Können ICE-Züge brennen?

Ja. Und wie!

Stuttgart 21 hat 60 km Tunnelstrecke. Nun behauptet die Deutsche Bahn (DB) ständig, in den Tunneln + Tiefbahnhof sei der Brandschutz 100%ig gewährleistet und den Reisenden passierte nichts.

Pustekuchen. Vor kurzem fing ein ICE Typ 3 auf der Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt Feuer. Die Feuerwehr konnte zuerst nicht löschen Sie musste warten, bis die Hochspannungsleitung  vom Netz getrennt war. Außerdem musste, wg. des brennenden Öls, mit Schaum statt mit Wasser gelöscht werden. 

Unser K21-Mitglied Michael Becker hat dazu auf der Montagsdemo am 12.11. ausgeführt: „Bei den neuen ICE-Zügen sitzt das Antriebsaggregat nicht mehr vorne beim Zugführer, sondern unter jedem Wagen. Damit kann der Zug 300 km/h fahren und große Steigungen (z.B. vom Hbf hoch zu den Fildern) bewältigen. In diesem Aggregat befindet sich ein Trafo, der die 15.000 Volt von der Hochspannungsleitung transformiert auf 1.000 Volt. Die dabei entstehende Hitze wird mit 1.500 Liter Öl (unter jedem Wagen) runtergekühlt. Im Behälter befindet sich ein Relais, das dem Lokführer meldet, wenn zu viel Druck/Hitze (z.B. bei der Beschleunigung) entsteht. Offensichtlich wurde dieses Relais betriebsbedingt von den Technikern der DB überbrückt. Der Zugführer erhielt keine Meldung. Hitze und Rauch wurden von Fahrgästen bemerkt. Sie zogen die Notbremse und brachten den Zug zum Stehen. Er konnte anschließend auf freier Strecke evakuiert werden. Die Waggons brannten komplett aus.

Stellen Sie sich mal vor, das wäre in einem S21-Tunnel passiert. Sie kämen nicht mehr raus und würden jämmerlich verbrennen oder an den Rauchgasen, die sich im Tunnel rasend schnell ausbreiten, ersticken. Die DB (und die sie unterstützenden PolitikerInnen) spielen hier mit dem Leben der Passagiere!“

Die vollständige Rede unseres Mitgliedes Michael Becker steht nachstehend.

Unsere nächste Sitzung

Mo, 26.11., 20 Uhr, TV-Heim. Mit Infos zum ICE-Brand.

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