen.

Wenn Sie in Europa unterwegs sind, werden Sie bemerkt haben, dass diese Schwellen auf der Fahrbahn in allen europäischen Ländern gang und gäbe sind. Sowohl inner- wie auch außerorts. Zugelassen von den jeweils dort zuständigen Straßenverkehrsbehörden. Und auch vom Großteil der Bevölkerung akzeptiert.

Was aber in ganz Europa inzwischen als probates Mittel zur Verkehrslenkung und Lärmverringerung anerkannt und erprobt ist – im Rems-Murr-Kreis ist es verboten. Verstehen Sie das?

Unsere Webseite
Alle unsere Beiträge im Mitteilungsblatt finden Sie auf unserer Webseite www.kernen21.de. Kontaktadresse: juergenhoran@web.de.
Wir hoffen, auch bald wieder unsere monatlichen Treffen abhalten zu können.

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Aufzug an der „Haldschtell“ ist fertig

Lange hat es gedauert. Aber nun ist es tatsächlich Wirklichkeit
geworden. Nach über 2 Jahren Bauzeit ist die neue Aufzuganlage an der
„Haldschdell“, dem S-Bahnhof Stetten-Beinstein, endlich fertiggestellt.
Und sie funktioniert. (Leider keine Selbstverständlichkeit bei der
Deutschen Bahn).
Nun ist es auch für Rollstuhl-/RollatorfahrerInnen bzw. Menschen mit
schwerem Gepäck ohne Probleme möglich, auf den gegenüberliegenden
Bahnsteig zu kommen.
Welche enorme Verbesserung das für die oben beschriebenen
Personengruppen bedeutet, ist auf unserem historischen Foto aus dem
Jahre 2015 zu sehen, als der Bahnsteig-Zugang für Menschen mit
Einschränkungen noch mühsam über die Treppen der Unterführung „erkämpft“
werden musste.
Neben dem Aufzug wurden auch schöne Fahrradabstellmöglichkeiten
geschaffen, sogar überdacht.
Wir hoffen, dass es bald eine offizielle Einweihungsfeier geben wird, zu
der auch VertreterInnen unserer Gemeinde eingeladen werden. Schließlich
wird dieser Bahnhof von vielen Fahrgästen aus Stetten benutzt.
Leider gibt es wenig Hoffnung, dass dort in absehbarer Zeit eine
Bahnsteigerhöhung kommt, um den gefährlichen Spalt zwischen Bahnsteig
und Zug zu beseitigen. Das hätte bei diesem Millionenprojekt doch gleich
mitgemacht werden können.
… und Rommelshausen?
Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch, zu erfahren, bis wann denn
die versprochene Bahnsteigerhöhung in Rom in Angriff genommen wird.

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Ein Leserbrief zum Artikel „Mehr als nur ein Stück Metall“ in der StZ vom 4.6.21.

Wie schlecht muss es um das Projekt S21 stehen, wenn die Bahn nun schon einzelne Oberleitungsmasten der Neubaustrecke als Durchbruch feiern muss – wo es noch nicht einmal Gleise gibt? Offensichtlich hofft man, dass auch solch kleine Fortschrittchen bei der Neubaustrecke zwischen Stuttgart und Ulm abfärben auf das eigentliche Projekt S21. Denn das steckt ja in größten Schwierigkeiten:

Die Planungen auf den Fildern sind vor wenigen Wochen faktisch im Papierkorb gelandet, weil die Politik jüngst erst erkannt hat, dass sie den Bahnverkehr auf den Fildern zu sehr einschränken – deshalb soll ein „Gäubahntunnel“ gebaut werden, der aber noch fünf bis zehn Jahre braucht. In Obertürkheim weiß die Bahn bis heute nicht, wie sie mit ihren Tunnels unter den befahrenen Gleisen durchkommen soll, ohne im instabilen Neckarkies eine Havarie wie in Rastatt zu riskieren. Und beim Brandschutz weiß die Bahn sehr genau, dass sie lediglich eine Baugenehmigung für ihre Tunnels hat aber noch lange keine Betriebsgenehmigung – und die wird sehr eingeschränkt ausfallen. Denn die Tunnel bieten in sämtlichen Sicherheits-Parametern (Rettungswegbreite, Abstand der Rettungsstollen, Querschnitt der Tunnelröhren, Steigung) jeweils die schlechtesten, gerade noch erlaubten Werte und sind damit die unsichersten Bahntunnel Europas. Wenn aber die Tunnel nur mit einer eingeschränkten Zahl von Zügen betrieben werden dürfen, wird ein Großteil der Züge von und nach Ulm nicht unter dem nun gefeierten Oberleitungsmasten fahren können, sondern über Plochingen und Esslingen in den Kopfbahnhof – wie bisher auch.

Deshalb: Lasst am Denkendorfer Oberleitungsmasten die S-Bahn von den Fildern ins Neckartal fahren, in den brandgefährlichen Tunnels nicht Menschen, sondern Waren für die City – und den Personenverkehr der Bahn im modernisierten Kopfbahnhof!

Martin Poguntke

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Gradaus odr Ommweg?

