Wie berichtet, war K21 am 18.6.26 im Verwaltungausschuss (VA) des Gemeinderats, mit einem Antrag auf jährliche Vereinsförderung von 110 Euro (+ ein Mal kostenlos die Glockenkelter pro Jahr). Die Präsentation über unsere Arbeit, die wir im VA präsentiert haben, finden Sie unter dem folgenden Link:
Der Gemeinderat des PFB, Hans Peter Ruff, der (zusammen mit Mathias Kramer von der OGL) für unseren Antrag gestimmt hatte (alle anderen waren dagegen) hat für die PFB Rubrik im Mitteilungsblatt 26-2026 den untenstehenden Beitrag geschrieben, der dann vom Rathaus n i c h t veröffentlicht wurde. Begründung des Rathauses ebenfalls untenstehend.
Daraufhin hat unsere Pressesprecher Ebbe Kögel einen Offenen Brief an die Verwaltung, alle GemeinderätInnen und die Presse geschrieben.
Sie finden ihn ebenfalls auf dieser Webseite.
Gerne dürfen Sie uns schreiben, was Sie davon halten: juergenhoran@web.de
Der von PFB-Gemeinderat Hans Peter Ruff eingestellte und dann nicht freigegebene Beitrag für das Mitteilungsblatt 26-2026
PFB Gemeinderat für Mitteilungsblatt 26-2026 vom 25. Juni 2026 Tribunal
Nein, es war kein Tribunal!
Verwaltungsausschuss 18.6.26, es ging um die Vereinsförderung, dazu meine Erklärung: 2 gestandene Herren, Vereinsvorsitzende, mussten vor dem Ausschuss die Arbeit ihrer Vereine K21 und David-Pfeffer-Geschichtswerkstatt erläutern (siehe aktuelles MB), die nahezu jede Woche wichtige Aussagen zu Begebenheiten von Kernen in unserem Mitteilungsblatt veröffentlichen. Weil diese aber keine eingetragenen Vereine sind, werden ihnen seit Jahren bürokratische Probleme gemacht. Dabei geht es um einen kleinen jährlichen Vereinszuschuss und die jährlich einmalige Nutzung von gemeindlichen Veranstaltungsräumen. Vom Angebot, in die Satzungen der Vereine Einsicht zu nehmen wird kein Gebrauch gemacht. Wer die Veranstaltungen der Vereine besucht, mit den Besuchern spricht, erfährt, welche Resonanz diese auch über die Grenzen von Kernen hinaus haben. Was also könnte das Abstimmungsverhalten der Gemeinderäte beeinflussen: Neid, fehlende Einsicht oder Ideologie? Dabei reden genau diese Kommunalpolitiker ständig vom Bürokratieabbau. Ich lade alle Bürger von Kernen ein, die Sitzungen des Gemeinderates und der Ausschüsse zu besuchen. Wir freuen uns über ihr Interesse.
Hape Ruff
Die Email der Gemeindeverwaltung (Redaktion Mitteilungsblatt) wegen Nicht-Abdruck:
Von: Mitteilungsblatt <mitteilungsblatt@kernen.de>
Date: Di., 23. Juni 2026 um 08:21 Uhr
Subject: Ihr Beitrag für das Mitteilungsblatt Kernen im Remstal
To: Hanspeter Ruff <haperuff@gmail.com>
Sehr geehrter Herr Ruff,
vielen Dank für Ihre Einsendung. Ihr Beitrag liegt in einem Bereich, der eine redaktionelle Einzelfallentscheidung erfordert. Damit wir eine faire Lösung finden, bitten wir um eine kurze Stellungnahme und um eine überarbeitete Fassung.
Im Hinblick auf die inhaltliche Ausrichtung ist für Beiträge politischer Akteure nach Abschnitt 5.1 maßgeblich, dass „eigene Ziele“ erkennbar sind. In Ihrem Text ist zwar eine grundsätzliche Haltung zugunsten von Vereinen und gegen bürokratische Hürden erkennbar, der Schwerpunkt liegt aber über weite Strecken auf der Kritik am Verhalten anderer Gremienmitglieder und auf der Bewertung eines konkreten Vorgangs. Damit stellt sich die Frage, ob die eigenen politischen Ziele Ihrer Partei im Beitrag ausreichend klar und vorrangig dargestellt sind oder ob diese noch deutlicher herausgearbeitet werden sollten.
