Barrierrefreiheit für RollstuhlfahrerInnen

Des öfteren haben wir schon darüber berichtet, wie schwierig es für RollstuhlfahrerInnen ist, in Rom in die S-Bahn „einzufahren“. Und zwar wegen des Höhenunterschiedes und wegen des Spaltes zwischen Bahnsteig und S-Bahn. Rollis und Rollatoren können allerdings vorne beim Fahrer über eine Rampe in den Waggon gelangen. Ein kompliziertes Verfahren, der Fahrer muss die Rampe extra anlegen. Jedoch machbar.

Noch komplizierter ist es in Stetten-Beinstein. Wenn Sie da mit dem Rolli auf der Stettener Seite stehen, kommen sie nicht auf den gegenüberliegenden Bahnsteig. Es gibt keinen Aufzug. Nun hat die Bahn angekündigt, den seit 1995 (!) vertraglich zugesicherten Aufzug zu bauen. Allerdings erst bis 2020.

Rollstuhl in Fernzügen

Ganz andere Probleme haben Rolli-FahrerInnen, wenn sie mit Fernzügen verreisen wollen. Damit Sie mit dem Rollstuhl in Stgt.-Hbf z.B. in den ICE einsteigen können, müssen Sie das vorher auf einem Internetportal der Deutschen Bahn (DB) anmelden.

Dabei ist am Tag vor Fahrtantritt ein sehr aufwändiges Formular auszufüllen. Dies funktioniert allerdings nur an Bahnhöfen, wo eine Hebebühne vorhanden ist. (An über 1.000 Haltestellen ist dies nicht der Fall).

Der Kieler Rollifahrer Kay Macquarrie, der oft Bahn fährt, hat nun im Internet eine Petition zur Vereinfachung des Anmeldeverfahrens gestartet. Und dass für Rollis das Reisen mit der Bahn überhaupt vereinfacht wird. Unter diesem Link können Sie die Petition unterschreiben: ww.change.org/p/deutsche-bahn-ag-bahnfahren-einfach-machen-auch-für-rollifahrer-db-bahn

Jürgen Horan im Südkurier
Die Tageszeitung „Südkurier“ berichtete vor kurzem über unseren K21-Vorsitzender Jürgen Horan, der seit dem Beginn 2009 bei fast allen 450 Montagsdemos dabei gewesen ist. Den vollständigen Bericht finden Sie auf unserer Webseite www.kernen21.de

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