Umstieg S21 und deren absehbaren Baustellenbelästigungszeiten

# Schlossgartenwiederherstellung geht am schnellsten (von den Bäumen mal abgesehen): Innerhalb von einem Jahr alle S21-Bautechnik dort abgebaut, Gruben zugeschüttet, Rasen angesät und Wegenetz neu angelegt; Landespavillion ein paar Jährchen mehr, aber überschaubares Baustellchen.

# All unsere Bahnverkehr betreffenden Vorschläge ausser S-Bahn-Ringschluss finden auf Bahngrund statt, was generell schon mal Einsprüche minimieren sollte (Bahn klagt wohl kaum gegen sich selbst); Hbf braucht natürlich einen Architekturwettbewerb, der Bau selbst sollte schnell gehen, auf alle Fälle schneller als das Ingenhoven-Monstrum, das laut Weltstar-Architektenkollegen Sobek an der Grenze des technisch Machbaren liegt.

# Mindestens 2-jährige SSB-Tunnelbaustelle zwischen Staatsgalerie und Hbf kann jetzt noch schnell beendet werden, da alter Tunnel bis vor wenigen Wochen noch in Betrieb war und von daher bestimmt noch nicht unterirdisch zerstört ist. Neuen brauchen WIR nicht.

# Express-S-Bahn zum Flughafen via Panoramabahn braucht nicht 1 Meter neues Gleis – nur 2 zusätzliche S-Bahn-Züge und ein paar Lokführer. Kommt also GANZ OHNE Baustellen aus.

# Der von uns mitübernommene VCD-Panoramabahnvorschlag erfordert lediglich, entlang der Gäubahn ein paar Bahnsteige an den gewünschten Haltestellenpunkten hinzubetonieren. Vorher natürlich auch eine – nicht spürbare – Ausführungsplanphase.

# Ausgerechnet das verkehrlich und klimatisch an sich wichtigste und drängendste U21-Einzelprojekt, die Filder-Neckar-S-Bahn, braucht von allen U21-Modulen am längsten. Jedoch nicht der Bau, sondern die Plan- und Genehmigungsphase – in dieser Zeit also auch keine Baustellenbelästigungen, obendrein später dann ausserhalb des waidwunden Stuttgarter Kessels.

# Für den dringend notwendigen Ausbau der Zulaufstrecken insbesondere nach Norden (Zuffenhausen) ist als größte und spürbarste Einzelbaustelle der Bau einer dritten Pragtunnelröhre (680 m) notwendig. Aber dort tobt bei S21 ja auch der Bär; die ganze S21-Baulogistikfläche am Nordbahnhof können WIR bis auf den kleinen Streifen zum Pragtunnel hin sofort dicht machen – ebenso die dortige Zwischenangriffstunnelröhre am Wartberg. Also auch dort eine schnelle Verkleinerung des S21-Baugeschehens. Im übrigen werden die S21er, so es doch noch fertig gestellt würde, schnell feststellen, dass auch SIE den Zulauf von/nach Norden noch ausbauen müssen. Heimerl hat ja schon zugegeben, dass es nach Norden mit seinem S21 „knirschen“ wird!

# Insgesamt helfen wir sogar noch lästige Großbaustellen, die bei S21 erst noch kommen, zu vermeiden oder zu minimieren:

– z.B. den stauträchtigen Umbau des Wendlinger Autobahnkreuz-Kleeblatts brauchen WIR erst gar nicht

– dann den ganzen noch kommenden jahrelangen Großbaustellen-Horror am Flughafen: brauchen WIR nicht! Uns genügt unverändert die heutige S-Bahn-Station, an der lediglich noch unsere Express-S-Bahn zusätzlich ankäme

– im Rosenstein ist UNSERE Aufweitung und Wiederinbetriebnahme des historischen Eisenbahntunnels (300 m) eine weit kleinere Baustelle als die noch gar nicht begonnene diagonale 4-fach-Durchtunnelung des Rosensteins durch S21

– und in Untertürkheim brauchen WIR auch keinen Abstellbahnhof zu bauen!

# Und schließlich: Gegen die städtebaulichen Baustellen zum Aufbau der Neuen-Prag-Wohnsiedlung auf dem C-Gelände sowie gegen die Neuordnung und Halbierung des Rosenstein-Bahnbetriebsgeländes mit dortiger Ausweitung des Rosensteinparks auf der frei werdenden zweiten Hälfte des Geländes wird wohl kaum jemand protestieren wollen. Auch hier gilt nämlich: Mit S21 wird das gerade auf diesem „B-Gelände“ noch viel viel heftiger und langwieriger als unsere bloße Parkerweiterung.

 

 

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