Eine kleine Zusammenfassung über ein nie zu vollendetes Projekt — S21

21 wird definitiv nie vollendet
So titelte die WKZ vergangene Woche, in einem Bericht über den Vortrag von Dr. Winfried Wolf im Museumskeller. Er präsentierte sein neues Buch „abgrundtief und bodenlos“, das kürzlich im Papyrossa Verlag erschienen ist.
Wolf führte aus, dass das Projekt Stuttgart 21 an „vierfacher Not“ scheitern werde:
Problem 1: Gleisneigung
Das Gleisgefälle im Tiefbahnhof wird 15 Promille betragen, die Strecke ist damit sechsmal abschüssiger als der gängige Grenzwert von 2,5 Promille vorsieht. Gefährlich steil: Züge könnten davonrollen. Die Genehmigung dafür ist nur vorläufig, die Bahn ist bislang jeden Nachweis schuldig geblieben, wie das im Betrieb funktionieren soll.
Problem 2: Kapazität
S21 hat für Züge 8 Durchfahrtsgleise (+ 2 für die S-Bahn ). So viele Gleise hat der Bahnhof in Bietigheim-Bissingen mit 42.000 EinwohnerInnen. Der Bhf Karlsruhe hat 14 Durchfahrtsgleise. Wie soll das in Stgt. funktionieren?
Problem 3: Gipskeuper
Die von der Bahn beauftragte Beratungsgesellschaft KPMG schreibt in ihrem (bisher geheimgehaltenen) Gutachten 2016: „Die Erfahrung zeigt, dass ,Tunnelbau ohne Wasser’ nicht möglich ist. Insofern halten wir es nicht für realistisch, dass das Quellen des Anhydrits [Gipskeuper] mit absoluter Sicherheit vollständig vermieden werden kann. Das Risiko von Hebungen durch aufquellenden Gipskeuper ist aus unserer Sicht unterbewertet“.
Problem 4: Kosten
In einem streng geheimen Prüfbericht stellt der Bundesrechnungshof 2016 fest: S21 drohe, 10 Mrd. € teuer zu werden. Pulverisiert die Prognose der Bahn von 2006 (2,8 Mrd. €) und alle nachfolgenden Kostenschätzungen. Fazit Wolf: Mit Vernunft hat das Projekt schon lange nichts mehr zu tun. Es geht nur noch um „Augen zu und durch“.
Sommerfest
Am kommenden Sa, 5.8., feiern wir ab 18 Uhr unser Sommerfest auf den Heidenäckern 1. Gäste herzlich willkommen. Info: Tel. 368806 oder 42866
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