Daneben gilt nach Abschnitt 3.8 für alle Beiträge der Maßstab „Toleranz, Sachlichkeit, Fairness“. Problematisch erscheinen hierbei insbesondere Formulierungen wie „werden ihnen seit Jahren bürokratische Probleme gemacht“, weil diese einen pauschalen Vorwurf enthalten, ohne ihn im Text näher einzuordnen. Auch die Passage „wie man hört, im Verwaltungsausschuss emotional diskutiert“ ist in dieser Form grenzwertig, weil sie eine zugespitzte Bewertung eines Sitzungsverlaufs enthält, ohne dass die Aussage im Beitrag weiter belegt oder präzisiert wird.
Besonders kritisch ist im Rahmen von Abschnitt 5.1 die Kommentierung anderer. Dort ist als Maßstab vorgegeben, dass die Kommentierung anderer nur in zulässiger Form erfolgen darf. Die Formulierung „Was steckt hinter der Haltung genau dieser Kommunalpolitiker? Neid, fehlende Einsicht oder Ideologie?“ geht aus redaktioneller Sicht über eine sachliche politische Auseinandersetzung hinaus, weil hier einzelnen Beteiligten negative Motive zugeschrieben werden. Auch der Satz „Nicht nur, dass diese Gemeinderäte immer wieder öffentlich fordern, dass Vereine unterstützt werden“ wirkt in Verbindung mit der folgenden Zuspitzung deutlich personenbezogen und anklagend.
Vor diesem Hintergrund bitten wir um Ihre Rückmeldung, ob Sie eine überarbeitete Fassung einreichen möchten, in der die eigenen politischen Ziele stärker in den Vordergrund gestellt und die genannten Formulierungen sachlicher gefasst oder gestrichen werden. Hilfreich wäre insbesondere eine Fassung, die den politischen Standpunkt Ihrer Partei zur Vereinsförderung, zu Entscheidungsverfahren und zu den angesprochenen Themen erläutert, ohne anderen Beteiligten Motive zu unterstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Redaktion Mitteilungsblatt
Gemeindeverwaltung Kernen im Remstal
Zuletzt noch der Text des Offenen Briefes an Redaktion Mitteilungsblatt, Bürgermeister Paulowitsch, alle GemeinderätInnen und die örtliche Presse
Sehr geehrte Frau ….. (Redaktion Mitteilungsblatt),
Hape Ruff hat mir Ihre Email und seine Antwort an Sie weitergeleitet.
Als persönlich Betroffener und in der besagten VA-Sitzung Anwesender erlaube ich mir, einige Bemerkungen dazu zu machen.
Sie schreiben, dass der Beitrag von GR Ruff eine Einzelfallentscheidung erfordere. Deshalb nehme ich an, dass nicht Sie die Entscheidung für die Nicht-Veröffentlichung getroffen haben, sondern der Beitrag einer höheren Stelle vorgelegt wurde. Da Herr Baumann nach meinen Informationen im Urlaub ist, wird es wohl der Bürgermeister gewesen sein. Oder Sitzungsleiter Herr Folk. Deshalb tauchen die beiden im cc auf. Bitte betrachten Sie deshalb diese Mail nicht als Kritik an Ihrer Handlungsweise.
Ich werde diese Mail auch an alle GemeinderätInnen und an die örtlichen Zeitungen schicken.
Nun zum Inhaltlichen:
Also erstes ist festzuhalten, dass mit Ihrer KI, die ja üblicherweise unsere MB-Beiträge kontrolliert, irgendwas nicht stimmen kann. Sie schreiben, im Beitrag stünde die Passage „wie man hört, im Verwaltungsausschuss emotional diskutiert“. Dieser Satz steht n i c h t im (untenstehenden) PFB-GR-Beitrag und wurde wohl von der KI „erfunden“. Nicht das erste Mal, dass dies passiert. Wie ist das zu erklären?
