Rahmenfrachtvertrag der Bahn mit der Bundeswehr

Und wieder ein Beitrag von Bürger Müller was in unserer „gleichgeschalteten“ Presse keine Erwähnung findet. Brief an den Vorstandvorsitzenden Lutz der DB AG:

Sehr geehrter Herr Dr. Lutz,
dass die DB AG so klammheimlich und schnell (ausnahmsweise mal) einen Rahmenvertrag über Truppentransporte mit der Bundeswehr geschlossen hat, ist schon sehr seltsam und widerspricht der von der Bundesregierung propagierten Entspannungspolitik.
Entsprechend dieses Vertrages, dem anscheinend der Vertrag der „Deutschen Reichsbahn“ mit der Hitler-Diktatur als Vorlage diente, sollen wohl wieder „Räder für den Sieg rollen“.
Dass das schon einmal gründlich in die Hose ging, sollte allerdings auch der Bahn und der Bundesregierung bekannt sein.
Jedes Kind weiß, dass Kriege, von denen wir hoffentlich auch in Zukunft verschont bleiben, längst nicht mehr in offenen Feldschlachten entschieden werden und erst recht nicht mit einer unpünktlichen Bahn, die ständig mit Signal- und Weichenstörungen, defekten Fahrzeugen, Witterungsunbilden (z.B. 3 Schneeflocken) und ähnlichem zu kämpfen hat.
Dieser Vertrag wird lediglich dazu führen, dass zivile Züge noch unpünktlicher werden, da sie der Bundeswehr Vorrang gewähren müssen. Dazu fehlen zu den bisher vertraglich vereinbarten 280 Flachwagen weitere 300 Flachwagen.
Damit sind 12 % des europaweit verfügbaren Bestands an Flachwagen für die Bundeswehr reserviert, was pro Jahr 50 Millionen € Kosten verursacht.
Und welche Lokomotiven plant die DB für derartige Truppentransporte gen Osten ein?
Sind es hochmoderne Elektrolokomotiven, deren Einsatz durch Kappung einiger Stromkabel leicht verhindert werden kann oder sind es uralte V 100 der ehemaligen Deutschen Reichsbahn der DDR, die heute noch in vielen Bereichen (Gleisbau, STUTTGART 21) unverzichtbar sind.
Und dann wäre da noch ein Problem: Die Züge könnten mit etwas Glück sogar bis an die russische oder ukrainische Grenze fahren, dann ist aber Schluss. Die Staaten der ehemaligen UDSSR lassen ihre Züge ja bekanntermaßen auf Breitspurgleisen verkehren.
Ich habe erhebliche Zweifel, dass die Russen bereit sind, mit Panzern beladene deutsche Waggons auf ihre Spurbreite umzuspuren.
Auch die Deutsche Reichsbahn führte in der DDR Truppentransporte durch. Aber nicht einmal da hatten Truppentransporte Vorrang vor dem zivilen Personenverkehr. Dabei stand die Deutsche Reichsbahn unter erheblichem Einfluss des „großen Bruders“, wie die Sowjetunion gern von der DDR-Führung genannt wurde.
Warum also schließt die DB AG nun derartig sinnlose und den Bahnverkehr in Deutschland gefährdende Verträge ab?
Es ist erschreckend, dass sich die Deutsche Bahn AG  an derartigen Vorbereitungen für eine kriegerische Konfrontation mit Russland beteiligt.
Daher fordere ich Sie und die übrigen Bahnvorstände auf, sich für einen sinnvollen, effektiven und pünktlichen Bahnverkehr in Deutschland einzusetzen, statt sich an militärischen Spielereien der früheren Familienministerin Frau von der Leyen zu beteiligen und damit den Bahnverkehr in der BRD weiter gegen die Wand zu fahren.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Müller

 

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