Verkehrswende notwendig!

Verkehrswende jetzt: vom Pkw zum ÖPNV
Letzte Woche berichteten wir über den Vortrag von Joseph Michl bei der Verkehrskonferenz der SPD am 20.10. Hier die Fortsetzung:
Sind Sie schon mal auf der A8 gefahren? Dann kennen Sie die Situation – Stau ohne Ende. Vielleicht erinnern sich die Älteren noch daran, dass diese Autobahn mal 2 Spuren hatte. Dann wurde sie auf 4 ausgebaut, jetzt auf 8 Spuren. Das Ergebnis – Stau ohne Ende. Und obwohl eigentlich alle Verkehrsplaner und die verantwortlichen Politiker wissen, dass neue Straßen keine Verkehrsprobleme lösen, wird ständig von CDUSPDFDP und der IHK der Neubau vorhandener bzw. der Ausbau bestehender Straßen gefordert.
Der neue Bundesverkehrswegeplan sieht für den Zeitraum 2010 bis 2030 für den Pkw-Verkehr eine Steigerung von 124 auf 140 Mrd. (!) Personenkilometer vor. (Das sind die Strecken, die wir alle pro Jahr im Auto zurücklegen). Während die Anzahl unserer Wege pro Tag (ca. 3) und die Reisezeit (1 Std) in den letzten Jahrzehnten gleich blieben, verdoppelte sich die zurückgelegte Entfernung auf durchschnittlich 20 km. Das kennen Sie aus eigener Erfahrung: die Wege zur Arbeit werden länger, aber auch die Freizeitfahrten: wir fahren halt mal „kurz“ zu IKEA nach Ludwigsburg. Hinzu kommt die stärkere Motorisierung: die durchschnittliche Motorleistung stieg von 1995 bis heute von 95 auf 140 PS. Mitschuldig daran sind die SUVs, die Geländelimousinen, auch als „Hausfrauen-Panzer“ bezeichnet. Deren Anteil an den Neuzulassungen: inzwischen über 20%. Sie brauchen mehr Sprit. Und mehr Platz: die Gemeinde Kernen muss inzwischen breitere Parkplätze bauen, damit die SUVs noch einparken können. Mehrverbrauch an Kosten und Fläche: ca. 20%. Fazit: wir brauchen eine Verkehrswende zum Ausbau des ÖPNV. (Forts. folgt)
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