10 kleine Negerlein

Sie gehen der Reihe nach, die technisch Verantwortlichen für den Kellerbahnhof Stuttgart 21: Zuerst ging im Juni 2011 Chefplaner Hany Azer (oder musste gehen, weil er in einem internen Papier die technischen und finanziellen Risiken des Projekts aufgelistet hatte). Sein Nachfolger als Chefprojektplaner bzw. später Techn. Geschäftsführer der Projektgesellschaft wurde Stefan Penn. Auch er hat jetzt das Handtuch geworfen. Die StZ schreibt dazu: „Penn galt als hervorragender Ingenieur, aber auch als jemand, der vor den Risiken des Milliardenbaus im Stuttgarter Talkessel nicht die Augen verschloss. Als er am Rande des Filderdialogs Journalisten gegenüber Andeutungen über einen verzögerten Baubeginn für den Bahnhofstrog wegen Problemen bei der Genehmigung des Grundwassermanagements machte, musste er tags darauf zurückrudern“. Bereits auf Ende Oktober 2014 gingen Matthias-Walter Schmidt, verantwortlich für die zentrale Baulogistik in der Innenstadt und Gerd Maitschke, der Projektleiter für den neuen Tiefbahnhof, der erst im Sommer 2012 gekommen war. Wir sind gespannt, wann der nächste Verantwortliche geht, weil er erkennt, dass es sich um ein mit zahlreichen technischen und finanziellen behaftetes Projekt handelt, das ein verantwortungsbewusster Ingenieur nicht bauen kann.
Bodo Kern – S21 Kritiker aus Kaisersbach
Bodo Kern, der ehem. Schultes von Kaisersbach, starb überraschend vergangene Woche. Er war der einzige Bürgermeister im Rems-Murr-Kreis, der entschieden gegen S21 Stellung bezog. Die WKZ zitiert seine Aussage: „Die Tieferlegung des Hauptbahnhofs bringt der Hauptstadt 100 ha Erschließungsfläche in bester Lage und die Bürger von Kaisersbach werden dafür zur Kasse gebeten, obwohl der Ort weiterhin im Verkehrsschatten liegt.“ Schade, dass es nicht mehr von seinem Schlage gab.

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