Lokführer – das neue Feindbild der Medien?

Landauf, landab hetzen zur Zeit viele Massenmedien gegen den Streik der GdL, der Gewerkschaft der Lokführer. Neben den üblichen Verdächtigen wie BILD und Focus sind es auch die Stuttgarter Nachrichten und besonders übel hervorgetan hat sich unser Spätzlessender SWR am 6.11. bei der Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“. Da wird so getan, als ob mit dem Streik unsere Volkswirtschaft komplett zusammenbräche. Schauen wir uns dagegen die Fakten an: Nur 7% des Personenverkehrs gehen über die Schiene, und 14% der Güter. Was soll da zusammenbrechen? Die Lokführer streiken (zum 1. Mal wieder seit 6 Jahren) für eine Verringerung ihrer Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden. Mein Gott, bei Stihl, Bosch und Daimler hier in der Region werden seit Jahrzehnten nur noch 35 Stunden geschafft. 5% mehr Lohn wollen die Kollegen. Das hat die IG Metall auch gerade gefordert. Und die GdL will auch für die Zugbegleiter Tarifverträge abschließen, die noch miserabler bezahlt sind wie die Lokführer. Das Streikrecht und damit die Koalitionsfreiheit sind Grundrechte unserer Verfassung. Natürlich ist ein Streik ärgerlich für alle Bahnfahrenden. Aber viel ärgerlicher ist das tägliche Chaos bei der S-Bahn, das von unfähigen Bahnmanagern (allen voran Herr Grube mit einem Jahresgehalt von 2,7 Mio), dem Sparkurs der DB und den Baumaßnahmen für S21 verursacht wird. Dagegen sollten wir protestieren.

Unsere nächste Sitzung

Mi, 19.11., 20 Uhr, TV-Heim Stetten

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