Veranstaltung Montag 21.11.2016 mit Winfried Wolf: Flächenbahn statt Tunnelwahn / Museum unter der YBurg

Bereits zwei Mal war Winfried Wolf vor großer Zuhörerschaft in Stetten zu Gast. Der frühere Bundestagsabeordnete ist Bahnexperte und Mitglied bei den Vereinigungen „Bahn für Alle“
und „Bürgerbahn statt Börsenbahn“. Nun kommt er ein drittes Mal, und zwar am 21.11.2016 um 20 Uhr ins Museum unter der YBurg in Stetten im Remstal (Gemeinde Kernen).
Er spricht über die Zukunft des Bahnverkehrs, vor allem im Zusammenhang mit Stuttgart 21 und der Schnellbahnstrecke Stuttgart-Ulm. Mit diesen beiden Projekten, die
zusammen mindestens 13,5 Milliarden Euro kosten werden (Tendenz weiter steigend) und verkehrspolitisch äußerst fragwürdig sind bzw. sogar einen Rückbau der jetzt
vorhandenen Kapazitäten mit sich bringen, wird der Bahnverkehr im ganzen Land bzw. in der gesamten Bundesrepublik kannibalisiert. Das heißt, das Geld für dringend
notwendige Infrastrukturprojekte fehlt für die nächsten Jahrzehnte, weil sämtliche verfügbaren Mittel in diese beiden Prestigeprojekte fließen. Diese Gelder sollten
stattdessen für den Ausbau des Schienenverkehrs in der Fläche eingesetzt werden: für eine Erweiterung des Schienennetzes, für die Reaktivierung geschlossener Bahnhöfe,
für eine umfassende Elektrifizierung des Netzes mit Sofortmaßnahmen wie der Eletrifizierung der Südbahn (Ulm – Friedrichshafen) und der Bodensee Gürtelbahn, für
Stadtbahnprojekte in Ballungszentren, für Projekte des sanften Tourismus wie der Bodensee-S-Bahn. Oder für den dringend notwendigen Ausbau der Rheintalbahn. Hier hatte sich die
Bundesregierung vor Jahrzehnten (!) in einem Vertrag mit der Schweiz verbindlich verpflichtet, diese Hauptverkehrsstrecke bis zur Eröffnung des Gotthardtbasistunnels auszubauen.
Der Gotthardtbasistunnel ist 2016 (geplant war 2017) fertiggestellt worden und geht Ende 2016 in Betrieb! Im Rheintal hat sich fast noch gar nichts getan. Nach
letzten Aussagen der Deutschen Bahn ist der Ausbau der Rheintalbahn erst bis 2035 (!) geplant.

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