Verkehrswende jetzt!

Sie erinnern sich: 2017 entschied das Stuttgarter Verwaltungsgerichts, dass die Landesregierung zum Schutz der Bevölkerung vor Feinstaub Diesel-Fahrverbote verhängen müsse. Passiert ist: nichts. Außer dass die Regierung Revision gegen das Urteil beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einlegte. Dort hat sie wieder verloren. Passiert ist: nichts. Außer dass die Regierung Kretschmann für den 20.7. zu einem weiteren „Autogipfel“ eingeladen hat. Mit Managern der Autoindustrie (soweit sie nicht im Gefängnis sitzen), aber ohne Arbeitnehmervertreter und ohne Umweltgruppen, die zum Thema Autoverkehr arbeiten. Wir wagen eine Prognose: auch dabei wird wieder nix rauskommen.
Doch es gibt Alternativen. In Zusammenarbeit von Baden-Württemberg-Stiftung und BUND entstand eine Studie „Mobiles Baden-Württemberg“. Sie wird am Fr, 13.7. um 18 Uhr im DGB-Haus in Stuttgart vorgestellt. Darin werden 3 Wege in die Zukunft skizziert: a) es bleibt alles so, halt mit mehr Elektromobilität. b) Autoteilen und selbstständiges Fahren nehmen zu, die Bedeutung des „Heilix Blechle“ geht a bissle zurück. c) ein neues, flexibles öffentliches Verkehrssystem (ÖV) wird zum Rückgrat einer Mobilität, die für alle Generationen, Kulturen und sozialen Gruppen nutz- und bezahlbar ist. Im ÖV gibt es hochleistungsfähige Hauptachsen (S-Bahn). Daneben aber eine flexible Flächenbedienung mit kleineren Fahrzeugen (6-Sitzer) für kleinere Ortsteile. Die ausführliche Studie unter: www.bwstiftung.de/mobiles-bw.
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