S21 – bei Brand wirkungsvoller als jedes Krematorium

Bei einem Vortrag zum Brandschutz im Tiefbahnhof am 23.5. brachte der Ingenieur Hans Heydemann zum Teil haarsträubende Fehlplanungen und Gefährdungspotentiale ans Licht. Unter anderem zeigte er einen Film über den Brand eines ICE-Triebkopfes im November 2001 im Hauptbahnhof von Offenbach. Diesen Film (und den Mitschnitt des kompletten Vortrages) können Sie übrigens auf unserer Webseite www.kernen21.de angucken. Der damalige Einsatzleiter der Offenbacher Wehr, Manuel Hoppert (mit dem wir vor der Veranstaltung auch ausführlich telefoniert haben), hat in der Zeitschrift „Der Brandschutz“, Ausgabe 2/2002 unter dem Titel „Feuer im ICE“ den Einsatzablauf ausführlich beschrieben. Neben haarsträubenden Mängeln im Katastrophenmanagement der Deutschen Bahn (DB) beschreibt er die Schwierigkeit der Feuerwehr, einen brennenden ICE überhaupt löschen zu können. In Offenbach hatten sie ideale Zugangsbedingungen zum Brandherd und es konnten sämtliche der Feuerwehr zur Verfügung stehende Löschmittel eingesetzt werden. Trotzdem wurde der Brand erst nach 8 Stunden (!) unter Kontrolle gebracht. In seinem Fazit schreibt Hoppert: „Ein solcher Einsatz in einer Tunnelanlage wird unbeherrschbar sein.“ Die enorme Rauch- und Hitzeentwicklung bei einem Brand im Tunnel führt dazu, dass die nach oben flüchtenden Passagiere ersticken und dass auch kein Feuerwehrmann zum Brandherd vordringen kann. Aber der DB ist das egal, sie baut munter weiter.

Termine
Sa, 15.6., Stuttgart, Großdemo, 17 Uhr, Schlossplatz. Unter dem Motto: Stuttgart21 ist überall – wehrt euch, vernetzt euch“.
Unsere nächste Sitzung: Mi, 19.6., 20 Uhr, TV-Heim Stetten. 

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