Kommen wir zum inhaltlichen:
Sie monieren in Herrn Ruffs Beitrag „die Kommentierung der Meinungen anderer Gruppen“ und die als Frage formulierte Ursachenforschung („Neid, fehlende Einsicht oder Ideologie?“) für deren Ablehnung der Bezuschussung der beiden Vereine.
Ich weiß nun nicht, ob Sie bei der Sitzung anwesend waren (durch den ausgeübten Zeitdruck für unsere Präsentationen war ich damit beschäftigt, die Präsentationen durchzubringen). Wenn Sie da waren, wissen Sie ja, wovon ich im Folgenden rede. Wenn Sie nicht da waren, können wir uns gerne zusammen den KI-Mitschnitt der Sitzung anhören, um herauszufinden, ob ich Recht habe oder völlig danebenliege.
Denn die von Herrn Ruff in Frageform gewählten Ausdrücke „Neid, fehlende Einsicht oder Ideologie“ drücken nur sehr milde oder unzulänglich aus, was in den Äußerungen einzelner Gemeinderäte zum Ausdruck kam: nämlich eine nur mühsam verborgene Abneigung und totale Ablehnung der beiden Vortragenden und der von ihnen repräsentierten Vereine und deren Arbeit.
Auch in einigen anderen Fragen kam eklatante Unkenntnis (Unterschied eingetragener und nicht eingetragener Verein) und ein tiefes Misstrauen gegen unsere Arbeit („warum Zahlung auf Ihr persönliches Konto?“ – „Wieviele Vereine haben Sie eigentlich?“) zum Ausdruck.
Die bei der Sitzung anwesende Zuhörerin, mit der wir nach der Sitzung gesprochen haben, war hell entsetzt über die während und nach unseren Präsentationen verbreiteten Stimmung unter der Mehrzahl der GemeinderätInnen.
Dabei hätte es auch anders laufen können: nämlich die Anerkennung der in den beiden Präsentationen von Geschichtswerkstatt und K21 dargestellten Arbeit in den letzten beiden Jahrzehnten. Und die Gewährung von (beim Gesamtumfang des Kernener Haushalts) wirklich minimalen Zuschuss-Beiträgen.
Statt dessen wurde ein – tatsächlich ideologiegetriebener – Popanz aufgebaut, der eigentlich eines Gemeinderats nicht würdig ist. (Und wofür ich mich, wenn ich noch im GR wäre, tatsächlich schämen würde).
Im Vergleich zu der von mir oben beschriebenen Stimmung und ablehnenden Haltung während der VA-Sitzung (die ja auch im Abstimmungsergebnis zum Ausdruck kam) ist der Beitrag von Herrn Ruff moderat und keinesfalls zensurwürdig. Dies sollte von Seiten der Verwaltung und des Gemeinderats noch einmal überdacht werden.
Wir sind auf den Zuschuss nicht angewiesen und werden unsere Arbeit trotzdem fortsetzen, verlangen allerdings Gleichbehandlung mit allen anderen Vereinen – eingetragen oder nicht eingetragen.
Nachbemerkung: Und dass – im Beitrag der PFB WählerInnenvereinigung und von K21 Kernen für das Mitteilungsblatt – nicht mal mehr (ohne Namensnennung!) geschrieben werden darf, welche Fraktionen bzw. Gruppen im Gemeinderat gegen unseren Zuschussantrag gestimmt haben, ist nachgerade lächerlich. Und mit Demokratie hat das auch nichts zu tun. Wer dagegen oder dafür stimmt, kann doch auch öffentlich dazu stehen, auch wenn keine Zeitung und nur 1 Zuhörerin anwesend war.
Mit freundlichen Grüßen
Für das PFB, die David-Pfeffer-Geschichtswerkstatt + K21 Kernen
Ebbe Kögel
Tel. 07151.42866
E-Mail: ebbe.kogel@talk21.com