Feuerwehr Stetten und BrandschutzStuttgart21

Wir wissen nicht, ob Sie die Feuerwehr-Rubrik in unserem Mitteilungsblatt lesen. Letzte Woche stand dort unter „Feuerwehr Kernen, Abt. Stetten“ ein sehr interessanter Artikel: „Bahnprojekt Stuttgart 21 – stellvertr. Feuerwehrchef redet Klartext“. Bei einer (leider internen) Veranstaltung war Markus Heber zu Gast, der stellvertretende Amtsleiter der Stuttgarter Berufsfeuerwehr. Er zeigte die Sicherheitsplanungen zu S 21 auf.

Wir wären da gerne dabei gewesen. Innerhalb unserer Bewegung haben wir nämlich einige Brandschutzexperten. So z.B. den Ingenieur Hans Heydemann, den wir bereits im Mai 2013 für einen Brandschutz-Vortrag bei uns zu Gast hatten. Damals hatten wir auch ausdrücklich die Feuerwehren von Kernen und den Nachbargemeinden eingeladen.

Ende 2018 hat Heydemann zusammen mit Christoph Engelhardt ein neues Brandschutz-Gutachten veröffentlicht. Hier die wichtigsten Auszüge: Die Bahnsteige und die Fluchttreppen sind zu eng. Um die für die Fahrgäste tödlichen Rauchgase abzudrängen, soll aus den Tunneln Zuluft in die Bahnhofshalle eingeblasen werden. Diese träfe wg. der großen Entfernungen aber erst nach 20 Minuten ein. Die Verrauchung erfolgt deshalb schneller wie die Menschen fliehen können. Das Rettungskonzept der Bahn geht von deutlich zu wenig Menschen auf den Bahnsteigen aus. Die 57 km (neue) Tunnel haben einen stark verengten Sonderquerschnitt (aus Kostengründen), die Fluchtwege sind teilweise nur 90 cm breit. (Übrigens: Bisher gibt es nur 1,5 km Eisenbahntunnel in Stgt, nicht 42,5, wie behauptet). In einer Rangliste international vergleichbarer Tunnelprojekte nimmt Stuttgart mit Abstand den letzten Platz ein. Nachzulesen unter http://www.kopfbahnhof-21.de/Schlagwort/brandschutz.

Gerne bieten wir der Feuerwehr ein Streitgespräch zwischen Herrn Heber und unseren Experten an!

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