Jakarta – Alaska – Rommelshausen

Wussten Sie schon, dass die Deutsche Bahn (DB) unter ihren letzten 4 Oberbossen, von denen 3 aus der Auto- oder Flugzeugindustrie kamen (Dürr, Mehdorn, Grube), auf der ganzen Welt Beteiligungen an Transportunternehmen zusammengekauft hat? Merkwürdigerweise nicht nur bei Bahnen, sondern auch im Flugzeug- und Lkw-Transportsektor. So hat sie u.a. Beteiligungen und Büros in Alaska, Jakarta und Vietnam. Diese Beteiligungsfirmen, deren Bosse völlig überzogene Vergütungen beziehen, erarbeiten vor allem Verluste. Diese Verluste werden ausgeglichen durch hohe Gewinne, die die DB Netze Personenbahnhöfe (eine Unterfirma der DB) erwirtschaftet. Wie das? Jeder Zug, der einen Bahnhof benutzt, muss eine Gebühr zahlen. Wenn die S-Bahn, die vom Verband Region Stuttgart (also von unseren Steuergeldern) und durch unsere Fahrscheine finanziert wird, in Rom oder Stetten-Beinstein hält, muss der VVS dafür an die DB eine Gebühr entrichten. Aus all diesen Gebühren erwirtschaftete die Bahn von 2003 bis 2012 einen Gewinn von über 1 Milliarde (!) Euro. Gleichzeitig lässt sie aber diese Bahnhöfe seit Jahren verkommen und sucht nun – als Gipfel der Unverschämtheit – per Zeitungsartikel „Bahnhofspaten“ aus der Bevölkerung, die sich um diese verkommenen Bahnhöfe kümmern sollen. Das ist Bahnpolitik heute – der Fahrkomfort für Millionen von PendlerInnen, die täglich die Bahn benutzen müssen, ist ihnen sch…egal, Hauptsache, die Gehälter der Manager stimmen.

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