Vor dieser Entscheidung stehen Sie, wenn Sie mit dem Fahrrad von Stetten
zur „Haldschdell“, der S-Bahn-Haltestelle Stetten-Beinstein, fahren
wollen.
Nach der Endersbacher Straße geht es auf dem linksseitigen Fahrradweg
entlang der Landesstraße 1199 Richtung Bahnhof. Der Radweg hat schon
einige Jahrzehnte auf dem Buckel und ist für einen „Zweirichtungsradweg“
eigentlich zu schmal. Er müsste 3 m breit sein.
Dann erreichen Sie die alte Landhauskreuzung, siehe Foto. Dort kommt von
rechts die L 1201 von Strümpfelbach her, geradeaus geht es schnurstracks
(an der Gärtnerei Hayler vorbei) zum Bahnhof. Dafür müssen Sie jedoch
sowohl die Abbiegespur nach Stetten und anschließend die Landstraße
überqueren. Nicht ganz ungefährlich, da dort recht schnell gefahren
wird.
Der Radweg geht links weiter und führt zur großen, ampelgesteuerten
neuen Landhauskreuzung. Wenn Sie über diesen Umweg zum Bahnhof wollen,
müssen Sie zwei Zufahrtsstraßen zur Kreuzung mit einer Ampel überqueren.
An jeder Ampel warten Sie mindestens 1 Minute.
Danach geht es auf einem schmalen Radweg entland der Rommelshäuser Str.
weiter. Dieser Weg soll auf 2,50 m Breite ausgebaut werden. Kernen gibt
dafür einen Zuschuss an Weinstadt von 33.000 €.
Wenn Sie nun morgens eilig zur S-Bahn wollen, wie würden Sie sich
entscheiden? Gradaus oder Ommweg? Die gegenwärtigen Weinstädter Pläne
(mit Zustimmung von Kernen) sehen vor, dass Sie den Umweg fahren sollen.
(Forts. folgt)

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Applauskurve?

Der Mai ist gekommen …
… und es geht wieder los mit dem Motorradlärm an der Esslinger Straße.
Nicht nur für die AnwohnerInnen, sondern auch für viele Menschen in
anderen Teilen des Dorfes, deren Häuser sich auf gleicher Höhe wie die
Esslinger Straße befinden, ist das eine erhebliche Belästigung.
Die in der Esslinger Straße angebrachten Lärmmessgeräte können dagegen
wenig ausrichten.
Wir hatten schon verschiedene Male vorgeschlagen, Schwellen oder
Rüttelstreifen auf der Fahrbahn aufzubringen, die aufgrund ihrer
Bauweise Motorräder zum Langsamfahren zwingen.
Hier wurde immer argumentiert, dass dies in Deutschland nicht erlaubt
sei. Das stimmt so nicht. Ein befreundeter Motorradfahrer hat uns das
hier abgedruckte Foto zugeschickt.
Es wurde an der sog. „Applauskurve“ im Taunus aufgenommen. Diese
befindet sich an der Landesstraße 3004 (die „Kanonenstraße“) zwischen
Oberursel und dem „Sandplacken“-Abzweig zum Feldberg. „Applauskurve“
deshalb, weil sich auf dem nahe gelegenen Parkplatz (inzwischen
gesperrt) immer Motorradfahrer versammelten, um besonders waghalsigen
Kurvenfahrern zu applaudieren. Die Strecke war sehr unfallträchtig.
(Übrigens: am Tor zum Remstal gab es vorletzte Woche auch einen schweren
Motorradunfall).
Ober- und unterhalb der „Applauskurve“ bremsen nun 7 bzw. 5 rote
Rüttelstreifen den Verkehr. Sie sind aus Kunststoff, jeweils 50 cm breit
und nicht mehr als 1,5 cm hoch. Und sehr wirkungsvoll. Warum nicht auch
bei uns?

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Koalitionsvertrag – oje!

Mit großem werbetechnischen Aufwand wurde der neue Koalitionsvertrag von
Grünen und CDU letzte Woche der Öffentlichkeit präsentiert. Und als
großer Schritt im Kampf gegen die Klimaerwärmung.
Schauen wir uns die Vereinbarungen zu Stuttgart21 an, dann ergibt sich
ein anderes Bild. Der Verkehrsexperte Winfried Wolf, schon mehrere Male
bei uns zu Gast, schreibt dazu auf heise.de am 11.5.:
„Die Grünen – von 1995 bis 2011 Teil des Widerstands gegen Stuttgart 21
– haben eine erstaunliche Umwandlung vollzogen: Die alte und neue
Landesregierung will nicht nur S 21 mit all seinen Absurditäten,
Abnormitäten und Auswüchsen weiter bauen. Grün-Schwarz plant noch ein
zweites Stuttgart 21.
Im Koalitionsvertrag ist auf S. 124 ist zu lesen: Für einen nun so
genannten ‚Eisenbahnknoten Stuttgart 2040‘ sollen weitere 50 km Tunnel
gebaut werden. Nämlich ein unterirdischer Ergänzungsbahnhof mit
entsprechenden Zuläufen und die Tunnel-Führung der Gäubahn zum
Flughafen. Das bedeutete weitere Milliarden an Kosten und eine
Verlängerung der Bauzeit des Gesamtprojektes bis mindestens 2040.
Jahrzehntelang behaupteten die Tunnelparteien CDUSPDFDP [und ab 2011
auch die Grünen] durch den S21-Durchgangsbahnhof käme es zu einer
Vergrößerung der Schienenkapazität, im Vergleich zum bestehenden
Kopfbahnhof mit 16 Gleisen. Jetzt gibt es den doppelten spektakulären
Offenbarungseid: Stuttgart 21 ist zu klein – nach mehr als 10 Jahren
Bauzeit wird erkannt: man braucht sechs weitere Gleise. Und: Die
„Erweiterungsstation“ soll ein unterirdischer Kopfbahnhof sein.
Tunnelbauten aus Beton und Stahl sind ein aktiver Beitrag zur
Klimazerstörung. Die Treibhausgas-Emissionen je Tunnel-Kilometer werden
auf 15.000 Tonnen geschätzt. Für den Bau von S21 + Ergänzungen wird mit
insg. 3 Mio Tonnen Treibhausgasen gerechnet.“
Klimaschutz? Wen interessierts?

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